Gerald Haider – Der 128 Tore Mann

Gerald Haider im August 1981, Linzer Stadion.   Foto: Sammlung oepb

Gerald Haider im August 1981, Linzer Stadion. Foto: Erwin H. Aglas / oepb

GERALD HAIDER  – Eh Oh Eh! So schallte lauthals der Ruf vom damals noch nicht überdachten Stehplatz des Linzer Stadions auf der Gugl – und da meist aus dem Sektor 3 bei der Mittelauflage direkt unter den Trauerweiden gelegen, wenngleich das Dargebotene der Fußballer keinen Anlass zur Trauer gab – wenn besagter Mann mit der Rücken-Nummer 9 in der Stürmer-Reihe des SK VÖEST Linz zur Exekution eines Freistoßes antrat. Die, die da so lautstark riefen, waren die fanatischen jungen Anhänger-Gruppierungen und Fan-Klubs – damals gab es noch keine Ultras – des SK VÖEST mit den wohlklingenden Namen Blue Army“, „Die Macht“, „Löwen ´81“, „Spiders“, „Kanoniere“, „Blaue Front“, „Die Treuen“ und dergleichen, die allesamt wussten, was sie an dem bulligen 1,81m großen Stürmer ihres Vereins hatten. Man schrieb die Spielzeit 1982/83, die Linzer Werksportler waren mit einer jungen und hungrigen Truppe versehen, von Coach Ferdinand Milanovich perfekt eingestellt, und agierten fußballerisch sehenswert im ersten Jahr der neu geschaffenen 16er Liga. Man hatte mit dem Abstieg, der zu Saisonbeginn allerorts prognostiziert wurde, nichts zu tun, im Gegenteil, die blau-weiße Formkurve zeigte, gerade im Frühjahr, steil nach oben. Die Talente Manfred Schill, Helmut Wartinger, Jürgen Werner, Harald Zeilinger, Georg Zellhofer und dergleichen avancierten zu gestandenen Bundesliga-Fußballern. Hinten hielten Erwin Fuchsbichler und während dessen Verletzung Kurt Kaiserseder den VÖEST-Kasten sauber und ein 28jähriger Routinier namens Manfred „Waschi“ Mertel, der in dieser Saison sein Studium zum Doktor der Rechtswissenschaften abschloss, führte den Hühnerhaufen an. Siegfried Bauer, Alfred Gert, Karl Hodits und Gerhard Ulmer in der Abwehr- und Mittelfeld-Reihe sollten ebenso nicht unerwähnt bleiben. Und vorne traf ein Mann wie am Fließband. Gerald „Naz“ Haider! Der Welser, damals 27 Jahre jung, war am Höhepunkt seiner Fußballer-Laufbahn angelangt. Im Verlauf seiner 14jährigen Oberhaus-Karriere scorte er 119 Bundesliga-Tore und ist somit auch heute noch in den über 40jährigen Bundesliga-Annalen der ewigen Torschützen ganz weit vorne anzutreffen.

Erstes Spiel, erstes Tor beim 1 : 0 gegen Wr. Neustadt. V.l. die VÖEST-Kicker Haider, Kreuz und Wartinger.  Foto: Sammlung oepb

Erstes Spiel, erstes Tor beim 1 : 0 gegen Wr. Neustadt. V. l. die VÖEST-Kicker Gerald Haider, Willi Kreuz und Helmut Wartinger. Foto: Erwin H. Aglas / oepb

Wir trafen Gerald Haider, just auf den Tag genau 41 Jahre nach seinem A-Team-Debüt in der Österreichischen Fußball-Nationalmannschaft (Anmerkung: 12. Juni 1976, Ungarn gg. Österreich, 2 : 0), zu einem launigen Gespräch in der gemütlichen Stadion-Kantine des Welser Mauth-Stadions, um in Erinnerungen zu schwelgen und verblasste Triumphe erneut aufleben zu lassen. Da wir uns seit Jahrzehnten kennen – der Interviewer als langjähriger SK VÖEST-Fan und Autogramm-Sammler längst vergangener Zeiten – führten wir dieses Gespräch in der persönlichen „Du“-Form.

oepb: Servus Naz, grüß Dich. Wie ist das werte Befinden?

G.H.: Schau mich an (freudestrahlend), mir geht es prima (auf seinen wohlbeleibten Körper verweisend). Ich bin in dritter Ehe glücklich verheiratet (auf Gattin Lotte, die neben ihm sitzt hinweisend. „Küß die Hand, Gnädige Frau!“), genieße die Pension und freue mich, wenn mein Stamm-Verein WSC Hertha Wels nächstes Jahr Meister wird und aufsteigen sollte.

oepb: Na, das sind ja erfreuliche Zustände. Herzlichen Glückwunsch dazu. Übrigens, gleich zu Beginn, wie entstand eigentlich der Spitzname Naz? Ignaz, so lautet Dein Vorname bekanntlich ja nicht.

