Koralmtunnel Durchschlag / ÖBB feiern neue Verbindung

Die ÖBB feiern den Koralmtunnel-Durchschlag als neue neue und zügige Verbindung zwischen der Steiermark und Kärnten. Foto: ÖBB / Zenz

Die ÖBB feiern den Koralmtunnel-Durchschlag als neue neue und zügige Verbindung zwischen der Steiermark und Kärnten. Foto: ÖBB / Zenz

Anlässlich des historischen Durchschlags im Koralmtunnel am 14. September 2018 kamen zahlreiche Ehrengäste zusammen, um den steirischen Tunnelbohrer symbolisch in Kärnten zu empfangen. Gefeiert wurde die neue Verbindung auch im Internet via „Koralmbahn TV“.

Es ist einer der wichtigsten Meilensteine seit Beginn des Jahrhundertprojekts Koralmbahn: der erste Tunneldurchschlag im 33 Kilometer langen Koralmtunnel. Exakt 17.127 Meter hat der Tunnelbohrer (Mauli 1) seit 2013 vom steirischen Leibenfeld aus in der Südröhre zurückgelegt. Gemeinsam mit dem zweiten steirischen Tunnelbohrer (Mauli 2) bedeutet das Weltrekord für die längsten durchgehenden Vortriebsleistungen unter diesen Bedingungen.

Steiermark und Kärnten rücken zusammen
Zahlreiche Gäste sind aus diesem Grund in St. Paul im Lavanttal zusammengekommen, um vor dem Kärntner Tunnelportal die neue Verbindung zwischen den beiden Bundesländern zu feiern und den steirischen Tunnelbohrer symbolisch zu empfangen. Unter anderem mit dabei: Bundesminister Norbert Hofer, ÖBB Infrastruktur Vorstandsdirektor Franz Bauer, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Landeshauptmann Peter Kaiser, Hatto Käfer von der Europäischen Kommission, Tunnelpatinnen Uli Wehr, sowie zahlreiche Bürgermeister/innen der Gemeinden entlang der Koralmbahn, Interessenvertreter/innen und Projektpartner/innen aus der Steiermark und Kärnten.

Neues Zeitalter im Süden
Franz Bauer, Vorstandsdirektor ÖBB Infrastruktur AG:Dieser Tunneldurchschlag markiert einen der wichtigsten Meilensteine seit Beginn des Jahrhundertprojekts Koralmbahn. Gleichzeitig steht dieser Durchschlag auch symbolisch für den Fortschrifft am Ausbau der gesamten Südstrecke, der bei den ÖBB seit vielen Jahren hohe Priorität hat.“
 
Norbert Hofer, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie: „Mit dem Tunneldurchschlag werden die Vorteile der neuen Südstrecke immer sichtbarer und greifbarer. Sie bringt nicht nur mehr Komfort, mehr Mobilität, mehr Beschäftigung, mehr Wohlstand, sondern dient auch der Absicherung des gesamten Wirtschaftsstandortes Österreich.“

Hatto Käfer, Vertreter der Europäischen Kommission:Die Koralmbahn zählt auch europweit zu den bedeutendsten Verkehrsinfrastrukturprojekten. Sie ist ein Schlüsselprojekt entlang des Baltisch-Adriatischen Korridors und wird die Regionen und Wirtschaftsräume zwischen der Ostsee und dem adriatischen Raum besser miteinander verbinden.“

Peter Kaiser, Landeshauptmann Kärnten:Diese neue Verbindung zwischen unseren Bundesländern läutet ein neues Zeitalter im öffentlichen Verkehr im Süden Österreichs ein. Wir freuen uns schon jetzt auf eine ungeheure Stärkung des Wirtschaftsstandorts Südösterreich und auf 45 Minuten Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt.“

Hermann Schützenhöfer, Landeshauptmann Steiermark: „Dieser Durchschlag ist ein schönes Symbol für die neue Verbindung, die mit der Koralmbahn entsteht. Für die Steiermark eröffnet sich damit eine ideale Anbindung an bedeutende Wirtschaftsräume. Das ist von enormer Bedeutung, denn gute Verkehrsverbindungen sorgen letztlich dafür, dass sich Betriebe hier niederlassen und somit neue Arbeitsplätze entstehen. Zudem profitiert in Zukunft der Fahrgast von weit schnelleren Verbindungen.“

