Synergiepotenzial Landwirtschaft & Tourismus besser nutzen

Im Bild von links: Bauernbund-Präsident Georg Strasser, ÖVP-Politikerin Margarete Schramböck, Landwirtschaftskammer-Tirol Präsident Josef Hechenberger, sowie LH-Stellvertreter Tirol Josef Geisler bei einem Sommergespräch im Tiroler Oberland. Foto: Bauernbund

Im Bild von links: Bauernbund-Präsident Georg Strasser, ÖVP-Politikerin Margarete Schramböck, Landwirtschaftskammer-Tirol Präsident Josef Hechenberger, sowie LH-Stellvertreter Tirol Josef Geisler bei einem Sommergespräch im Tiroler Oberland. Foto: Bauernbund

Ja, Herr Präsident, da ganz oben sind auch noch Bauern!“, wusste ein Tiroler Altbauer im Zuge der Sommertour an den Bauernbund-Präsident Abg. z. NR DI Georg Strasser im Tiroler Bezirk Landeck zu berichten. Der Bezirk ist jener mit den österreichweit kleinsten landwirtschaftlichen Strukturen. „100 Prozent der Betriebe in Landeck werden im Nebenerwerb geführt. Die Landwirtschaft könnte ohne Tourismus und die vielen freiwilligen Helfer auf den Bauernhöfen nur schwer überleben.“, schildert Strasser aus der Praxis.

In den vielen Gesprächen mit Tiroler Bäuerinnen und Bauern hörte der Bauernbund-Präsident eines sehr deutlich heraus: „Landwirtschaft und Tourismus können in Tirol meist sehr gut miteinander. Hier sehe ich deutlich mehr Potenzial in den vielfältigen Formen der regionalen Vermarktung als am Weltmarkt.“, so Strasser weiter. Er pocht auf eine Intensivierung der Zusammenarbeit von Tourismuswirtschaft, Gastronomie und bäuerlichen Betrieben. „In einigen Regionen Österreichs wird dieses Synergiepotenzial schon ausgeschöpft. Gastro- und Hotelleriebetriebe kaufen Produkte direkt von den Bauern. Da ist aber noch Luft nach oben.“, will Strasser die regionale Zusammenarbeit fördern und so Transportwege im Sinne des Klimas verkürzen.

Lückenlose Kennzeichnung der Produktherkunft als dringlichstes Anliegen
Voraussetzung für ein gutes Miteinander ist eine transparente und lückenlose Kennzeichnung der Produktherkunft. „Der Konsument muss sich bewusst für österreichische Qualität entscheiden können. Das funktioniert nur, wenn man Fleisch, Milch und Eier in Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie klar kennzeichnet.“, meint Strasser. Es braucht auch einen praxisnahen gesellschaftlichen Diskurs, wenn es etwa um die Rückkehr der großen Beutegreifer geht. „Mit den Wölfen werden wir die Bäuerinnen und Bauern nicht alleine lassen können. Wir brauchen mehr Wissen über die Folgen der Rückkehr von Wölfen und mehr Verständnis für die bäuerlichen Probleme. Sonst können wir die Pflege unserer Kulturlandschaft nur sehr schwer aufrechterhalten.“, schloss der Bauernbundpräsident.

Quelle: Bauernbund

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