G.H.: Also wie das genau kam, weiß ich selber nicht. In meiner Jugend wurde ich oft Batzi gerufen. Ich denke, dass er Salzburger Ursprungs ist, aus meiner Zeit dort bei der Austria. Wir hatten Training und aus der Ferne rief mir jemand zu, der mich anscheinend kannte und schrie einfach „Servus Naz“ über den Platz. Von da an war das Ding geboren.

Faksimile KURIER vom März 1979 aus Austria gg. VÖEST, 0 : 1. Foto: Sammlung oepb

Faksimile KURIER vom März 1979 aus Austria gg. VÖEST, 0 : 1. Sammlung oepb

oepb: Stichwort Salzburg: Wie begann Deine Laufbahn?

G.H.: Ich fing relativ spät, so mit 10 Jahren, zu kicken an. Mein Vater (Anm: Josef) wollte, dass ich in der Schule ordentlich lerne und erst danach zu einem Fußball-Verein gehe. 1965 aber, da ging es dann bei der Hertha los (Anm.: Welser SC und Hertha fusionierten 1975) Ich durchlief dort sämtliche Leistungsklassen über Knaben, Schüler, Jugend und Junioren, ehe ich mich mit 19 Jahren dann verändern wollte. Meine Lehre als Platten- und Fliesenleger absolvierte ich erfolgreich, den Präsenzdienst leistete ich in Salzburg ab. Und da mich der dortigen Sportdirektor Günter Praschak unbedingt wollte, ich mit 19 Jahren von zu Hause ohnehin auch auszog, nahm ich das Angebot des SV Austria Salzburg dankend an.

oepb: Wenn man sich heute den allerersten Spieltag der neu geschaffenen 1. Division der Österreichischen Fußball-Bundesliga vom 9. August 1974 ansieht, dann agierte ein gewisser Gerald Haider in Salzburg-Lehen vor 8.000 Besuchern beim 0 : 0 ausgerechnet gegen den SK VÖEST Linz mit. SK VÖEST deswegen ausgerechnet, weil bei diesem Verein Deine beste Zeit sein sollte. Aber dazu später.

G.H.: Ja, die VÖEST-Jahre waren die schönsten meiner Laufbahn. Aber auch die 4 ½ Saisonen in Salzburg möchte ich nicht missen. Tatsächlich, vom Ersten Spieltag an dabei …?

Haider (ganz rechts) beim 4 : 1 gegen den Wiener Sportclub im August 1979. Man beachte hinten die alte Stadion-Uhr. V.l.: Walter Müllner (WSC), Max Hagmayr (VÖEST), Norbert Lichtenegger und Karl Ritter (beide WSC) Gerald Haider (VÖEST9, sowie Karl Brauneder (WSC).  Foto: Sammlung oepb

Gerald Haider (ganz rechts) beim 4 : 1 gegen den Wiener Sportclub im August 1979. Man beachte hinten die alte Stadion-Uhr. V.l.: Walter Müllner (WSC), Max Hagmayr (VÖEST), Norbert Lichtenegger und Karl Ritter (beide WSC) Gerald Haider (VÖEST), sowie Karl Brauneder (WSC). Foto: Erwin H. Aglas / oepb

oepb: Ja, und am Zweiten Spieltag gleich Dein erstes Bundesliga-Tor. Das Rückspiel gegen VÖEST in Linz stand an, die Werksportler waren regierender Meister und Salzburg gewann auf der Gugl vor ebenso 8.000 Zuschauern mit 2 : 1. In Deutschland würde man hier wohl sagen: „Ein echtes Kind der Bundesliga!“ Wie ging es weiter?

G.H.: Wie schon erwähnt, fühlte ich mich in der Mozartstadt sehr wohl. Ich war jung und Salzburg hatte für einen späten Teenager mehr zu bieten, als beispielsweise Wels. Mit Praschak und später auch mit Trainer Alfred Günthner hatte ich ein prima Verhältnis. Unsere Truppe war gut und wir spielten auch international im UEFA-Cup. (Anm.: Aufstieg mit Gesamt-Score von 5 : 2 gegen Adanaspor (mit zwei Haider-Toren) und späteres Ausscheiden gegen Roter Stern Belgrad (mit 2 : 2 Gesamt-Score, aufgrund der Auswärts-Tor-Regel, vor 19.000 Zuschauern in Salzburg-Lehen beim Hinspiel). Gegen Roter Stern wurden wir aber benachteiligt und unsere 0 : 1 Niederlage in Belgrad war sehr unglücklich. Der englische Schiri hat uns „verpfiffen“.

oepb: Und dennoch ging es weg von der Salzach?