Hermann Primus, Bürgermeister St. Paul im Lavanttal:Die Koralmbahn ist nicht nur ein Jahrhundertprojekt, sondern vor allem eine Jahrhundertchance für die Region und die Gemeinden, die künftig an einer echten Lebensader liegen. Die neue Verbindung durch die Koralpe veranschaulicht eindrucksvoll die Dimensionen dahinter.“

Josef Wallner, Bürgermeister Deutschlandsberg: „Der Durchschlag des Koralmtunnels bringt uns einen großen Schritt weiter in der Erfüllung eines Lebenstraums in Form der Koralmbahn, die für die Region einen enormen Aufschwung bedeutet. Ich freue mich sehr auf diese Verbindung, die es ermöglicht in 23 Minuten von Lavanttal nach Deutschlandsberg zu reisen.“
 
Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender Strabag SE: „Ein Tunneldurchschlag ist immer etwas ganz besonderes im Tunnelbau. Vor allem, wenn es sich um ein so großes und wichtiges Projekt in der Heimat handelt. Entsprechend stolz sind wir auf diese Leistung und schauen optimistisch auf die Herausforderungen, die noch vor uns liegen.“
 
Hans Köhler, Direktor Tunnelbau Porr: „Der Tunnelbau gilt als eine der anspruchsvollsten Herausforderungen der Ingenieurskunst. Hier gilt es ein großes Lob an die ausgezeichneten Mineure, Ingenieure, Geologen, Planer, Vermesser und alle Tunnelbauer und Mitarbeiter/innen zu richten, die hier tagtäglich Außergewöhnliches leisten.“

Koralmbahn TV
Gefeiert wird aber nicht nur vor Ort, sondern auch entlang der Südstrecke an den Hauptbahnhöfen Wien, Graz und Klagenfurt, sowie im Internet. Per „Koralmbahn TV“ konnten Interessierte auf der ÖBB Projektwebsite www.oebb.at/koralmbahn oder an drei Public Viewing Standorten an den Hauptbahnhöfen verschiedene TV-Beiträge, exklusive Interviews und die Feierlichkeiten live mitverfolgen.

Jahrhunderprojekt
Der Koralmtunnel gilt als Kernstück der 130 Kilometer langen Hochleistungsstrecke zwischen Graz und Klagenfurt und als eines der anspruchsvollsten Bauwerke der Welt. Seit 15 Jahren wird an dem sechstlängsten Eisenbahntunnel der Welt rund um die Uhr gearbeitet, seit zehn Jahren an den beiden Hauptbauabschnitten. Mit dem kürzlich erfolgten historischen Durchschlag in der Südröhre gibt es erstmals eine direkte Verbindung zwischen der Steiermark und Kärnten – direkt durch das Gebirgsmassiv der Koralpe. Nach dem Durchschlag ist vor dem Durchschlag

Weniger als sechs Kilometer fehlen von Kärntner Seite aus noch bis zum zweiten Durchschlag in der Nordröhre. Diese verbleibenden Kilometer übernimmt „Kora“, jener Tunnelbohrer der 2015 vom Kärntner Lavanttal aus gestartet ist. Eine Besonderheit hier sind die unterschiedlichen Gesteinsformationen im Berg. „Kora“ wurde deshalb so konstruiert, da sie umgebaut werden kann. Nachdem sie die ersten fünf Kilometer als Lockergesteinsmaschine unterwegs war, wird der Rest als Hartgesteinsmaschine aufgefahren. Auf steirischer Seite wird indessen bereits an der Betoninnenschale und an den Sohlplatten gearbeitet.

In 45 Minuten von Graz nach Klagenfurt
130 Kilometer neue Strecke, davon 47 Tunnelkilometer, über 100 Brücken, sowie zwölf neue Bahnhöfe und Haltestellen: Die Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt zählt zu den bedeutendsten Verkehrsinfrastrukturprojekten in Europa. Sie ist Teil der Südstrecke und damit wichtiger Bestandteil des Baltisch-Adriatischen Korridors. Aus österreichischer Sicht bedeutet die Koralmbahn speziell für den Wirtschaftsstandort Südösterreichs eine entscheidende Strukturverbesserung. So wird sich die kürzeste Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt von derzeit knapp drei Stunden auf nur 45 Minuten verkürzen. Rund 90 Prozent der Strecke sind derzeit in Bau oder bereits fertiggestellt. Die Gesamtinbetriebnahme ist mit 2025 geplant.

Quelle: ÖBB

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ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 115 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2017 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 41.107 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

www.oebb.at  

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