ÖNB / Ingeborg Bachmann und Erich Lessing im Memory of Austria

Fröhliche Menschen in den Straßen Budapests während des vorgetäuschten Rückzugs der sowjetischen Truppen 1956. Foto von Erich Lessing. Foto: Österreichische Nationalbibliothek / Lessing

Fröhliche Menschen in den Straßen Budapests während des vorgetäuschten Rückzugs der sowjetischen Truppen 1956. Foto von Erich Lessing. Foto: Österreichische Nationalbibliothek / Lessing

Der Nachlass von Ingeborg Bachmann ist ebenso vertreten, wie die Fotoreportagen von Erich Lessing: Insgesamt neun wertvolle Objektgruppen und Einzelstücke aus den Beständen der Österreichischen Nationalbibliothek wurden vor kurzem in das österreichische „Memory of the World“-Register aufgenommen. Dieses seit 2014 bestehende nationale Register zur Sicherung des dokumentarischen Erbes umfasst mittlerweile 41 für Österreich kulturell bedeutsame und historisch wichtige Dokumente und ergänzt damit die internationale UNESCO-Liste des Weltdokumentenerbes.

Telegramm Hannah Arendt an Günther Anders, New York, Mai 1941. Foto: Nachlass Günther Anders, Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien

Telegramm Hannah Arendt an Günther Anders, New York, Mai 1941. Foto: Nachlass Günther Anders, Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien

 

 

Das Memory of the World-Nationalkomitee wählte in der aktuellen, zweiten Nominierungsrunde 22 Dokumente, darunter neun wertvolle Objekte bzw. Objektgruppen, die an der Österreichischen Nationalbibliothek verwahrt werden:

* der Nachlass Ingeborg Bachmanns;

* die Briefe der Philosophin Hannah Arendt an Günther Anders aus den Jahren 1939 bis 1970;

* Erich Lessings internationale Reportagefotografie aus den Jahren 1945 bis 1970;

* das Fotoarchiv der United States Information Services (USIS);

* Joseph Daniel von Hubers Vogelschauansicht von Prag, eine kolorierte Federzeichnungen aus 1769;

* die wertvolle, mittelalterliche Handschriftensammlung des ehemaligen Benediktinerstiftes Mondsee (gemeinsam mit dem Österreichischen Staatsarchiv);

* die Sammlung von Musik-Erst- und Frühdrucken des Anthony van Hoboken;

* die Sammlung von Flugblättern und Flugschriften zur Revolution 1848 in der Habsburgermonarchie,

* sowie Wolfgang Lazius´ „Typi chorographici“, ein Kartenwerk aus 1561.

Ingeborg Bachmann beim Schachspielen, Rom, 1962. Foto: Dr. Heinz Bachmann

Ingeborg Bachmann beim Schachspielen, Rom, 1962. Foto: Dr. Heinz Bachmann

 

 

Damit sind auf der „Memory of Austria“-Liste insgesamt bereits 15 Dokumente aus dem Bestand der Österreichischen Nationalbibliothek vertreten, auf der internationalen UNESCO-Liste „Memory of the World“ sind weitere sieben Objekte gelistet. Die Österreichische Nationalbibliothek verwahrt damit den größten Bestand an Welterbe-Dokumenten des Landes.

www.onb.ac.at

 

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