G.H.: Ja, an die Donau (lacht). Dazu muss gesagt werden, dass damals das Verhältnis zwischen Austria Salzburg und dem SK VÖEST sehr gut war. Sportdirektor Günter Praschak, Trainer Alfred Günthner, sowie mein Mitspiel-Kollege, „die Spinne“ Karl Hodits wechselten nach Linz, ebenso der Münsteraner Michael Lorenz (Anm.: Lorenz war bereits in der Meister-Mannschaft des SK VÖEST von 1973/74 als Top-Torjäger maßgeblich vertreten). Da schien es auch für mich an der Zeit zu sein, etwas Neues zu suchen. Nachdem mich der LASK bereits verpflichten wollte, ebenso Trainer Karl Stotz, der spätere Teamchef, (Anm.: Austria/WAC wurde unter Stotz 1975/76 souverän Fußball-Meister und angelte nach einem hungrigen Stürmer) von FK Austria Wien, wartete ich ab, was passiert. Salzburg wollte mich jedoch binden und nicht verschleudern. So blieb ich – vorerst – in Lehen.

Selten, aber doch auf der Ersatzbank. V.l.: Karl Hodits, Gerald Haider, Kurt Kaiserseder und Fritz Drazan während der Saison 1979/80.  Foto: Sammlung oepb

Selten, aber doch, auf der Ersatzbank. V.l.: Karl Hodits, Gerald Haider, Kurt Kaiserseder und Fritz Drazan während der Saison 1979/80. Foto: Erwin H. Aglas / oepb

oepb: Bis zum Winter 1978/79.

G.H.: Richtig! Ich wollte unbedingt zur VÖEST, so ehrlich muss ich sein. Holland-Legionär Willi Kreuz kehrte nach der Fußball-WM 1978 nach Österreich zurück, die VÖEST angelte sich diesen tollen Mann und baute um ihn eine Riesen-Truppe auf. Da wollte ich dabei sein.

oepb: Der Transfer ging reibungslos über die Bühne?

G.H.: Auf jeden Fall. Ich freute mich auf die neue Herausforderung und wollte meinen Teil dazu beitragen, die Wiener Austria zu jagen. (Anm.: der FK Austria Wien war in jenen Jahren von 1978 bis 1981 Serien-Meister und schien in Österreich keine Konkurrenz zu haben. Die SK VÖEST-Funktionäre, voran Johann Rinner, später Franz Ruhaltinger, „plünderten“ jedoch die Vereins-Kassen und wollten den Wiener Violetten vermehrt Paroli bieten.)

oepb: Der Einstand gelang, beim ersten Match gleich das goldene Tor zum 1 : 0 Cup-Sieg gegen den SC Wiener Neustadt am 17. Februar 1979 vor 3.000 Zuschauern.

G.H.: Ja, ich erinnere mich, dass wir aufgrund der Unbespielbarkeit des Gugl-Rasens am zweiten Nebenfeld aufgelaufen sind. Die Leute standen direkt am Spielfeldrand und feuerten uns an. Heute bei einem offiziellen Bewerbsspiel undenkbar, damals war es erlaubt und geduldet. Wir gewannen auf tiefem Boden knapp, aber doch, und waren eine Runde weiter.

oepb: Von da an setzte es „Naz“-Haider-Tore am Fließband.

Voller Erfolg gegen Austria Wien im Mai 1980. Haider erzielt beim 4 : 0 das dritte Tor. Rechts: Günter Pospischil, dahinter Johann Dihanich.  Foto: Sammlung oepb

Voller Erfolg gegen Austria Wien im Mai 1980. Gerald Haider erzielt beim 4 : 0-Erfolg das dritte Tor. Rechts: Günter Pospischil, dahinter Johann Dihanich. Foto: Erwin H. Aglas / oepb

G.H.: Na ja, nicht nur, denn mit Max Hagmayr, Michael Lorenz und später noch Thomas Parits hatten wir weitere Granaten in unseren Reihen. Aber es lief ganz gut für mich und ich glaube mich zu erinnern, auch der Austria in Wien eingeschenkt zu haben. (Anm.: das stimmt, der SK VÖEST gewann am 3. März 1979 im Wiener Stadion gegen die Austria mit 1 : 0, Gerald Haider war der Gold-Torschütze und vermasselte so den Veilchen die Generalprobe für das schwere Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden. Die Austria kam darauf eine Runde weiter und dieser Erfolg von damals sollte der letzte Auswärtssieg des SK VÖEST bei Austria Wien im Laufe der Geschichte bis 1997 und der endgültigen Auslöschung gewesen sein).

oepb: Ein Jahr später folgte der General-Angriff.

G.H.: Ja, im Sommer 1979 stießen mit Fritz Drazan, Alberto Martinez und Thomas Parits drei Ex-Veilchen zu uns. Es hieß von Seiten der Vereins-Führung, dass wir um die Meisterschaft mitspielen sollten.

oepb: Dies ging zu Beginn jedoch in die blau-weiße Hose, oder?

