Die Geschichte der Schallaburg

Ein verträumter Blick auf die sich im Abendrot befindliche Schallaburg. Foto: Manfred Horvath

Ein verträumter Blick auf die sich im Abendrot befindliche Schallaburg. Foto: Manfred Horvath

 

Als schönstes Renaissanceschloss nördlich der Alpen gilt die Schallaburgein Kulturjuwel im Herzen des Mostviertels - zusammen mit dem Stift Melk als Niederösterreichs beliebtestes Ausflugsziel. Mit ihrem charakteristischen Aussehen durch die architektonisch reizvolle Verbindung des mittelalterlichen Palas und des ausladenden Terrakotta-Arkadenhofs im Stil der Renaissance zählt die Schallaburg zu den größten Kulturschätzen des Landes.

Lediglich fünf Kilometer von Melk entfernt hat sich die Schallaburg seit dem Ankauf durch das Land Niederösterreich 1968 und seiner Wiedereröffnung 1974 als Ausstellungszentrum auf internationalem Niveau etabliert, das weit über die Grenzen Niederösterreichs hinaus wirkt.

 

Ausstellungszentrum auf internationalem Niveau

Buntes Treiben in geselligen Runden im Innenhof der Schallaburg. Foto: Pressefoto Lackinger

Buntes Treiben in geselligen Runden im Innenhof der Schallaburg. Foto: Pressefoto Lackinger

Seit ihrer Eröffnung mit der Niederösterreichischen Landesausstellung „Renaissance in Österreich“ (1974) wird die Schallaburg mit jährlich wechselnden Ausstellungen bespielt. Dabei reicht das Spektrum von zeitgeschichtlichen Themen wie „Österreich ist frei“ (2005) anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Unterzeichnung des Staatsvertrages, über Fragen der Populärkultur wie „Die wilden Fünfziger-Jahre“ (1985) oder „Die 60er. Beatles, Pille und Revolte“ (2010) bis hin zu ethnografischen Ausstellungen wie „Indianer – Ureinwohner Nordamerikas“ (2008). Anno 1983 („Peru durch die Jahrtausende“) wurde die Schallaburg zum zweiten Mal Austragungsort der Niederösterreichischen Landesausstellung. Im Jahre 2012 eröffnete die Ausstellung „Das Goldene Byzanz & der Orient“ 140.065 Besuchern mit einem Blick in die Geschichte vollkommen neue Perspektiven auf das heutige Europa. Unter den Gästen fanden viele Österreicher, deren Wurzeln im ehemaligen Byzantinischen Reich liegen, hochrangige Vertreter der orthodoxen Kirche, sowie internationale Vertreter der wissenschaftlichen Community.

„Seitdem das Kulturjuwel 1974 wieder in altem Glanz erstrahlt, hat die Schallaburg als internationales Ausstellungszentrum über 5 Millionen Besucher angezogen und sich damit zu einem Schaufenster der Kulturarbeit in Niederösterreich entwickelt.“, zeigt sich Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll sichtlich stolz. „Die Ausstellungen ermöglichen es, in bunter, interessanter und lebendiger Form aus der

Innenhof-Blick auf den Burgfried der Schallaburg. Foto: Manfred Horvath

Innenhof-Blick auf den Burgfried der Schallaburg. Foto: Manfred Horvath

Geschichte zu lernen und mit diesem Blick zurück Kraft für die Gegenwart und Zukunft zu schöpfen.“, so der Landeshauptmann weiter. „62 Prozent der Gäste verbinden mit dem Besuch der jeweiligen Ausstellung ein weiteres kulturelles, touristisches oder gastronomisches Angebot in der Region. Die Schallaburg ist damit auch ein unverzichtbarer Impuls für das Mostviertel und die Wachau.“, so Erwin Pröll. Um die Ausstellungen für die ganze Familie zum Erlebnis zu machen, bereiten eigene museumspädagogische Programme die Inhalte der Ausstellungen spannend und leicht verständlich auf. Interaktive Bereiche, spezielle Objekttexte und Rätselhefte laden die jüngsten Besucher der Schallaburg zum Entdecken, Mitdenken und Hinterfragen ein.

