Heinz Marecek / Leben ohne Rezept

AMA_Marecek_Leben ohne Rezept_Cover_RZ.indd„Sichere Wahrheit erkannte kein Mensch und wird keiner erkennen – über die Götter und all die Dinge, von denen ich spreche. Sollte einer auch einst die vollkommenste Wahrheit verkünden – wissen könnt´ er das nicht: Es ist alles durchwebt von Vermutung.“ (Xenophanes)

Als ich diese Sätze zum ersten Mal las, haben sie mich verblüfft wie kein anderer Satz eines abendländischen Denkers davor. Und danach. Ein seltenes Kleinod intellektueller Redlichkeit und Einsicht.

Und wahrscheinlich gibt es heute – zweieinhalb Jahrtausende, nachdem diese Hexameter geschrieben wurden – keinen ernst zu nehmenden Naturwissenschafter, der ihnen nicht schlicht und einfach zustimmen würde.“, so der bekannte und überaus populäre Wiener Schauspieler Heinz Marecek in seinem neuen Buch „Leben ohne Rezept / mit Christine“.

Und er fährt fort: „Das Spannende ist doch, jeden Tag in die Hand zu nehmen – wie ein Tischler ein Stück Holz, oder ein Schuster ein Stück Leder – und zu überlegen, was man damit machen kann. Wo kann man etwas reparieren, wo etwas falsches vielleicht ein bisschen besser machen.“

"Man kann Silvester kaum schöner verbringen, als mit Karlheinz Hackl (links, †) im Burgtheater ins neue Jahr zu spielen!", so ein Marecek-Zitat. Man muss dem Autor beipflichten - das alte Jahr könnte schöner nicht enden, das neue nicht lustiger beginnen, als der optischen Präsenz dieser beiden Ausnahmekönner des österreichischen Kabaretts beiwohnen zu dürfen. Foto: oepb

“Man kann Silvester kaum schöner verbringen, als mit Karlheinz Hackl (links,†, hier mit dem Programm Was lachen Sie”) im Burgtheater ins neue Jahr zu spielen!”, so ein Marecek-Zitat. Man muss dem Autor beipflichten – das alte Jahr könnte schöner nicht enden, das neue nicht lustiger beginnen, als der optischen Präsenz dieser beiden Ausnahmekönner des österreichischen Kabaretts beiwohnen zu dürfen. Foto: oepb

Heinz Marecek, geboren am 17. September 1945 in Wien, besitzt jene von Gott gegebene Gabe, über eine Aura, eine Ausstrahlung zu verfügen, die für jeden Komödianten schier mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen ist. Er betritt die Bühne im Theater, oder eben auch die Szene im Film und ein leichtes Schmunzeln umgibt die Lippen des Betrachters, weil man weiß, dass jetzt nur mehr etwas Lustiges folgen kann. Fußball-Trainer und „WödmastaErnst Happel meinte dereinst, dass für ihn ein Tag ohne Fußball ein verlorener Tag ist. Bei Heinz Marecek muss es lauten, dass ein Tag ohne Lachen ein verloren gegangener Tag ist. Es tut gut, ihn bei der Arbeit, die ihm optisch gesehen äußerst locker und flockig von der Hand und mehr noch von den Lippen zu gehen scheint, beobachten zu dürfen und seinen ausschweifenden Ausführungen lauschen zu können. Die Bretter des Theaters, die für so viele die Welt bedeuten, biegen sich immer und immer wieder nicht nur auf der Bühne, sondern vor Lachen und Begeisterung natürlich auch im Zuschauerraum, wenn der Mime zu seinen absolut punktgenau gesetzten Pointen die dazu passenden Gesichts-Verrenkungen setzt. Der beste Sketch ist nur halb soviel wert, wenn das absolut dazugehörige Gesicht, die Mimik und die Ausdrucksweise flöten geht.

Es ist unglaublich, genau genommen, dass der Publikumsliebling bereits seinen 70. Geburtstag feiern konnte. Unglaublich insofern, da es bei ihm eigentlich heißen müsste, dass er Siebzig Jahre jung ist, denn alt sehen wahrlich andere aus. Dem aber nicht genug, so stand auch der 30. Hochzeitstag mit seiner geliebten Gattin Christine an. Aus diesem Anlass lässt er nun sein breites Publikum einmal mehr an seinem Leben abseits von Theaterbühnen und vielerlei TV-Produktionen teilhaben und plaudert aus dem Leben … eben ganz und gar ohne Rezept.

Wir glauben nicht an Rezepte – fürs Leben. Und wir sind überzeugt, dass viele Konflikte nur daher kommen, dass Menschen glauben, solche zu haben und mit diesen andere Menschen mit Gewalt glücklich machen wollen. Ein Phänomen, dem wir tagtäglich mit Schauern begegnen. Rezepte kann man auch nur von Dingen herstellen, die man kennt. Sie entstehen durch ausprobieren. Aber wir leben alle zum ersten Mal. Wir haben noch kein anderes Leben ausprobiert. Alles passiert uns zum ersten Mal – also wie könnte man dafür ein Rezept haben?“, so der Autor in seinem Buch.

 Heinz Marecek plaudert aus dem Nähkästchen des Lebens und erinnert an seinerseits unvergessliche Partner wie die leider bereits sehr früh verstorbenen Kurt Sowinetz und Helmut Qualtinger. Foto: oepb

Heinz Marecek plaudert aus dem Nähkästchen des Lebens und erinnert an seinerseits unvergessliche Partner wie die leider bereits sehr früh verstorbenen Kurt Sowinetz und Helmut Qualtinger. Foto: oepb

Beide – Christine und Heinz – erzählen aus ihren Leben, die zuerst getrennt verliefen, um dann, spätestens 1985, zu einem Gemeinsamen zu verschmelzen. Wer von den beiden ihr Domizil auf Ibiza entdeckte und wie es dazu kam, dass die spanische Balearen-Insel im Mittelmeer zum beiderseitigen Lebensmittelpunkt wurde. In diesem Buch schildern „die Mareceks“ von 30 Jahren gemeinsamer Lösungsversuche, gemeinsamem Kochen, Essen, Trinken, Reden, Lachen, Streiten mit ihren Kindern, ihren Freunden und mit wildfremden Menschen. Davon, wie es ihnen natürlich nicht gelungen ist, gültige Lösungen zu finden, aber welchen Spaß es macht, gemeinsam weiter und immer wieder aufs Neue danach zu suchen.

 

Gibt es so etwas wie ein allgemein gültiges Patentrezept fürs Glücklichsein? „Nein! Unserem Leben müssen wir uns täglich neu stellen. Es ist täglich Premiere.“, so Heinz Marecek.

Leben ohne Rezept – mit Christine
von Heinz Marecek
242 Seiten, durchgehend vierfärbig, zahlreich bebildert
Format: 14,6 x 22 cm
zum Preis von € 22,95 (Österreich und Deutschland), Schweiz: SFr 28,90
ISBN 978-3-99050-008-08

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Auch als E-Book erhältlich
eISBN 978-3-902998-96-5

www.amalthea.at

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