Dieser Haider-Freistoß findet nicht sein Ziel, wenngleich die Austrianer Felix Gasselich, Ernst Baumeister, Johann Dihanich, Karl Daxbacher, Josef Sara und Erich Obermayer böses ahnen. VÖEST schlägt den FAK mit 1 : 0, Oktober 1980. Foto: Sammlung oepb

Dieser Gerald Haider-Freistoß findet nicht sein Ziel, wenngleich die Austrianer Felix Gasselich, Ernst Baumeister, Johann Dihanich, Karl Daxbacher, Josef Sara und Erich Obermayer böses erahnen. VÖEST schlägt den FAK mit 1 : 0, Oktober 1980. Foto: Erwin H. Aglas / oepb

G.H.: Der Augsburger Abwehr-Recke Stahl (Anm.: Herbert Stahl, hier war Nomen nicht gerade omen), war nicht die erwartete Verstärkung für die Abwehr und Alberto Martinez konnte sich bei uns auch nicht wie gewünscht durchsetzen. Thomas Parits hatte lange Zeit Lade-Hemmung und auch bei mir lief es nicht rund. Mein Kollege Max Hagmayr traf zwar sehr oft, aber beide Stadt-Derbys im Herbst 1979 hatten wir verloren. (Anm.: 1 : 3 und 1 : 2). Im Frühjahr kam aber unser Werkel endlich auf Touren und wir wurden noch Vize-Meister. (Anm.: der SK VÖEST feierte zum Saison-Finale hin 5 Siege in Serie, darunter ein fulminantes 4 : 0 gegen Austria Wien, wurde hinter der Austria Zweiter, noch vor dem bärenstarken Aufsteiger LASK).

oepb: Der SK VÖEST spielte demnach im UEFA-Cup und auch da gibt es eine lustige Episode.

G.H.: Ja, wir zogen mit FC Zbrojovka Brünn einen für die Zuschauer unattraktiven, aber damals sehr starken Gegner aus der Tschechoslowakei. Beim Hinspiel in Brünn gelang mir das frühe 0 : 1. „Waschi“ Mertel, der kurioserweise seinen Pass – der damals noch dringend vorgeschrieben war, gerade bei Reisen in den Ost-Block – vergessen hatte, somit nicht in die CSSR einreisen durfte und an der Grenze umdrehen musste, um später mit dem Privat-PKW nachzukommen, traf beim Spiel leider ins eigene Netz. Wir verloren auswärts mit 1 : 3 und hatten auch in Linz beim 0 : 2 im Rückspiel nicht den Funken einer Chance. Dazu kam aber auch, dass sich Willi Kreuz als unser Leithammel beim Spiel in Wien gegen den SK RAPID Wien die Achillessehne gerissen hatte und für lange Zeit ausfiel. Dieser Mann fehlte uns an allen Ecken und Kanten.

oepb: Sportdirektor Praschak, zwischenzeitlich bei VÖEST, und Jung-Trainer Milanovich ließen sich aber nicht unterkriegen.

Faksimile OÖ-Nachrichten vom Juni 1983 aus VÖEST gg. Admira/Wacker, 3 : 2. Foto: Sammlung oepb

Faksimile OÖ-Nachrichten vom Juni 1983 aus SK VÖEST Linz gg. Admira/Wacker, 3 : 2. Sammlung oepb

G.H.: Der Herbst verlief sportlich wie verhext, wenngleich wir den LASK wenigstens mit 4 : 1 schlagen konnten und auch die Austria in Linz gebogen hatten. Aber wie so oft bei uns, lief es im Frühjahr 1981 wieder besser und wir absolvierten noch tolle Spiele. (Anm.: Neuerlich ein Sieg gegen die Austria, ein voller Erfolg gegen RAPID – die stolze Serie von 13 ungeschlagenen Runden der Hütteldorfer endete jäh beim SK VÖEST – sowie ein grandioses 5 : 2 gegen den aktuellen Cup-Sieger GAK).

oepb: Und dennoch ging es – leider muss man hier wohl sagen – Jahr für Jahr bergab.

G.H.: Die Werkleistung setzte den Sparstift an und das traf auch uns Fußballer. Parits beendete seine Laufbahn, Kreuz wechselte zum SC Eisenstadt, Hagmayr wurde zum Karlsruher SC verkauft und auch Koloman Gögh (Anm.: tschechischer Europameister von 1976), als auch der Däne Ove Flindt gingen nach Hause. So blieb eine junge Truppe übrig …

oepb: … die 1982/83 eine tolle Saison spielen sollte, mit tatkräftiger Mitwirkung vom Naz.

G.H.: Unser Kader war sehr jung. Einzig und allein der „Fuchsi“ (Anm.: Erwin Fuchsbichler, damals 30jährig) im Tor strahlte Ruhe aus, das Team wurde sehr verjüngt. Und zu Beginn waren wir von den 16 Teams ganz weit hinten.

oepb: Aber der Knoten platzte bald?

G.H.: Ja, es muss so um die 5. Runde gewesen sein, die Vienna war zu Gast in Linz und wir lagen gegen den Aufsteiger zur Halbzeit 0 : 1 zurück. Ein Donnerwetter vom „Milo“ (Anm.: Trainer Ferdinand Milanovich) weckte uns auf und als mir mit dem Ausgleich auch mein erstes Saisontor gelang, drehten wir die Partie, gewannen 3 : 1 und von da an ging es stetig bergauf.

oepb: Es sollten weitere Gerald Haider-Tore folgen, 18 an der Zahl in 30 Bundesliga-Runden. Darunter auch zwei Volltreffer beim 2 : 0-Sieg zu Hause gegen Wacker Innsbruck, die, so wie zwei Jahre zuvor RAPID, ebenso 13 Runden ungeschlagen waren, ehe diese Serie vom SK VÖEST rigoros beendet wurde.

