Siebenschläfer im Herbst

Siebenschlaefer-Foto M. Haselmann, Creative Comons

Siebenschlaefer-Foto M. Haselmann, Creative Comons

Angenagtes Holz, beschädigte Kabel und darüber hinaus ein störender Radau in der Nacht – dies alles macht die so genanten Siebenschläfer nicht gerade beliebt. Gerade jetzt im Herbst sind die kleinen Nager auf der Suche nach einem geeigneten Ort für den Winterschlaf.

Kleine Löscher oder schmale Ritzen reichen völlig aus, um den Siebenschläfern quasi Tür und Tor zu öffnen. Sie kraxeln in den Kaminen oder aber am Putz empor und können sich über die Fassade auch in andere Räume des Hauses schleichen. Nicht selten passiert es, dass sich die ungebetenen Gäste in die Küche verirren und dort den Vorrat anknabbern. Auf dem Dachboden werden sehr gerne ihre Nesterl gebaut und auch der Nachwuchs wird dort erzogen. Die Isoliermasse wärmegedämmter Häuser wird dabei auch als Baumaterial genützt. Arg betroffen sind ausschließlich Häuser, die naturnahe sind. In der Gegend verbreitet sich dann rasch das Lauffeuer, dass ein bequemes Quartier gefunden wurde. Es kann mitunter schon passieren, dass eine ganze Armada Siebenschläfer einzieht.

Siebenschlaefer-Foto Ziegel, Creative Comons

Siebenschlaefer-Foto Ziegel, Creative Comons

Die kleinen Pelzträger halten zwar – auch aufgrund ihres Namens – einen siebenmonatigen Winterschlaf, sie sind dafür aber die restliche Zeit des Jahres umso aktiver. Dazu müssen sie sich auch eine dicke Fettschicht anlegen, damit sie durch den langen Winter kommen. Wenn sie in der Dunkelheit von ihrer Futtersuche heimkehren, oder aber wenn der Nachwuchs spielt und herumtollt, dann kann das schon einmal einen Lärm erzeugen, der die Menschen in der Nacht stört.

Die ungebetenen Nager kann man mit so genanten Lebend-Fallen einfangen, töten darf man sie jedoch nicht. Diese Fallen gibt es in Zoo- und Tierhandlungen. Man kann sie sich aber auch bei Jägern oder Tierärzten einfach ausborgen. Mit Nüssen und Äpfeln lockt man die Siebenschläfer an. Ging ein Tier in die Falle, dann sollte man es wenigstens 10 Kilometer von zu Hause weg aussetzen. Dies deshalb, da die kleinen Tiere einen ausgeprägten Orientierungssinn haben und sehr ortsbezogen sind. Tut man dies nicht, besteht die Gefahr, dass sie wieder zuwandern werden. Damit die Tierchen aber auch im Freien überleben können, sollten sie an Waldrändern ausgesetzt werden.

Wem dies alles zu mühsam ist, der kann sich auch der aktiven Mithilfe eines Schädlingsbekämpfers bedienen.

Die Kosten dafür setzen sich aus den Arbeitsstunden, der Anfahrt und dem benötigten Material zusammen.

Quelle: oepb

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