Österreichische Bundesliga / Was erwartet uns in der Rückrunde

Stefan Maierhofer, grün-weiß-gestreifte Dress, hinten rechts auf den Kopfball lauernd, ist ein Vollblutstürmer. Man darf gespannt sein, ob er seine alte Stärke erneut erreichen wird. Aus FK Austria Wien gegen SK RAPID Wien vom 30. August 2009, Endstand 1 : 1. Foto: © oepb

Stefan Maierhofer, grün-weiß-gestreifte Dress, hinten rechts auf den Kopfball lauernd, ist ein Vollblutstürmer. Man darf gespannt sein, ob er seine alte Stärke erneut erreichen wird. Aus FK Austria Wien gegen SK RAPID Wien vom 30. August 2009, Endstand 1 : 1. Foto: © oepb

Noch können wir uns die Zeit im Mr. Green Casino vertreiben, denn noch ist Winter-Pause in der heimischen Fußball-Bundesliga. Bald jedoch fängt die Rückrunde wieder an. Es bleibt spannend zwischen dem Linzer ASK und Red Bull Salzburg. Die beiden einzigen im Titelkampf verbliebenen Teams, die um die Meisterschaft rittern. Noch spannender geht es allerdings auf den Abstiegsplätzen zu.

Die WSG Swarovski Tirol aus Wattens sorgte dieser Tage für Schlagzeilen mit der schnellen und überraschenden Verpflichtung von Stefan Maierhofer . Ein stets motivierter Fußballer, der mit seiner selbstbewussten Art und positiven Einstellung Mitspieler mitreißen und vermeintlich am Boden liegende Mannschaften wieder aufrichten kann. 2017 unterschrieb der 2,02-Meter-Hüne beim damaligen Tabellenletzten SV Mattersburg. Es folgte ein starkes Frühjahr des SVM mit neun Siegen aus 16 Spielen. Am Ende dieser Saison belegten die Burgenländer den 7. Tabellenplatz und hatten mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. Im Sommer 2018 folgte der Wechsel zum Schweizer Zweitligisten FC Aarau. Zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung lag dieser Klub mit null Punkten aus sechs Spielen auf dem letzten Tabellenrang. Was dann folgte, war unfassbar. Maierhofer schoss den FC Aarau mit elf Toren auf den zweiten Tabellenplatz, der am Saisonende zur Teilnahme an der Relegation um den Aufstieg in die 1. Liga berechtigte.

Mit Pauken und Trompeten, in diesem Falle mit Tiroler Blasmusik, kehrte die WSG Wattens als nunmehrige WSG Swarovski Tirol im Sommer 2019 ins Österreichische Fußball-Oberhaus zurück. Dort schlug man sogleich im ersten Spiel am 27. Juli 2019 den österreichischen Rekord-Titelträger, die Wiener Austria, mit 3 : 1. Es bleibt abzuwarten, ob sich das Engagement von Stefan Maierhofer auszahlen wird. Foto: © oepb

Mit Pauken und Trompeten, in diesem Falle mit Tiroler Blasmusik, kehrte die WSG Wattens als nunmehrige WSG Swarovski Tirol im Sommer 2019 ins Österreichische Fußball-Oberhaus zurück. Dort schlug man sogleich im ersten Spiel am 27. Juli 2019 den österreichischen Rekord-Titelträger, die Wiener Austria, mit 3 : 1. Es bleibt abzuwarten, ob sich das Engagement von Stefan Maierhofer auszahlen wird. Foto: © oepb