Faksimile OÖ-Nachrichten vom September 1983 aus VÖEST gg. GAK, 1 : 0. Foto: Sammlung oepb

Faksimile OÖ-Nachrichten vom September 1983 aus SK VÖEST Linz gg. GAK, 1 : 0. Sammlung oepb

G.H.: Ja, es lief ausgesprochen gut bei mir und wir wurden immer stärker. Bis zum Saison-Schluss hatten wir durchaus Chancen, mit dieser jungen Mannschaft in den UEFA-Cup einzuziehen. Aber leider …

oepb: … leider wurde daraus nichts, weil da noch was war, oder?

G.H.: Tja, es gelang mir nicht, unbedingt jeden Elfmeter zu verwandeln. Leider waren auch einige Fehlschüsse darunter in diesem Jahr. Und oft stand mir auch die Stange oder Latte im Weg.

oepb: Du hattest damals, so steht es in den Aufzeichnungen, sagenhafte 19 Fehlschläge an die Torumrandung. Darunter ein klassischer „Torholz-Hattrick“ gegen Sturm Graz beim 2 : 1-Sieg. Wenn die alle verwandelt worden wären …

G.H.: … wäre ich Torschützenkönig geworden und die VÖEST locker und lässig in den UEFA-Cup eingezogen (lacht).

oepb: Was wäre wenn? Egal, 18 Volltreffer am Ende des Jahres, nur Hans Krankl (RAPID) und Bozo Bakota (SK Sturm Graz) trafen öfters.

G.H.: Die hatten aber auch die routiniertere Hintermannschaft hinter sich, unser Team war in der Lernphase.

oepb: Wie sah es mit Verletzungen in Deiner Laufbahn aus?

: GAK-Keeper Savo Ekmecic hat das Nachsehen, das Leder bleibt für ihn unhaltbar. Aus VÖEST gg. GAK, 1 : 0, September 1983.  Foto: Sammlung oepb

GAK-Keeper Savo Ekmecic hat das Nachsehen, das Leder bleibt für ihn unhaltbar. Aus SK VÖEST Linz gg. GAK, 1 : 0, September 1983. Foto: Erwin H. Aglas / oepb

G.H.: Bis auf einen Seitenbandabriss gegen den „Lindi“, der allerdings nichts dafür kann (Anm.: Pressball im Linzer Derby vom 31. August 1984 gegen LASK-Keeper Klaus Lindenberger), blieb ich Gott Lob von gröberen Verletzungen verschont.

oepb: Es dauerte jedoch sehr lange, bis Du wieder ganz der Alte warst.

G.H.: Mein nächstes Meisterschaftstor gelang mir erst wieder gegen Klagenfurt ein gutes Jahr später (Anm.: das 2 : 0 beim 2 : 1-Erfolg am 4. Oktober 1985 gegen den SK Austria Klagenfurt).

oepb: Thema Trainer, wie kamst Du mit diesen zu recht?

G.H.: Also mit den erwähnten Günthner, Praschak, Milanovich, oder auch Werner Kriess und Erhard Wieger hatte ich gute Verhältnisse. Lediglich mit Milan Miklavic gab es Reibungspunkte. Und Helmut Senekowitsch konnte mich nicht leiden. Warum dem so war, erfuhr ich nie. Als er Teamchef war, übersah er mich gekonnt, obwohl ich damals jung, voller Kraft und auch Torschütze vom Dienst war. Ehrlicherweise muss ich aber gestehen, dass ich nicht unbedingt der Trainings-Weltmeister war. Mir war das Spiel wichtig und nicht nur das Training. Bei mehr Elan und Eifer hätte ich in Argentinien (Anm.: Österreich qualifizierte sich 1977 nach 20 Jahren Abstinenz wieder für eine Fußball-Weltmeisterschaft und wurde dort Siebenter) dabei sein können. Auch wären mehr A-Team-Berufungen möglich gewesen, aber so saß ich zweimal auf der Bank und kam lediglich zu einem Länderspiel.

oepb: Und dann, irgendwann, der Abschied vom SK VÖEST!

