St. Pölten / FC Sturm 19-Platz avanciert zum Park

Was bleibt ist die Erinnerung. Der Sturm 19-Platz zu St. Pölten wird zur Geschichte. Foto: oepb

Was bleibt ist die Erinnerung. Der Sturm 19-Platz zu St. Pölten wird zur Geschichte. Foto: oepb

Und wieder verschwindet ein geschichtsträchtiges Fußball-Areal für immer! Der Sturm 19-Platz, die „Franz „Bimbo“ Binder-Sportanlage“ in St. Pölten wird zu einem Park umgewandelt. Somit hat sich die Stadtgemeinde St. Pölten dazu durchgerungen, dem seit einigen Jahren unbenützt liegenden Areal, neues Leben einzuhauchen.

Die niederösterreichische Landeshauptstadt St. Pölten zählt derzeit 36 Parks. Der ehemalige Sturm 19-Platz wird Park Nummer 37. Dazu der St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler: „Der ehemalige Sturm 19-Fußballplatz, der seit rund 10 Jahren brachliegt, soll als Naherholungsgebiet zwischen dem Bahnhof und dem Traisenpark umgestaltet werden, denn in diesem dicht besiedelten Gebiet in der Nähe des Uni-Klinikums gab es bisher keine größere öffentlich nutzbare Fläche.“

Und Stadtgärtner Robert Wotapek ergänzt: „Dies wird mit 22.000 Quadratmetern einer der größten Parks in der Stadt. Wir denken dabei an einen Klettergarten und ein kleines Amphitheater, das für Veranstaltungen genutzt werden kann und an viel Grün. Theoretisch wäre hier Platz für 300 Bäume.“

Stadion-Postkarte aus dem Jahr 2012. Sturm 19-Platz-Impressionen zu St. Pölten. Foto: www.berndspeta.at

Stadion-Postkarte aus dem Jahr 2012. Sturm 19-Platz-Impressionen zu St. Pölten. Foto: www.berndspeta.at

Namensgebung durch die Bevölkerung

Hier war ja einmal das Ganslbad. Also würde Ganslpark passen. Oder Europapark. Die Bevölkerung ist hier gefragt, welchen Namen der Park künftighin tragen soll.“, so Bürgermeister Stadler.

Zur Geschichte des Sturm 19-Platzes

Der Fußballplatz war in den 1940er Jahren die Heimat des LSV Markersdorf an der Pielach, ein Verein der Deutschen Luftwaffe. Dessen eigenes Areal wurde aufgrund der sportlichen Erfolge zu klein. In den Jahren nach dem Krieg hat sich die Anlage nicht großartig verändert und bot mit einer kleinen gedeckten Haupttribüne die Bühne für die Heimspiele von Sturm 19-St. Pölten. Frenkie Schinkels war übrigens dort anhand einer seiner ersten Trainerstationen in Österreich aktiv. Und – der RAPID-Kannonier Franz „Bimbo“ Binder (* 1. Dezember 1911, † 24. April 1989) war bereits im zarten Alter von 15 Jahren für Sturm 19 St. Pölten aktiv, ehe ihn 1930 sein Weg nach Wien zu RAPID führte.

Quelle: oepb

www.bundesliga.at

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