Zwischen Mittelalter und Renaissance

Das wertvollste Exponat aller Ausstellungen ist zweifellos die Schallaburg selbst, was auch an der wechselhaften und spannenden Geschichte des Herrschaftssitzes deutlich wird. Die ältesten Teile der Burg gehen auf die zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts zurück. Der Palas, auch das „Feste Haus“ genannt, zählt heute zu einer der ältesten erhaltenen Wohnbauten Österreichs. Die Errichtung des Palas und der dazugehörigen Ringmauer, der so genannten „Bering“, sowie der romanische Kapelle werden Sieghard dem X. aus dem Geschlecht der Sieghardinger zugeschrieben. Die erste urkundliche Erwähnung der Schallaburg 1121 ist mit seinem Sohn, Graf Sieghard XI. verbunden, der bereits den Beinamen „zu Schal(l)a“ trug. Nach dem Tod des letzten Grafen von Schalla fiel das Schloss wechselnden Besitzern zu. 1450 erbte das wohlhabende Geschlecht der Losensteiner die Burg. Unter Christoph Losenstein und unter seinem Sohn Hans Wilhelm wurde die Schallaburg zum dreiflügeligen Renaissanceschloss ausgebaut. Nach dem Vorbild italienischer Palazzi schufen sich die Losensteiner einen Herrensitz, dessen beeindruckende Silhouette heute weithin zu sehen ist. Von 1572 bis 1600 wurde neben dem Garten auch der große Arkadenhof mit seinen repräsentativen zweigeschossigen Laubengängen und dem einzigartigen Terrakotta-Schmuck errichtet. Im 16. Jahrhundert spielte die Schallaburg für die evangelische Bewegung eine bedeutende Rolle.

Der charakteristische Terrakotta-Arkadenhof der Schallaburg erzählt zahlreiche Geschichterln. Die damaligen Hafnermeister hatten durchwegs Humor. Foto: Rita Newman

Der charakteristische Terrakotta-Arkadenhof der Schallaburg erzählt zahlreiche Geschichterln. Die damaligen Hafnermeister hatten durchwegs Humor. Foto: Rita Newman

Die Terrakottareliefs und -skulpturen, bestehend aus etwa 1.600 Einzelteilen, stammen vom Hafnermeister Jakob Bernecker aus Hallein und stellen mythologische Szenen, zahlreiche Wappen in gemalter wie plastischer Form, Fabelwesen, Masken und Fratzen dar. Auch das Hundefräulein, dem eine Sage der Schallaburg zugrunde liegt, ist unter den Terrakotten verewigt. Die Geburt des Mädchens mit dem Hundekopf und Hundepfoten soll nur eine von vielen unheimlichen Begebenheiten rund um einen blutigen Bruderzwist der Losensteiner gewesen sein. Der Legende zufolge sucht der Geist des Hundefräuleins noch heute die Schallaburg heim und kündigt den Tod eines Burgbewohners an.

Die Wiedergeburt des Kulturjuwels

Nach seinem Tod 1601 hinterließ Hans Wilhelm von Losenstein seinem Neffen Georg Christoph viele Schulden, daher übernahm sein Schwiegervater Georg von Stubenberg die Schallaburg. Ein Nachfolger, der Barockdichter Johann Wilhelm von Stubenberg, sah sich angesichts der Gegenreformation jedoch gezwungen, die bisher protestantische Schallaburg 1660 an die katholische Familie Kletzl von Altenach aus dem Elsass zu verkaufen. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts war die Schallaburg bis 1940 im Eigentum der Freiherren von Tinti, einem Geschlecht italienischer Herkunft. Nach dem Kauf der Burg durch den deutschen Baron Nagel-Doornick 1940 wurde die Schallaburg 1945 als deutsches Eigentum beschlagnahmt und in die russische Verwaltung eingegliedert. 1955 erhielt die Republik Österreich mit der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags das Kulturjuwel zurück. Mit dem Erwerb der Schallaburg durch das Land Niederösterreich 1968 begannen umfangreiche Umbau- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 17. Mai 1974 wurde die Schallaburg als Ausstellungszentrum mit Mostviertler Flair wieder eröffnet. Da die Gestalt des ursprünglichen Renaissancegartens damals nicht bekannt war, wurde die Grünanlage 1973/74 im Rahmen eines Projektes der Gartenbauschule Schönbrunn dem Vorbild historischer Gärten nachempfunden.