Ein typischer Gerald Haider-Torjubel setzt ein. Aus VÖEST gg. DSV Alpine Donawitz, 3 : 2, April 1986.  Foto: Sammlung oepb

Ein so typischer Gerald Haider-Torjubel setzt ein. Aus SK VÖEST Linz gg. DSV Alpine Donawitz, 3 : 2, April 1986. Foto: Erwin H. Aglas / oepb

G.H.: Ja, mir tat das sehr weh, denn ich wollte bei den Werksportlern meine Karriere ausklingen lassen. Aber Janos Kondert legte im Winter 1987/88 keinen Wert mehr auf mich. (Anm.: Hans Kondert wechselte, nachdem er als Trainer den LASK viermal in Serie in den UEFA-Cup geführt hatte, im Sommer 1987 zum Rivalen SK VÖEST und stieg gleich im ersten Jahr mit den Werksportlern nach deren 19jähriger ununterbrochener Zugehörigkeit zur 1. Division in die 2. Liga ab.)

oepb: War Wehmut für Dich dabei?

G.H.: Jein! Ich war zu dieser Zeit beim Kapfenberger SV (Anm.: Frühjahr 1988, 4 Haider-Tore für den KSV im so genannten „Abstiegs-Play-Off“) und verfolgte das Ganze aus dem Augenwinkel heraus. Es keimte lediglich Genugtuung auf, als mir die Leute auf der Straße und zahlreiche VÖEST-Fans sagten, dass die Blau-Weißen mit mir im „Mittleren-Play-Off“ sicher nicht abgestiegen wären. Aber gut, vorbei, Hans Kondert wusste bestimmt, was er tat, als er auf meine Person keinen Wert mehr gelegt hatte.

oepb: Du warst damals 33 Sommer jung, wie ging es weiter?

G.H.: Nachdem der KSV aus der Zweiten Bundesliga abgestiegen ist (Anm.: die einstigen Bundesliga-Bomber Gerald Haider und Gernot Jurtin – vormals Sturm Graz – konnten dies nicht verhindern) rief mich Milanovich an, um zu fragen, ob ich zurück zum SK VÖEST wolle, um in der 2. Liga einen Neuaufbau mitzugestalten. Ich sagte allerdings spontan ab, zu sehr schmerzte noch mein unrühmlicher Abgang von VÖEST. So blieb mir nichts anderes übrig (spitzbübisches Grinsen und Blinzeln mit den Augen) als nach Wels zurückzukehren. Dort wurde ich mit offenen Armen in Empfang genommen.

oepb: Ein gemütliches Karriere-Ende also beim WSC Hertha?

Faksimile OÖ-Kronen-Zeitung vom April 1986. Gerald Haider erzielt gegen die Vienna beim 5 : 0-Erfolg 4 Tore.  Foto: Sammlung oepb

Faksimile OÖ-Kronen-Zeitung vom April 1986. Gerald Haider erzielt gegen die Vienna beim 5 : 0-Erfolg 4 Tore. Sammlung oepb

G.H.: Na, gemütlich würde ich nicht sagen, eher bombastiös. (strahlt über das ganze Gesicht) Mit dem Fritz war bereits ein Bundesliga-Bomber ausser Dienst da (Anm.: Fritz Zinnhobler ging für Austria Salzburg, Union Wels und den Wiener Sportclub auf Torejagd). Beim Welser Stadion-Fest ging es darum, wer die Kugel weiter drischt. Der Fritz und ich, wir ritterten, wer denn weiter kommen würde (Anm.: Patt-Stellung: Haider als auch Zinnhobler schlugen die Kugel an die 80 Meter weit ins Feld). Und so ließ ich meine Laufbahn eben genau dort, wo alles angefangen hatte, bei WSC Hertha langsam ausklingen. Nebenbei ging ich wieder meinem erlernten Beruf als Fliesenleger nach. (Anm.: als der FC Blau-Weiß Linz, als Nachfolgeverein des FC Linz 1997 etabliert, im Frühjahr 1999 sein Gastspiel beim SK Schärding gab, lief Naz Haider im Fliesenlger-„Blaumann“ adjustiert einer größeren Anhänger-Gruppe der Linzer am Schärdinger Stadtplatz über den Weg. Das Hallo und die Wiedersehensfreude mit dem Ex-Bomber war riesengroß)

oepb: Und vor 12 Jahren, zu Deinem 50. Geburtstag, gelang Dir ein weiterer Schachzug, oder?

Im Oktober 1985 war es soweit. Haider (links) zieht gegen Andy Pichler von Sturm Graz ab und erzielt sein 100. Bundesligator.  Foto: Sammlung oepb

Im Oktober 1985 war es soweit. Gerald Haider (links) zieht gegen Andy Pichler von Sturm Graz ab und erzielt sein 100. Bundesligator. Foto: Erwin H. Aglas / oepb

G.H.: (lacht laut auf und zeigt freudig auf Gattin Lotte) Ja, wir feierten hier am Platz (Anm.: Mauth Stadion) meinen runden Geburtstag, niemand ahnte etwas, als wir, Lotte und ich, unsere Vermählung bekannt gaben. Na, das Hallo diesbezüglich war dementsprechend und die Feier danach dauerte bis zum Morgen.

oepb: Und so, da nun bald der 62. Geburtstag ansteht (Anm.: 1. Juli) wird auch gleich der 12. Hochzeitstag begangen. Meinen allerherzlichsten Glückwunsch dazu!

