MUSTANGS / Fotografien von Manfred Baumann

Mustangs. Fotografiert von Manfred Baumann.

Mustangs. Fotografiert von Manfred Baumann.

Ab Mittwoch, 22. November 2017 stellt der bekannte österreichische Fotograf Manfred Baumann zum ersten Mal in einem Museum aus. Seine Ausstellung „Mustangs“ wird bis einschließlich Sonntag, 11. Februar 2018 im Saal 50 des Naturhistorischen Museums zu sehen sein. Der Starfotograf betrat mit „Mustangs“ neues Territorium. Er reiste nach Nevada in den USA, um sich erstmals der Tierfotografie zu widmen und die Geschichte der verwilderten Hauspferde zu erzählen.

1900 gab es rund 2 Millionen Mustangs. Danach wurde der Bestand drastisch reduziert und seit 1971 wird ihre Zahl vom Bureau of Land Management kontrolliert. Die meisten leben in den Wüstensteppen Nevadas. Dank ihrer Zähigkeit und Ausdauer können sie aber in den USA beinahe überall existieren – wo der Mensch es zulässt! Die Zahl der frei lebenden Mustangs soll aktuell 32.000 Tiere betragen – Konflikte mit Investoren und anderen Landnutzern sind jedoch vorprogrammiert.

Wie alle anderen Hauspferde stammen auch die Mustangs von Wildpferden ab. Dessen Evolutionsgeschichte ist nach wie vor nicht ganz geklärt, doch gehören sowohl die Przewalski-Pferde, die heute noch in Zentralasien vorkommen, als auch die Tarpane, die in Osteuropa lebten und um 1900 ausgestorben sind, in seine nähere Verwandtschaft. Ein Großteil der Evolution der Pferdeartigen hat sich in Nordamerika abgespielt. Von dort kam es in den letzten 50 Millionen Jahren immer wieder zu Ausbreitungswellen nach Eurasien. Die Wildpferde starben jedoch in Nordamerika am Ende der letzten Eiszeit aus. Ihre mittlerweile domestizierten Nachkommen, auf die auch die heutigen Mustangs zurückgehen, wurden erst im 16. Jahrhundert von den spanischen Eroberern nach Amerika gebracht.

Seither sind die Mustangs fixer Bestandteil des amerikanischen Mythos und des amerikanischen Traums. Sie trugen die Menschen quer über den Kontinent – in Kriege, zu neuen Ufern oder schlichtweg ins Verderben. Sie wurden gebraucht und missbraucht, geschunden, gequält, erschossen, aber auch verehrt und geliebt. Heute nähren sie die Sehnsucht der Menschheit nach Freiheit, Unabhängigkeit und Wildheit. Sie blicken mit neugierigem Vertrauen auf uns und haben unseren Schutz verdient.

Der Fotograf

2002 begann Manfred Baumann, bekannte Persönlichkeiten zu fotografieren. 2005 gelang ihm ein Shooting mit Roger Moore, danach porträtierte er Tony Curtis, David Hasselhoff, John Malkovich, Kathleen Turner, Bruce Willis, Angelina Jolie, sowie viele andere Stars und internationale Top Models. 2013 startete er eine Zusammenarbeit mit der National Geographic Society und brachte einen Bildband mit Landschafts- und Reisefotografien heraus. Seit 2016 kooperiert er mit Leica. Manfred Baumann lebt und arbeitet in Österreich und in den USA. Er ist Vegetarier, unterstützt verschiedne Tierschutzorganisationen und fungiert als Ehrenbotschafter von Jane Goodall.

Was: Ausstellung „Mustangs. Fotografien von Manfred Baumann

Wann: 22. November 2017 bis 11. Februar 2018

Wo: Naturhistorisches Museum Wien, Burgring 7, 1010 Wien

Noch ein Tipp:

Unter dem Titel MUSTANGS erscheint auch ein Buch zur Ausstellung. „Was immer den Tieren geschieht, geschieht auch bald den Menschen!“, so ein Häuptling Seattle-Zitat. Die Englisch/Deutsche Originalausgabe verfügt über 98 Seiten, kostet € 25,- und hat die ISBN 978-3-99064-073-9

www.nhm-wien.ac.at

Mehr über das Naturhistorische Museum bei uns bitte hier;

 

 

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