Sir Peter Ustinov / Die hohe Kunst der Unterhaltung

Sir Peter Ustinov_Die hohe Kunst der Unterhaltung_Audiobuch_Hör CDSir Peter Ustinov – Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller, Kabarettist, Weltbürger und Humanist – ist – und bleibt – unvergessen. Der Mann der so vieles war: Schauspieler von Weltrang, weitgereister Erdenbürger, Kulturmensch, scharfsinniger Feingeist und Ironie-begabter Humorist. Dieses Hörbuch ist eine wahre Hommage an den Altmeister so vieler Disziplinen. Wir lauschen gebannt seinem Vortrag „Die Hohe Kunst der Unterhaltung“, bei dem er uns aus ganzem Herzen lachen lässt. Wir feiern noch einmal seinen letzten runden Geburtstag in dem Feature „Ein Multitalent wird 80“ und erfahren noch mehr Hintergründe in dem Beitrag „Sir Peter Ustinov: Schauspieler und Multitalent.“

Der „SWR1“ hat in Ustinovs letzten Lebensjahren einige Beiträge über ihn produziert und auch eine Live-Veranstaltung mitgeschnitten, die nun auf der vorliegenden CD noch einmal zusammen veröffentlicht werden. Das sind zwei biografische Beiträge von je etwa 15 Minuten aus den Jahren 2001 und 2004, sowie eine „Vorlesung“, die Ustinov anno 1997 spontan an der Universität Tübingen zum Thema „Die Kunst der Unterhaltung“ gegeben hatte. Gerade bei dem letzteren Stück kann man Ustinovs Improvisationsgabe ausführlich bewundern.

Sein Humor war immer gutmütig, menschenfreundlich und dabei in guter britischer Tradition auch stets mit einem gerüttelten Maß an Selbstironie versehen. Das machte eigentlich jedes Interview mit ihm zu einer komödiantischen Angelegenheit. Seine Vielsprachigkeit war legendär, und wenn auch sein Deutsch eher holprig war, so verstand er es immer, seine Pointen richtig zu setzen. Gelernt hat er die Sprache übrigens nur durch Zuhören und nicht in irgendeiner Form von Unterricht.

Der bekennende Kosmopolit war ab 1968 UNICEF-Sonderbotschafter, ab 1990 Vorsitzender des World Federalist Movement und 1999 Gründer der Peter Ustinov Stiftung zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen. In seinen letzten Lebensjahren widmete er sich der Bekämpfung von Vorurteilen und gründete aus diesem Anlass Lehrstühle zur Vorurteilsforschung in Budapest, Durham und Wien. Von 1968 bis 1974 war Ustinov Rektor der University of Dundee, von 1992 bis zu seinem Tod amtierte er als Kanzler der University of Durham.

Im Jahre 1990 wurde er von Queen Elisabeth II. in den Adelsstand erhoben. Und auch das war für ihn ein äußerst unterhaltsames Unterfangen, als er darüber sehr pointiert referierte: „Zuerst wurde ich von einem Gentleman schriftlich bei Hof gefragt, ob ich knien kann. Nun, ich kann knien – ich kann nur nie wieder aufstehen. Dann hatte ich große Bedenken ob dieses Procederes. Unsere Königin ist ja eine sehr kleine Frau, mit einem sehr großen Schwert …! Wenn diese nun sehr kleine Frau mit diesem sehr großen Schwert von der einen Schulter über den Kopf auf die andere Schulter … wo doch all ihre Vorfahren den direkten Weg genommen hatten …“

Peter Ustinov wurde Anfang der 1950er Jahre durch seine Charakterrollen in monumentalen Hollywoodfilmen bekannt, so als verrückter Kaiser Nero in „Quo Vadis“ und als sadistischer Sklavenhändler in Stanley Kubricks „Spartacus“ (1959). Für diese Rolle bekam er einen Oscar. Der zweite folgte 1964 für „Topkapi“. Sehr großen und durchschlagenden Erfolg hatte er auch als Agatha Christies belgischer Meisterdetektiv Hercule Poirot, unter anderem in „Tod auf dem Nil“. Zuletzt war er als sächsischer Kurfürst Friedrich der Weise in dem Kinofilm „Luther“ (2003) zu sehen.

Sir Peter Ustinov verstarb an einem Sonntagabend, dem 28. März 2004 in einem Schweizer Krankenhaus in Genolier an Herzversagen. „Er war eine einzigartige Persönlichkeit, jemand, auf den man wirklich zählen konnte.“, sagte Davico, der den Schauspieler, Schriftsteller und Regisseur als ehrenamtlichen Botschafter für UNICEF engagierte.

„Humor ist einfach eine komische Art, ernst zu sein“ (Zitat Peter Ustinov)

Die hohe Kunst der Unterhaltung
Eine Hommage an Sir Peter Ustinov

Vortrag / Hör-Portraits

CD, Laufzeit 54 Minuten
Audiobuch Verlag, Südwestdeutscher Rundfunk
ISBN: 978-3-89964-934-5

HÖRPROBE

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