G.H.: Danke, dankeschön, ja, es geht uns gut und wir genießen das Leben.

oepb: Sehr schön, so soll das sein. In diesem Sinne, alles erdenklich Liebe und Gute weiterhin euch beiden, verbunden mit einem herzhaften „Glück auf“ dem großen Bomber des SK VÖEST von einst!

Epilog:
Über Gerald Haider gäbe es noch so viel zu berichten, würde hier aber vermutlich den Rahmen sprengen. Nur so viel – egal, wer der Gegner auch war, der Naz der traf und ließ das Tornetz bauschen, beinahe nach Belieben. So erzählte er uns noch, dass ihn beispielsweise der FC Bayern München verpflichten wollte, aufgrund seines damaligen Alters von knapp 28 Jahren aber von einem Engagement absah. Was war geschehen? Eine FC Oberösterreich-Auswahl, bestehend aus SK VÖEST-, LASK- und Union Wels-Spielern trat im Juni 1983 auf der Gugl gegen den FC Bayern München an. Die OÖ-Auswahl gewann mit 3 : 1, Haider erzielte dabei das zwischenzeitliche 2 : 0 gegen Jean-Marie Pfaff. FCB-Manager Uli Hoeneß war von den Stürmer-Qualitäten derart begeistert, dass er den Naz sofort gleich mit an die Säbener Straße nehmen wollte, wenn, ja wenn er nur jünger gewesen wäre, der Naz … Weiters erzählte er, dass er auch mit Salzburg zweimal gegen die Bayern auflief. Einmal anhand eines 2 : 2 in Vaduz im Rahmen eines Trainingslagers und einmal am 3. August 1978 in Salzburg. Die Austria führte zur Pause mit 3 : 1, darunter zwei Haider-Tore, um mit 3 : 7 zu verlieren. Auch zählte er seine Lieblings-Torhüter des Gegners auf: Savo Ekmecic vom GAK beispielsweise: „Wenn der mich sah, schlotterten seine Knie!“, lächelt er noch heute über die Spielpaarungen mit den Rot-Jacken aus Graz. Und natürlich LASK-Keeper Klaus Lindenberger! Auch hier gibt es die kuriosesten Erzählungen:

Es wäre kein Haider gewesen, wenn er es dabei belassen hätte. Auf Tor 100 folgte auch der 101. Treffer im gleichen Spiel, zum Sieg reichte es jedoch nicht. Aus VÖEST gg. Sturm Graz, 2 : 2. V.l.: Josip Cop, Gerald Haider und Walter Saria. Ganz rechts: Heinz Thonhofer.  Foto: Sammlung oepb

Es wäre kein “Naz” Haider gewesen, wenn er es dabei belassen hätte. Auf Tor Nr. 100 folgte auch der 101. Treffer im gleichen Spiel, zum Sieg reichte es jedoch nicht. Aus SK VÖEST Linz gg. SK Sturm Graz, 2 : 2. V. l.: Josip Cop, Gerald Haider und Walter Saria. Ganz rechts: Heinz Thonhofer. Foto: Erwin H. Aglas / oepb

Am 7. Mai 1982 steht ein Linzer Stadt-Derby an. Der FC Bayern ist auf der Suche nach einem Torhüter. So sitzen Trainer Pál Csernai und Uli Hoeneß auf der Tribüne des Linzer Stadions. Die Partie steht in der 34. Spielminute, als Gerald Haider einmal mehr zur grimmigen Exekution eines Freistoßes antritt. Sein Geschoss war derart hart und platziert abgefeuert, dass der damals 25jährige Klaus Lindenberger im LASK-Gehäuse schier machtlos war, das Leder saust mit über 100 km/h in die Maschen. Die Bayern-Verantwortlichen hatten genug gesehen, statt Lindenberger wurde der Belgier Pfaff verpflichtet. Im August des Folgejahres war der LASK mit einem 4 : 1 gegen Austria Klagenfurt in die Meisterschaft gestartet und Tabellenführer nach dem Ersten Spieltag. Der SK VÖEST verlor beim Aufsteiger SV St. Veit/Glan sang- und klanglos mit 0 : 2. Knapp 14.000 Zuschauer pilgerten am 26. August 1983 zum damals 41. Linzer Derby, bei dem der LASK haushoher Favorit war. Dann die 14. Spielminute: Karl Meister (LASK) begeht ein unnötiges Foul relativ weit vor der Strafraumgrenze entfernt. Haider legt sich den Ball auf einem Grasbüschel zurecht, aus dem Sektor 3 ertönt natürlich lautstark: „GERALD HAIDER – Eh Oh Eh!“ Mit diesem Doping im Gehör nimmt der Bomber 20 Meter Anlauf, trifft die Kugel voll und Sekundenbruchteile später zappelt das Leder im Kasten des LASK. Klaus Lindenberger ist einmal mehr der Gelackmeierte. Haider, der wenig später aufgrund einer Knieverletzung ausgetauscht werden sollte, fauchte seinen Coach Werner Kriess an: „Der LASK hat doch Angst vor mir, ich bleibe“, um nach dem Derby-Sieg launig anzufügen: „Der rechte Holzfuß traf, denn mein Linker war heute nur zum Stehen!“

