kult! 100 Fußballer Bundesliga ´63-´89

kult Edition 1_2019 100 FußballerFrüher war alles besser!” Wirklich? Nicht nur, aber gerade auch, wenn es um Fußball geht, dürfte die Antwort nicht zuletzt davon abhängen, wem man diese Frage stellt. So mögen kult!-Leser zwar den athletischen Hochgeschwindigkeits-Kick des Digitalzeitalters goutieren, dürften aber den absurden Personenkult und die irrwitzigen Geldflüsse im durch und durch globalisierten Fußball(-geschäft) wohl zutiefst ablehnen.

Und manch einer mag sich wohl zurücksehnen nach einer Zeit, als die Spieler ihre Schuhe nach schwarz und ihre Haut gänzlich unbefleckt trugen. Der Fußball jener Zeit scheint aus heutiger Sicht buchstäblich und auch im übertragenen Sinne sauberer und reiner zu sein. Dass die Nostalgie dabei manches romantisch verklärt, ist jedoch Fakt. Hatte die Bundesliga ihre Unschuld doch noch im Kindesalter verloren, als das Gerechtigkeitsempfinden der Fans durch den Bestechungsskandal erstmals zutiefst verletzt wurde.

Und doch lieben wir die Zeiten über alles, als die „falsche 9“ noch nicht erfunden und der Videobeweis nicht einmal eine Vision war. Wir schwelgen in ikonischen Bildern, wie dem DFB-Pokalfinale (Anm.: 1982) zwischen dem FC Bayern und dem Club aus Nürnberg, als Dieter Hoeneß mit blutverschmiertem Turban zum Helden wurde. Oder schmunzeln noch heute über das Ungeschick des Dortmunder Borussen Frank Mill, der Bayern-Keeper Jean-Marie Pfaff längst hinter sich gelassen hatte, dann aber freistehend vor dem Tor nur den Pfosten traf (Anm.: 1986). Und wir verdrücken immer wieder auf Neue ein paar Tränen, wenn uns der viel zu früh verstorbene Bruno Pezzey (Anm.: † 31. 12. 1994) in den Sinn kommt, der vielleicht beste Libero seiner Zeit.

Die vorliegende Auswahl hätte mancher Leser vielleicht ein wenig anders getroffen, und der eine mag diesen, der andere jenen Protagonisten vermissen. Tatsächlich wäre es wohl kein Problem gewesen, 150 oder vielleicht sogar 200 Namen zusammenzutragen – sie alle hätten ihre Berechtigung gehabt. Letztlich aber hat die Logistik Grenzen gesetzt. Und wir hoffen, dass die großartigen Fußballer, die hier nun zu finden sind, bei jedem Fan wunderbare Erinnerungen wachrufen an eine Zeit, die vielleicht nicht besser, aber eben doch auf eine andere Weise schön war als die heutige.“ – so das Vorwort von Chefredakteur Andreas Kötter in der kult!-Edition / Ausgabe 1/2019.

oepb-Rezension

Die Deutsche Fußball-Bundesliga! Seit Sommer 1963 zieht sie Millionen Fußballfans jedes Wochenende aufs Neue in ihren Bann. Man kommt an ihr einfach nicht vorbei. In früheren Jahren hieß es sogar, dass sie – die Bundesliga – die Beste der Welt sei. Heute spricht DFB-Manager Oliver Bierhoff davon, dass sich die Bundesliga in eine reine Entwicklungsliga entwickelt. Dies mag für Deutsche Fußballfans zwar sehr hart klingen, trifft den Nagel aber auch irgendwo auf den Kopf. Umso erfreulicher ist es dann, einzutauchen, in die Erinnerung an andere Zeiten. An Zeiten, in denen die Stadien zwar auch nicht gerade schlecht besucht waren, aber bei weitem nicht so voll und hoffnungslos ausverkauft wie heutzutage. An Zeiten, in denen man am Spieltag – auch bei Schlagerspielen – noch direkt und vor Ort an den Kassenhäuschen Eintrittskarten sämtlicher Kategorien zu vernünftigen Preisen ergattern konnte. An Zeiten, in denen das Transistor-Radio und die allwöchentliche Sport-Reportage an Samstag Nachmittagen quasi zum guten Ton gehörte. Und an Zeiten, in denen Aktive noch in Baumwoll-Dressen der beiden Marken der Gebrüder Dassler ihrer fußballerischen Arbeit nachgingen. Was waren das doch für Kracher, diese Allofs, Fischers, Kremers, Maiers, Müllers, Seelers und Konsorten, die allesamt prägend waren für das Bild, das die Deutsche Fußball-Bundesliga auch heute noch abgibt. Die Erinnerung lebt somit an genau diese Zeit einmal mehr auf und jene 100 Fußballer, die in diesem prächtigen Hochglanz-Magazin – ein jeder auf einer Din A4-Seite – vorgestellt werden, bringt so manches Schmankerl und auch vergessene Traum-Tor wieder zum Vorschein.

Ein gelungenes Werk des NikMa-Verlages an „die gute alte Zeit“, die zwar nicht unbedingt besser – aber eben jünger, anders und somit auch irgendwie schöner war …

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Klaus Fischer – der “Silvio Piola” unter den deutschen Fußballern

www.goodtimes-kult.de

www.bundesliga.de

 

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