FK Austria Wien gg. SCR Altach 3 : 1 (1 : 1)

Jubel in Violett: V.l.: Vanche Shikov, Lukas Rotpuller, Alexander Grünwald und Olarenwaju Kayode. Foto: GEPA

Jubel in Violett: V.l.: Vanche Shikov, Lukas Rotpuller, Alexander Grünwald und Olarenwaju Kayode. Foto: GEPA

Wie ein Orkan wirbelte der FK Austria Wien in die Spielzeit 2015/16! Die Wiener Violetten verstanden es geschickt, die Herzen ihrer Fans im Sturm zurück zu erobern. Nach dem tollen Auftaktspiel und -sieg der Vorwoche im Ausmaß von 2 : 0 in Wolfsberg folgte gestern Nachmittag die Heimpremiere des komplett rundum erneuerten Teams in der Generali-Arena und über 8.000 Besucher waren wieder einmal ob „ihrer“ Austria angetan schlichtweg und aus dem Häuschen.

2. Spieltag / 2. August 2015 / tipico-Bundesliga / Generali-Arena, 8.057 Zuschauer

Nach zwei Saisonen im sportlichen „Tal der Tränen“, verbunden mit mehr Schatten denn Licht, agierte die violette Feldherren-Riege, angetrieben von Neo-Sportchef Franz Wohlfahrt, der zwischenzeitlich auch schon wieder über 200 Tage in Amt und Würden ist, in der sommerlichen Übertrittszeit derart akribisch, dass dem gesamten Verein ein komplett neues Fundament gelegt wurde. Neben der Präsentation des Deutschen Thorsten Fink Ende Mai d.J. als Trainer wurde eine komplette Mannschaft ausgetauscht und ein bunter Haufen neuer Gesichter verpflichtet. Dass diese Räder nun ineinander greifen, dies ist der Job des Betreuerstabes um geschilderten Fink, Assistenz-Trainer Sebastian Hahn, Athletik-Trainer Nikola Vidovic und Tormann-Trainer Franz Gruber. Und siehe da, das Werkel läuft bereits jetzt, nach zwei Meisterschafts-Runden und einer gespielten Cup-Runde auf Hochtouren. Kam die Niederlage im Freundschaftsspiel gegen den FC Zürich mit 0 : 1 gerade zur rechten Zeit, folgten seither nur noch Siege: 3 : 0 in Oberwart im Pokal, 2 : 0 beim Wofsberger AC und gestern der nie gefährdete 3 : 1-Triumph zur Heimspielpremiere. In dieser Tonart, so die launige Meinung des in letzter Zeit an Kummer gewöhnten Anhanges, kann es freilich weitergehen. Man wird sehen.

 Gut 8.000 Zuschauern pilgerten gestern zum Saisonauftakt zur Wiener Austria. Mit den bisher gezeigten Leistungen sollte dieser Schnitt künftighin höher ausfallen. Foto: oepb

Gut 8.000 Zuschauern pilgerten gestern zum Saisonauftakt zur Wiener Austria. Mit den bisher gezeigten Leistungen sollte dieser Schnitt künftighin höher ausfallen. Foto: oepb

Mit den Altachern kam der bärenstarke Aufsteiger des Vorjahres nach Wien. Die Vorarlberger, die vier Tage zuvor aus Anlass ihrer Europapokal-Premiere Vitoria Guimaraes mit 2 : 1 bezwingen konnten, standen in der Liga allerdings bereits mit dem Rücken zur Wand, setzte es am ersten Spieltag beim SV Grödig eine 1 : 2 Niederlage. Eine weitere Pleite in Wien und das Tabellenende drohte.

Zum Spiel:

