„Grüner Neustart” als Chance nicht zu Lasten der Land- & Forstwirtschaft

“Der „Grüner Neustart” bietet eine Chance, die aber nicht zu Lasten der Land- und Forstwirtschaft stattfinden darf. Eine „Farm to Fork-Strategie“ muss die Selbstversorgung in Europa zusichern.”, fordert der ÖVP-Europaabgeordnete und Umweltsprecher Alexander Bernhuber. Foto: © Lahousse

Der „Grüner Neustart” bietet eine Chance, die aber nicht zu Lasten der Land- und Forstwirtschaft stattfinden darf. Eine „Farm to Fork-Strategie“ muss die Selbstversorgung in Europa zusichern.”, fordert der ÖVP-Europaabgeordnete und Umweltsprecher Alexander Bernhuber. Foto: © Lahousse

„Mehr denn je brauchen wir jetzt einen Green Deal, der die harte Arbeit der heimischen Land- und Forstwirte wertschätzt. Der von Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans beschriebene „Grüne Neustart” nach der Corona-Krise muss in vielen Punkten neu gedacht werden!“, so Alexander Bernhuber, Umweltsprecher der ÖVP im Europaparlament, zu einer Aussprache im Umweltausschuss des EU-Parlaments mit Kommissionsvizepräsident Timmermans.

Kommende Woche hätte die Kommission die Biodiversitätsstrategie und Farm to Fork Strategie als Teil des EU-Klimaschutzpakets vorgestellt.

Jetzt bestätigte Timmermans, dass es zu einer Verschiebung um mehrere Wochen komme. „Das ist die richtige Entscheidung, denn jetzt gelten andere Prioritäten. Die Kommission braucht während der Krise nichts Unausgereiftes in die Wege leiten, das die Land- und Forstwirtschaft maßgeblich und womöglich negativ beeinflusst.“, sagt Bernhuber.

Neuer, ehrlicher Green Deal im Sinne der Land- und Forstwirtschaft

„Timmermans muss Lehren aus der Krise ziehen und den Green Deal neu aufbauen. Die Farm to Fork-Strategie muss noch mehr das Ziel haben, die Selbstversorgung mit Lebensmitteln in Europa zu sichern!”, sagt Bernhuber. Die EU habe bei der adäquaten Versorgung von Medikamenten oder Schutzausrüstung bereits viel Kritik einstecken müssen und die Kommission sei gefordert, aus Fehlern zu lernen. „Das Resultat der Farm to Fork- und der Biodiversitätsstrategie darf nicht sein, dass wir Flächen stilllegen, im Dünger- und Pflanzenschutzmitteleinsatz starke Einschränkungen haben und gleichzeitig noch mehr Lebensmittel aus Drittstaaten importiert werden, die nicht unseren Standards genügen.“, sagt Bernhuber. Er fordere außerdem, dass Timmermans die Stimmen der Landwirtschaft künftig ernster nehme und aktiv in den Gesetzgebungsprozess einbinde.

„Die heimische Landwirtschaft braucht jetzt mehr denn je Unterstützung und Solidarität von der Europäischen Union. Eine klare Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln, eine voll ausfinanzierte GAP 2021+ und endlich ein Ende des Mercosur-Handelspakts, wären wichtige Signale im Sinne der Land – und Forstwirtschaft.“, schloss Bernhuber seine Ausführungen.

Quelle: Bauernbund

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