Den Geheimnissen der Schallaburg auf der Spur

Die Restaurierung und Erhaltung der Schallaburg bleibt weiterhin ein Schwerpunkt bei der Arbeit mit dem Renaissancejuwel. So bekam etwa die Burgkapelle nach über 70 Jahren im März 2011 ihre beiden Glocken wieder. Um die Renovierungsarbeiten mit der nötigen Umsicht durchführen zu können, ist eine stetige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Bausubstanz und Geschichte der Burg erforderlich.

Susen Okotie und Rudolf Macher von gapstar pro. Foto: Schallaburg flom

Susen Okotie und Rudolf Macher von gapstar pro. Foto: Schallaburg flom

Die Analyse der Gebäude bis auf jeden einzelnen Stein, modernste Technologien, wie Bodenradar oder Dendrochronologie, die das Alter von Holzkonstruktionen bestimmen kann, sowie die Verknüpfung aller Informationen bringen immer wieder neue, spannende Erkenntnisse: So ist etwa der Palas wesentlich älter als angenommen. Im Zuge historischer Forschungen ist erstmals eine beachtliche Beschreibung des historischen Gartens zutage getreten. Die Ergebnisse der intensiven interdisziplinären Forschung der vergangenen drei Jahre wurden in der umfangreichen Publikation „Die Schallaburg. Geschichte – Archäologie – Bauforschung“ zusammengefasst, die im Shop der Burg erhältlich ist. In Form von interaktiven Burgführungen laden die Kulturvermittler zu einer Reise durch die Geschichte des Kulturjuwels ein.

Umfangreiches Programm für die ganze Familie

Als schönstes Renaissanceschloss nördlich der Alpen lädt die Schallaburg jedes Jahr aufs Neue mit einem abwechslungsreichen Programm zum Staunen, Entspannen und Genießen ein. Die Besucher können im Rahmen von interaktiven Führungen die Schallaburg und ihre reichhaltige Geschichte erkunden. Das Schlossrestaurant im großen Arkadenhof verwöhnt seine Gäste mit Köstlichkeiten aus dem Mostviertel. Vielfältige Veranstaltungen machen die Schallaburg zum Festplatz der ganzen Region.

Am 21. und 22. September 2013 steigt das „Große Familienfest“ auf der Schallaburg. Foto: Rita Newman

Alljährlich im September  steigt das „Große Familienfest“ auf der Schallaburg. Foto: Rita Newman

Vom bunten Familienfest, über die köstlichen Schmankerlwochen, dem Tag der Goldenen Generation, bis hin zum Naturgartenfest ist sprichwörtlich für jeden Geschmack etwas dabei. Für individuelle Festivitäten wie Betriebsfeiern, Tagungen, Seminare, Geburtstags- und Weihnachtsfeiern oder Ritteressen bietet die Burg ebenfalls ein ideales Ambiente. Eine besondere Attraktion für kleine Burgbesucher ist der außergewöhnlich gestaltete Abenteuerspielplatz im Burggraben. Der 30 Meter lange Drache lässt Kinder aus seinem Maul herausrutschen, in seinem Körper herumklettern und seine vielen Geheimnisse entdecken.

