ÖBB / Testbetrieb eines Wasserstoffbusses in Österreich

ÖBB Postbus startet erstmalig den Testbetrieb eines Wasserstoffbusses in Österreich. Der emissionsfreie Wasserstoffbus ist für die Dauer von drei Wochen auf der Strecke der Vienna Airport Lines im Einsatz. Foto: ÖBB / Marek Knopp

ÖBB Postbus startet erstmalig den Testbetrieb eines Wasserstoffbusses in Österreich. Der emissionsfreie Wasserstoffbus ist für die Dauer von drei Wochen auf der Strecke der Vienna Airport Lines im Einsatz. Foto: ÖBB /
Marek Knopp

Der ÖBB Postbus startet den ersten Testbetrieb eines Wasserstoffbusses in Österreich. Dieser wird für drei Wochen auf der Strecke der Vienna Airport Lines (Flughafen Schwechat – Wien) im Einsatz sein. Die Technologie ist äußert vielversprechend, schließlich werden beim Einsatz von Wasserstoffbussen keinerlei klimaschädlichen Emissionen erzeugt, sondern nur Wärme und Wasserdampf. Zur Verfügung gestellt wird der Bus für den Testbetrieb von der Firma „ebe EUROPA“.

Emissionsfreie Mobilität ist die Zukunft
„Österreich war immer schon ein Land der großen Innovationen. Für die Erreichung der Ziele der Klima- und Energiestrategie der österreichischen Bundesregierung – #mission2030 sind innovative Lösungen besonders gefragt. Ich freue mich, dass Postbus diesen Weg geht und wünsche für den Testbetrieb viel Erfolg, denn: emissionsfreie Mobilität ist die Zukunft. Wasserstoff könnte dabei eine bedeutende Rolle spielen.“, sagt Norbert Hofer, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie.

Wir bei Postbus wollen beim klimaschonenden Verkehr neue Wege beschreiten. Als größtes Busunternehmen Österreichs sehen wir es auch als unsere Verantwortung einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Unser Ziel ist es, unsere Busverkehre langfristig auf alternative Antriebe umzustellen. Neue Technologien sind aber auch mit hohem Aufwand verbunden und es ist wichtig, dass solche Initiativen auf nationaler und EU-Ebene unterstützt werden.“, sagt die Geschäftsführerin von Postbus, Silvia Kaupa-Götzl.

Silvia Kaupa-Götzl, Geschäftsführerin von Postbus und Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Norbert Hofer, anlässlich der Präsentation "ÖBB Postbus Wasserstoffbus". Foto: ÖBB / Marek Knopp

Silvia Kaupa-Götzl, Geschäftsführerin von Postbus und Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Norbert Hofer, anlässlich der Präsentation “ÖBB Postbus Wasserstoffbus”. Foto: ÖBB / Marek Knopp

Wasserstoff als Kraftstoff für den E-Motor
Der Bus fährt mit einem Elektromotor und wird mit Wasserstoff betankt. In der, im Fahrzeug verbauten, Brennstoffzelle erfolgt dann durch Sauerstoffzufuhr eine chemische Reaktion, bei der Energie erzeugt wird. Ein wesentlicher Unterschied zu batteriebetriebenen Bussen ist, dass die Stromerzeugung direkt im Fahrzeug passiert. Die Reichweite eines wasserstoffbetriebenen Busses beträgt rund 400 Kilometer pro Tankfüllung. Wasserstoffbusse sind daher gut für den Überlandverkehr geeignet. Einen weiteren Vorteil liefert der Wasserstoffbus im Winterbetrieb: Bei der chemischen Reaktion in der Brennstoffzelle entsteht auch Wärme, die im Winter für die Beheizung genutzt werden kann.

Im Oktober im Einsatz
Für den Testbetrieb stellt die Firma „ebe EUROPA“ ein Testfahrzeug zur Verfügung. Der Bus wurde per Tieflader aus den Niederlanden geliefert, da es auf der Strecke keine geeigneten Tankstellen gibt. Das Tanken mit Wasserstoff dauert im Normalbetrieb, bei einer fix installierten Tankstelle, nur rund 15 Minuten (für 30 bis 35 kg Wasserstoff). Für den Testbetrieb hat Postbus eine mobile Tankstelle von der Firma Linde aus Deutschland geliefert bekommen. Die Betankung benötigt hier etwas mehr Zeit, in etwa drei Stunden. Der Wasserstoffbus wird im Oktober bei Postbus drei Wochen auf den Linien der Vienna Airport Lines im Einsatz sein.

Eigene Schulungen für LenkerInnen
Für die LenkerInnen gab es im Vorfeld eigene Schulungen bezüglich Fahrverhalten und Umgang mit dem Bus, da im Vergleich zu dieselbetriebenen Fahrzeugen einige Unterschiede zu beachten sind. Auch in den Werkstätten sind Besonderheiten im Umgang mit den Bussen zu berücksichtigen. Bei Postbus steht während der Testphase ein Techniker von „ebe EUROPA“ vor Ort zur Verfügung.

Postbus: Mobilitätspartner im ländlichen Raum
Der Postbus bringt jährlich mit seinen rund 2.300 Bussen ca. 208 Mio. Fahrgäste an ihr Ziel und fährt auch überall dort, wo es sonst keine öffentliche Anbindung gibt. Die Busse sind täglich in rund 1.800 Gemeinden unterwegs und sorgen damit für öffentliche Verbindungen im ländlichen Raum. Postbus ist damit eine wesentliche Säule, wenn es um Daseinsvorsorge am Land geht und ist der langjährige und vertrauensvolle Partner von Gemeinden.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 115 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2017 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 41.107 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Quelle: ÖBB

Lesen Sie mehr über die ÖBB bei uns bitte hier;

www.oebb.at 

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