„Mach ma des Foto da, dann haben die Sponsoren auch was davon!“ Bitte sehr, der Jubilar im Welser Mauth-Stadion im Juni 2015. Foto: oepb.at  Foto: Sammlung oepb

„Mach ma des Foto da, dann haben die Sponsoren auch was davon!“ Bitte sehr, der einstige Bomber im Welser Mauth-Stadion im Juni 2017. Foto: oepb

Bei Gerald Haider handelte es sich zweifellos auch um eine Kaste von Fußball-Spielern, die heutzutage ausgestorben ist. Mit Talent gesegnet, machte er, gemäß auch eigener Aussage nach, viel zu wenig aus seiner Laufbahn. Er war absolut nicht unerfolgreich, denn 119 Tore im Oberhaus, 9 Volltreffer im „Mittleren-„ und deren 4 im „Abstiegs-Play-Off“ stehen auf seiner Habenseite. Dazu noch weitere unzählige Volltreffer im ÖFB-Cup. Und dennoch hätte er noch mehr aus seiner Karriere machen können. Aber, es genügte ihm, er war zufrieden, und das ist doch auch sehr viel wert. Optisch strahlte er nach Spielen selten, denn wenn Autogramm-Jäger nach den jeweiligen Begegnungen zum Parkplatz des Linzer Stadions kamen, erfüllte er jeden Signatur-Wunsch zwar geduldig, hatte aber immer ein leichtes Matschkern auf den Lippen, eine Zigarette im Mund und griesgrämige Laune, wenn seine Tore beispielsweise nicht zum Sieg, sondern nur zu einem Remis gereicht hatten. Mit dieser Laune marschierte er im Anschluss zu seinem gelben Ford-Capri, schwarzes Dach, weiter, um davonzubrausen. Und dennoch war er bei den Fans sehr beliebt. Gerade diese Art zeichnete ihn aus. Unvergessen sein Gang in die Kabine am 7. Juni 1985! Der SK VÖEST schlug im letzten Saisonspiel den FavAC mit 6 : 0 und der komplette 3er-Fan-Sektor kraxelte über den Stadionzaun, um die begehrten Spieler-Trikots zu ergattern. Einzig und allein Frane Poparic getraute sich nicht, sein Trikot den Fans zu vermachen. Der Naz trennte sich für die jugendlichen VÖEST-Anhänger von allem, also Trikot, Hose, Stutzen und Schuhe. Er wanderte nackt wie Gott in Schuf in die Kabine. Reinhard Waldenberger vom ORF Landessstudio Oberösterreich verzichtete ob des Nackedei-Anblickes vorerst auf ein aktuelles Interview.

Dressen-Revue. Die „VÖEST-Wäsch“ zu Haiders neunjähriger SK VÖEST-Zeit. Foto: oepb.at

Dressen-Revue. Die einstige „VÖEST-Wäsch“ zu “Naz” Haiders neunjähriger SK VÖEST Linz-Zeit. Foto: oepb

Auch sein Torjubel wäre in der heutigen Zeit unvorstellbar. Da wurde nicht blöd am Daumen gelutscht, Vereins-Treue mit der Hand auf das Trikot-Logo klopfend vorgegaukelt (diese Generation war Vereins-Treu!) die Cornerfahne umgenagelt, oder sonst irgendwelche Veitstänze aufgeführt, sondern simpel die Arme in die Höhe, Mund auf und den Tor-Erfolg lautstark herausbrüllend. Wenn sich Mitspielkollegen wie beispielsweise Jürgen Werner, Georg Zellhofer und dergleichen ihm entgegenstellten, wurden diese einfach Huckepack aufgeladen und es wurde weitergelaufen … bis zum Ende des Tages.

Gerald „Naz“ Haider, alles erdenklich Liebe und Gute zu Deinem 62. Geburtstag. Und Danke für die tollen Erinnerungen an die Jugendzeit beim SK VÖEST Linz der 1970er und 80er Jahre.

Aus der Statistik:

361 Bundesliga-Spiele im Oberhaus in der Zeit von 1974 bis 1987:
121 für Austria Salzburg, 240 für den SK VÖEST;

119 Bundesliga-Tore im Oberhaus:
33 davon für Austria Salzburg, 86 für den SK VÖEST;

Weitere 9 Tore für die Werksportler im “Mittleren-Play-Off” im Frühjahr
1986, sowie 4 Volltreffer für den Kapfenberger SV im “Abstiegs-Play-Off” im
Frühjahr 1988.

Dazu unzählige Tore im Rahmen des Österreichischen Fußball-Cups.

3 A-Team-Berufungen für Österreich mit einem aktiven Länderspiel 1976 gegen
Ungarn, zweimal nahm Gerald Haider auf der Ersatzbank Platz und kam nicht
zum Einsatz.

www.bundesliga.at

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