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Beim „Naturgartenfest“ auf der Schallaburg kommen auch junge „Gartler“ auf ihre Kosten. Foto: www.photo-graphic.at

Beim „Naturgartenfest“ auf der Schallaburg kommen auch junge „Gartler“ auf ihre Kosten. Foto: www.photo-graphic.at

Ein Ausflugsziel im Herzen des Mostviertels

Nicht nur der historische Garten mit seinen bezaubern Grünanlagen, Blumen, Kräutern, Knotenbeeten, Rosenstöcken und Apfelhainen lädt zum Spazieren und Verweilen ein. Die zahlreichen Wanderwege rund um die Burg verführen zur Entdeckung des Mostviertels mit seiner kontrastreichen Landschaft: Der milde, fruchtbare Norden steht der wildromantischen alpinen Bergwelt im Süden gegenüber. Vom Feuerwehrmuseum bis zur Wollwerkstatt, von der Papiermühle bis zur Herstellung von Edelbränden, vom Hanfbauernhof bis zur Hofkäserei, vom Lamawanderland bis zum bäuerlichen Wildgehege bietet das Mostviertel mit seinen fünf Wallfahrtskirchen noch viele weitere Attraktionen. Auch für jeden Gast der Wachau ist ein Besuch auf der Schallaburg ein absolutes Muss.

Der historische Garten der Schallaburg – ein Gartenjuwel und Ort der Lebensfreude der Renaissance

Mit dieser einzigartigen Kombination von mittelalterlicher Wohnburg und Renaissanceschloss ist die Schallaburg nicht nur ein architektonisches Juwel. Als die Losensteiner im 16. Jahrhundert die Schallaburg zu einem Herrensitz ausbauten, scheuten sie auch bei der Errichtung des Gartens keine Kosten und Mühen. Auf 6.500 Quadratmetern ließen sie eine Grünanlage entstehen, die weithin als modellhaft galt. Der ursprünglich reichlich mit Fresken, Statuen und Wasserkunst ausgestattete Kryptoporticus, eine Art Gartensaal, sowie ein so genanntes „Ballhaus“, in dem eine Vorform des heutigen Tennissports praktiziert wurde, zeugen von der Bedeutung der Schallaburg. Derartige Einrichtungen sind sonst nur von Fürstenhöfen oder im städtischen Bereich bekannt. Über dem Kryptoporticus bot die Galerie einen einmaligen Blick auf Schloss und Garten.

Schön wie im Märchen - so offenbart sich der historische Garten der Schallaburg seinen Besuchern. Foto: Rita Newman

Schön wie im Märchen – so offenbart sich der historische Garten der Schallaburg seinen Besuchern. Foto: Rita Newman

Daneben sorgte eine Schießstätte beim Üben mit Pfeil und Bogen, Armbrust oder Muskete für Unterhaltung.

 

Den Forschergeist an der Wurzel packen

Von den meisten Renaissancegärten sind nur noch die baulichen Strukturen im ursprünglichen Zustand erhalten. Die Bepflanzungen haben sich im Laufe der Jahrhunderte stark verändert. In manchen Fällen hat man in den letzten zweihundert Jahren versucht, die Gartenstrukturen der Renaissance mit Rekonstruktionen nachzuempfinden. Ein ähnliches Schicksal widerfuhr dem historischen Garten der Schallaburg. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg als ackerbauliche Fläche genutzt, wurde er in den 1970er-Jahren als Projekt der Gartenbauschule Schönbrunn als formaler Garten mit Renaissanceelementen gestaltet. Dabei erhielt er das für heute typische Aussehen: Eine Hälfte des Gartens sorgt mit ihrem Apfelhain für Orte der Entspannung, die zweite ist durch symmetrisch angelegte Beete und Zierpflanzen geprägt. Im Dezember 2010 fand der Historiker und Schallaburg-Forscher Johannes Kritzl im Oberösterreichischen Landesarchiv einen Herrschaftsanschlag, eine Art Schätzgutachten, der um das Jahr 1655 entstanden sein muss. Dieser Herrschaftsanschlag ist die erste Textquelle, die den Garten eingehend beschreibt: Von „ain schene wasserkhunst mit vil springendten wassern“, von „allerley schenes buemblwerch, obstpaumb und schene weinheckhen“, „ain schenes lusthaus mit zigln gepflastert und mit figurn gemallen“ sowie von „drey schene lustige thürn mit der ringmaur eingefangen“ ist darin die Rede. Dieser sensationelle Fund stachelte den Forschergeist an.