Unter der Beobachtung von ÖFB-Teamchef Marcel Koller kam Louis Ngwat-Mahop nach 7 Minuten zur ersten nennenswerten Chance, der Altacher Stürmer traf jedoch nur das Außennetz. Nach einer guten viertel Stunde übernahm die Austria mehr und mehr das Kommando. Olarenwaju Kayode setzte hier ein Zeichen und gab in Minute 28 den ersten Warnschuss ab, der quirlige nigerianische Neuzugang traf aber nur die Latte. Unmittelbar darauf die Führung für Violett: Nach einer Raphael Holzhauser-Flanke spielte Lukas Rotpuller für seinen Innenverteidiger-Kollegen Vanche Sikov auf, der das Leder im gegnerischen 5 Meter-Raum nur mehr über die Linie befördern musste. In der 33. Minute dann der Ausgleich. Freistoß für Altach, Dominik Hofbauer führt aus, der Ball landet am Kopf von Cesar Ortiz und dieser bezwang Teamtorhüter Robert Almer zum 1 : 1. Eine Novität insofern, denn Almer ist eine Wand im Tor und absolvierte die letzten Pflichtspiele (ÖFB) mit Qualifikations-Charakter stets zu Null (1 : 0 gg. Montenegro, 1 : 0 gg. Russland (Wien), 5 : 0 gg. Liechtenstein, 1 : 0 gg. Russland in Moskau), als auch im Austria-Dress: 3 : 0 gg. SV Oberwart und 2 : 0 gg. Wolfsberger AC. Das Ende dieser Serie schmerzte insofern nicht, da zu guter letzt auch gestern ein Sieg heraussprang, wenngleich es zuerst einmal mit einem 1 : 1 in die Halbzeitpause ging.

Von 2006 bis 2008 noch violetter Trainer am Verteilerkreis, nun am Aufschwung des SCR Altach maßgeblich beteiligt: Sportdirektor Georg Zellhofer (hinten sitzend mit Brille, dunkles Sakko), der als Aktiver mit dem SK VÖEST Linz bei der Austria stets hohe Niederlagen zu verkraften hatte. Jene Protagonisten von einst, die dafür verantwortlich waren, sind heute Austria-Legenden, wie unten rechts. Erich Obermayer, Alfred Riedl und Josef Sara. Foto: oepb

Von 2006 bis 2008 noch violetter Trainer am Verteilerkreis, nun am Aufschwung des SCR Altach maßgeblich beteiligt: Sportdirektor Georg Zellhofer (hinten sitzend mit Brille, dunkles Sakko), der als Aktiver mit dem SK VÖEST Linz bei der Austria stets hohe Niederlagen zu verkraften hatte. Jene Protagonisten von einst, die dafür verantwortlich waren, sind
heute Austria-Legenden, wie unten rechts. Erich Obermayer, Alfred Riedl und Josef Sara. Foto: oepb

Katapultartig kehrten die Veilchen nach dem Seitenwechsel zurück, erzeugten immensen Druck und ließen den Vorarlbergern kaum Luft zum Verschnaufen. Heraus sprang dabei nach einer Stunde die violette Führung: Philipp Zulechner nützte einen Stellungsfehler von Jan Zwischenbrugger aus, um am Flügel auf und davon zu brausen. In weiterer Folge bediente er Kayode mit einem herrlichen Pass zur Mitte, den der 22jährige gekonnt verwertete. Den Endstand zum 3 : 1 verwertete Alexander Gorgon, so wie in der Vorwoche in Kärnten, aus einem Penalty. Schiedsrichter René Eisner entschied nach Handspiel und Foul von Ortiz im Altacher Strafraum sofort auf Elfmeter. Die Chance zu seinem zweiten Saisontor ließ sich Gorgon in der 71. Minute nicht mehr nehmen. Er spannte damit seinen Coach Thorsten Fink auch nicht lange auf die Folter, denn der Deutsche blickt bei Elfmetern für seine Teams stets gerne weg.

Die Austria startete somit nicht nur fulminant in die neue Saison, sondern holte auch das absolute Punkte-Maximum dabei heraus. Sechs Zähler aus zwei Spielen sind eine schöne Ausbeute und dass es in dieser Tonart weitergehen sollte scandierte einmal mehr der violette Anhang lautstark mit: „DIE AUSTRIA WIEN IST WIEDER DA!“

Aus der Statistik:
Gesamtbilanz: 17 Spiele / 10 Siege / 3 Remis / 4 Niederlagen – Tore: 29 : 13
Heimbilanz: 9 Spiele / 7 Siege / 2 Remis / 0 Niederlagen – Tore: 21 : 6

Nach dem Gastspiel in der kommenden Woche beim SV Grödig hat die Austria zweimal Heimrecht: Am 12. August 2015 kommt es um 20.30 Uhr zum Wiener Derby gegen RAPID und am 15. August gastiert der burgenländische Aufsteiger aus Mattersburg in Wien.

Vorverkaufs-Tickets bitte hier:

www.austria.wien

 

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