NÖ / Ärzte-Honorarverhandlungen

Logo NÖ Ärztekammer„In den aktuellen Ärzteverhandlungen haben wir das größte Investitionspaket der letzten Jahre beschlossen.“, stellten der Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse (NÖGKK), KR Gerhard Hutter und der Präsident der NÖ Ärztekammer, Dr. Christoph Reisner, MSc, nach den erfolgreichen Honorar- und Strukturverhandlungen fest. Eckpunkte waren eine intensive Investition im Bereich der Basisversorgung von Allgemein- und Kindermedizin, eine Modernisierung des Leistungskataloges, eine Aufwertung der Gesprächsmedizin, sowie strukturelle Verbesserungen. „Durch die gute Zusammenarbeit von Krankenkasse und Ärztekammer können wir die Versorgung für die Menschen in Niederösterreich optimal gestalten und Probleme rasch und konstruktiv lösen.“, meinte Gerhard Hutter, und Christoph Reisner konkretisiert: „Ein deutlicher Teil der Honorarerhöhungen kommt der kinderärztlichen Versorgung zu Gute. Wir haben die Kinder- und Jugendheilkunde in den Fokus gerückt, um damit unter anderem Problemen bei der Besetzung von Kinderfacharzt-Kassenstellen entgegenzuwirken.“

Investitionen wurden aber auch bei den Allgemeinmedizinern getätigt. Hier honoriert die NÖGKK die Zeit für das ärztliche Gespräch besser und ist damit dem Ruf nach mehr Gesprächsmedizin gerade im Bereich der Basisversorgung durch den „Hausarzt“ nachgekommen.

Leistungskatalog modernisiert
Zum Verhandlungsschwerpunkt „strukturelle Maßnahmen“, die mit dem nächsten Jahr schlagend werden, betont NÖGKK-Generaldirektor Mag. Jan Pazourek: „Wir haben ein millionenschweres Strukturpaket geschnürt und damit den ärztlichen Leistungskatalog erneuert und modernisiert. Konkret geht es noch einmal um die Stärkung der Bereiche Kinderfachärzte und praktische Ärzte, sowie um Verbesserungen bei den Neurologen, Urologen, Gynäkologen und HNO-Fachärzten. Hier haben wir neue oder verbesserte Leistungspositionen – vom gynäkologischen Ultraschall über Ohrmikroskopie bis hin zur Messung der Nervenleitgeschwindigkeit – in die Verträge aufgenommen.“ MR Dr. Dietmar Baumgartner, Kurienobmann der niedergelassene Ärzte in der NÖ Ärztekammer, berichtet: „Jene Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin, die einen Vertrag mit der NÖGKK haben, sind verpflichtet, am Wochenende Bereitschaftsdienste zu übernehmen. Im Sinne der ärztlichen Work-Life-Balance konnten wir diese Wochenenddienste optimieren und gut eingespielte Projekte, wie zum Beispiel die ‚Erweiterte Stellvertretung‘, um weitere fünf Jahre verlängern.“

Größtes Investitionsvolumen der letzten Jahre für verbesserte Versorgung
Mit den Beschlüssen in den Gremien von Krankenkasse und Ärztekammer ist damit das größte Investitionspaket für die niederösterreichische Gesundheitsversorgung der letzten Jahre vereinbart. „Dank der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Ärztekammer und Krankenkasse sind in den letzten Jahren nicht nur viele neue Kassenplanstellen und fast hundert Gruppenpraxen geschaffen worden, sondern wir haben auch inhaltlich und strukturell einen Innovationsschub auf den Weg gebracht.“, zeigten sich Gerhard Hutter und Jan Pazourek mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden. Seitens der Ärztekammer betonten Christoph Reisner und Dietmar Baumgartner abschließend die „Notwendigkeit, den niedergelassenen Bereich aufzuwerten, um vor allem der Tätigkeit des Kassenvertragsarztes wieder mehr Attraktivität zu verleihen“.
 
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