Die kleine Luise aus St. Pölten beim Erklimmen der Kletterwand im historischen Garten der Schallaburg. Foto: Pressefoto Lackinger

Die kleine Luise aus St. Pölten beim Erklimmen der Kletterwand im historischen Garten der Schallaburg. Foto: Pressefoto Lackinger

Nach Bodenradar-Untersuchungen kam es im November 2011 auch zu archäologischen Sondierungsgrabungen, mit denen das Fundament des Brunnens und Überreste weiterer baulicher Strukturen gefunden werden konnten.

Die Schallaburg lädt zum „Schmankerlfest“ an „Ernte Dank“ am 15. September 2013. Foto: Pressefoto Lackinger

Die Schallaburg lädt zum „Schmankerlfest“ an „Ernte Dank“ am 15. September 2013. Foto: Pressefoto Lackinger

Wissenschaft sichtbar machen

Mit einem Renaissance-Musterbeet macht die Schallaburg nun auf 100 Quadratmetern mit beinahe 2.000 Einzelpflanzen die Ergebnisse dieser spannenden Forschungsarbeit unter der wissenschaftlichen Anleitung des Gartenforschers Thomas Baumgartner sichtbar. Die den schriftlich und bildlich überlieferten zeitgenössischen Vorgaben entsprechend gestalteten streng symmetrischen Pflanzenbeete sollen einen authentischen Einblick in die Gartenkultur der Renaissance ermöglichen. Die ausschließlich mit Leinöl behandelten Beeteinfassungen aus Lärchenholz wurden von der hauseigenen Werkstätte der Schallaburg angefertigt. Insgesamt sieben Monate lang wurde an der Konzipierung und Umsetzung des Renaissance-Musterbeetes gearbeitet.

Lustwandeln im Paradies auf Erden

Der Kreis schließt sich und auch die Schallaburg bettet sich zur Ruhe. Jedoch nur bis zum nächsten Tag, wenn es wieder heißt: „Auf ein Neues – zu entdecken, zu erforschen, zu erfahren, zu erleben ...“ Foto: schallaburg.at

Der Kreis schließt sich und auch die Schallaburg bettet sich zur Ruhe. Jedoch nur bis zum nächsten Tag, wenn es wieder heißt: „Auf ein Neues – zu entdecken, zu erforschen, zu erfahren, zu erleben …“ Foto: schallaburg.at

Die Gärten der Renaissance wurden als vollkommene Vereinigung von Natur und Kunst und damit als Verwirklichung des irdischen Paradieses angesehen. Sie sollten als Schatzkammer aller pflanzlichen Wunder der Welt einen Mikrokosmos der Flora vorstellen. Demgemäß fassen niedrige Kräuterhecken aus Lavendel, Ysop oder Thymian die Beete ein. Diese Einfassung dient zur Präsentation der schönen, duftenden, seltenen oder neu entdeckten Pflanzen. Darunter befinden sich alte Gartenpflanzen wie Madonnenlilie oder Nachtviole genauso, wie aus fernen Ländern neu eingeführte Raritäten, wie der aus der heutigen Türkei importierte „türkische Holler“ (heute als Flieder bekannt) oder das so genannte „indianische Nägelein“. Wie Kunstwerke in einer Vitrine wird die Blütenpracht präsentiert: Alle Pflanzen werden ihrer Bedeutung entsprechend einzeln und in respektablem Abstand voneinander gesetzt. Die bei der Schallaburg ansässige Hafnermeisterin Friederike Nesweda hat 18 Renaissance- Scherben gestaltet, die das Beet zusätzlich dekorieren. Vier dieser nach Vorbildern aus niederländischen Gemälden gestalteten Töpfe wurden als Symbol für die vier Erdteile mit Pflanzen dieser Kontinente besetzt. Der Schnitt der Kräuterbeete wird dem Schlossrestaurant zur kulinarischen Verfeinerung Speisekarte zur Verfügung gestellt.

www.schallaburg.at

www.mostviertel.info

www.noe.gv.at

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