Den positiven Effekt des Stefan Maierhofer erhofft sich nun auch die WSG Swarovski Tirol, die sich im Frühjahr mit dem beinharten Abstiegskampf auseinandersetzen muss. Thomas Silberberger erwartet sich von Maierhofer, „dass er so wie auf seinen letzten Stationen positiv polarisiert und für uns durchs Feuer geht. So werden wir unser Ziel mit Sicherheit schaffen“, ist der WSG-Trainer überzeugt. „Jetzt werden wir in der Offensive variabler. Wir können auch einmal eine Umstellung auf lange Bälle vornehmen. Allein schon durch seine Körpergröße ist Stefan ein Trumpf, was Standardsituationen und lange Bälle angeht“, schwärmt Silberberger. Auch WSG-Sportchef Stefan Köck weiß um die Qualitäten des prominenten Neuzugangs bestens Bescheid: „Er steht für hervorragende Mentalität, großen Charakter und Einsatzwillen. Seine fußballerischen Qualitäten sind unbestritten. Er weiß, was bei uns gefordert ist und was im Abstiegskampf auf uns zukommt.“ Mit Fabian Koch, Bruno Soares sowie Thanos Petsos haben die Tiroler drei weitere routinierte Spieler mit individueller Qualität verpflichtet, die dem aktuellen Tabellenletzten Stabilität verleihen sollen. Gepaart mit den Motivationskünsten Maierhofers stehen die Chancen nicht schlecht, dass die WSG Swarovski Tirol den Klassenerhalt schaffen wird.

Der SK Rapid Wien verstärkt nach dem Abgang des in Ungnade gefallenen Aliou Badji nach Ägypten das Sturmzentrum und verpflichtet Ercan Kara. Der 24-Jährige kommt von Zweitligist SV Horn nach Wien-Hütteldorf, wo er einen Vertrag bis Sommer 2022 unterzeichnet. Kara erzielte in der laufenden Saison 13 Tore in 16 Spielen. Außerdem bereitete er drei Treffer vor. Weiters konnten die Hütteldorfer ein Nachwuchstalent langfristig an sich binden. Der Vertrag mit dem 18-jährigen Mustafa Kocyigit konnte bis 2023 verlängert werden.

Unglaubliche 6 Meistertitel seit 2014 en suite eingefahren und auch im Europapokal inzwischen zur fixen Größe avanciert. Der FC Red Bull Salzburg ist national das Maß aller Dinge. Solche Bilder sind selten geworden und die Wiener Austria hat sich seit 2012/13 und der letzten gewonnene Meisterschaft von Salzburg um Lichtjahre entfernt, im negative Sinne. Foto: © oepb

Unglaubliche 6 Meistertitel seit 2014 en suite eingefahren und auch im Europapokal inzwischen zur fixen Größe avanciert. Der FC Red Bull Salzburg ist national das Maß aller Dinge. Solche Bilder sind selten geworden und die Wiener Austria hat sich seit 2012/13 und der letzten gewonnene Meisterschaft von Salzburg um Lichtjahre entfernt, im negative Sinne. Foto: © oepb

Der Offensivspieler kickt bereits seit fast sechs Jahren in der grün-weißen Nachwuchsschmiede und brachte es in der U18-Akademiemannschaft bei 58 Einsätzen auf 24 Treffer.

Der Strafsenat der österreichischen Fußball-Bundesliga hat Nemanja Rnic vom Wolfsberger AC für drei Spiele gesperrt. Der 35-jährige Innenverteidiger hatte im Testspiel des WAC gegen den SK Austria Klagenfurt Alexander Killar mit dem Ellbogen ins Gesicht geschlagen und dafür Rot gesehen. Damit verpasst der Serbe die Partien gegen Hartberg (15.2.), WSG Tirol (22.2.) und St. Pölten.

Der FC Red Bull Salzburg darf sich im Rückspiel gegen Eintracht Frankfurt auf ein volles Haus freuen. Es sind bereits sämtliche Tickets für das Europa-League-Spiel gegen die Mannschaft von Adi Hütter vergriffen. Damit werden beim Europa-League Rückspiel (27. Februar, 21 Uhr) 29.000 Zuschauer in der Red Bull Arena mit von der Partie sein.

Für Unterhaltung ist also gesorgt. Wenn dann die Saison zu Ende ist, können wir uns im direkten Anschluss auf den nächsten Kracher freuen. Dann beginnt nämlich die Europameisterschaft, für die sich Österreich zum zweiten Mal in Folge qualifiziert hat.

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