FC Blau Weiß Linz / Vor 85 Jahren noch der S.V. Tabakfabrik Linz

Der SV Austria Tabak Linz bei einem Heimspiel in den späten 1970er Jahren. Foto: oepb

Der SV Austria Tabak Linz bei einem Heimspiel in der Straßerau in den späten 1970er Jahren. Foto: oepb

Wie hier bei uns an anderer Stelle bereits mehrfach und auch ausführlich geschildert, erblickte der FC Blau-Weiß Linz als Nachfolgeverein des SK VÖEST Linz, spätere FC Linz am 1. August 1997 – wenn man so will – das fußballerische Licht der Welt. Gemeinsam mit dem SV Austria Tabak Linz ging der karge Rest des verblichenen FC Linz damals eine Konzentration der Kräfte ein. Schon alleine auch deswegen, um den zahleichen Freunden, Gönnern und Fans des blau-weißen Fußballsports in der Stahlstadt Linz erneut eine sportliche Heimat zu bieten.

Der letzte Präsident des FC Linz, Franz Grad, veräußerte „seinen“ Fußballverein bekanntlich am 21. Mai 1997 an Wolfgang Rieger, seines Zeichens LASK-Präsident. Das Blau-Weiß war somit kurzzeitig aus Linz verschwunden, doch dass das Schwarz-Weiß nie ganz die Oberhand gewinnen würde, war Herman Schellmann und einer kleinen Schar von VÖEST-Anhängern zu verdanken, die den Canossagang zu Austria Tabak-Obmann Ing. Erich Zauner wagten, um diesem eine „Fusion“ vorzuschlagen. Erich Zauner, der schier jahrzehntelang der „Tschickbude“ als Obmann vorstand, war darob höchst erfreut, denn sein Liebkind, der SV Austria Tabak Linz, lag ebenso am Boden, hatte kein Geld mehr, die finanziellen Zuwendungen der Austria Tabakwerke AG waren eines Zigarettenstummels gleich ausgedämpft worden und im schnuckeligen Klein-Stadion Straßerau, direkt neben der Eisenbahnbrücke an der Donau gelegen, wusste man weder ein noch aus und stand im Grunde genommen vor dem endgültigen Schlusspfiff.

Blick auf die “Österreichische Tabakregie”, im Linzer Volksmund auch liebevoll “Tschickbude” genannt, im Jahre 1935. Foto: oepb

Blick auf die “Österreichische Tabakregie”, im Linzer Volksmund auch liebevoll “Tschickbude” genannt, im Jahre 1935. Foto: oepb

Also taten sich zwei „Kranke“ zusammen, um gemeinsam zu „gesunden“. Entstanden ist daraus der FC Blau-Weiß Linz, der 2019/20 in seinem 22. Bestandsjahr in seine immerhin bereits sechste Zweitliga-Spielzeit geht. Begonnen hatte man 1997/98 in der 1. OÖ-Landesliga, gleichbedeutend mit der vierten Leistungsstufe.

Der FC Linz, der als SK VÖEST Linz der letzte Nationalligameister Österreichs von 1973/74 war und dessen Herkunft, sind hinlänglich bekannt. Wie aber fing beim SV Austria Tabak in Linz alles an? Ein interessanter Umstand also, sich hier auf Spurensuche zu begeben.

Zur Entstehung

Nach der Vereinsgründung im Juni 1934 als S.V. Tabakfabrik Linz verfügte man zuerst über zwei Sektionen, nämlich Faustball und Fußball. Die Fußballmeisterschaft begann man in der 2. Klasse. Gespielt wurde am ASK RAPID Linz-Platz in der Hafenstraße. Aus RAPID Linz wurde im Laufe der Zeit der ESV Westbahn Linz, ein Verein, der eng mit dem Namen Ulmer verbunden ist. Fritz Ulmer war trickreicher Meisterfußballer des SK VÖEST, sein jüngerer Bruder Gerhard Ulmer spielte detto jahrelang für die Linzer Werkssportler und dessen Sohn Andreas Ulmer darf sich nun als absoluter Meister unter den Meisterfußballern Österreichs fühlen, denn seine bis dato 10 gewonnenen Titel (1 mit dem FK Austria Wien, 9 mit dem FC Red Bull Salzburg) sind nationaler Rekord hierzulande.

Austria Tabak-Obmann Ing. Erich Zauner lädt Freunde, Gönner und Journalisten zur Weihnachtsfeier 1979 ein. Sammlung: oepb

Austria Tabak-Obmann Ing. Erich Zauner lädt Freunde, Gönner und Journalisten zur Weihnachtsfeier 1979 ein. Sammlung: oepb

Nachdem der S.V. Tabakfabrik Linz – die Fabriksgründung der Österreichischen Tabakregie in Linz geht auf das Jahr 1850 zurück, die Blütezeit der Zigarettenproduktion war in den Jahren 1900 bis 1920 mit knapp 1.500 Mitarbeitern alleine im Werk Linz, 1997 waren noch gut 200 Personen in Linz beschäftigt – mit 30. November 1934 beschloss, auch „Nicht Betriebsangehörige“ in den Verein aufzunehmen, ging es nun vermehrt darum, eine geeignete Spielstätte zu finden. Dies schien ein leichtes Unterfangen zu sein, denn die Tabakfabrik war im Besitz eines dafür hervorragend geeigneten Geländes. Es war das Areal direkt neben der Eisenbahnbrücke. Nach zähen Verhandlungen und zahlreichen Vorsprachen der Sportler bei der Werksleitung durfte der noch junge Sportverein dieses Grundstück für den Bau einer geeigneten Spielstätte verwenden. Dort, wo heute das im Jahre 1997 umbenannte „Donauparkstadion“ steht – welches nach Adaptierungen und Umbauarbeiten in etwa drei Jahren, also 2022, die endgültige Heimstätte des FC Blau Weiß Linz sein wird – wird demnach bereits seit 1935 gekickt.

Und es war auch für die damaligen Verhältnisse eine hübsche kleine Anlage, bestehend aus einem Fußball-Hauptspielfeld, einem Trainingsplatz und einem aus Holz gefertigten Sporthaus, das an der Südseite des Areals platziert war.

Es lief alles ein wenig idyllisch ab, wenn Austria Tabak zu einem Heimspiel lud. Hier im Rahmen eines Derbys gegen Union Edelweiss Linz in der Saison 1980/81. Foto: oepb

Es lief alles ein wenig idyllisch ab, wenn Austria Tabak zu einem Heimspiel lud. Hier im Rahmen eines Derbys gegen Union Edelweiss Linz in der Saison 1980/81. Foto: oepb

Kriegsbedingte Auflösung

Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im September 1939 wurde der Sportplatz von der Kriegsmarine enteignet, was in späterer Folge auch das Aus des S.V. Tabakfabrik Linz bedeutete. 1949, 10 Jahre später, der Krieg war vorüber und das Leben im von 22 verheerenden Luftangriffen beinahe völlig zerstörten Linz normalisierte sich langsam wieder, erwachte auch der S.V. Tabakfabrik zu neuem Leben. Die Stadt war geteilt. In Linz „herüben“ saßen die Amerikaner, im Stadtteil Urfahr „drüben“ die Russen. Als Demarkations-Linie galt der Donaustrom. Dass die Linzerinnen und Linzer aber auch damals nicht ihren Humor verloren hatten, schlug sich in folgendem Slogan nieder: „In Linz herüben der Ami, in Urfahr drüben der Russ – der Weg über die Bruck´n, des wird a harte Nuss!“ Gemeint war die Nibelungen-Brücke über die Donau und man musste sich beim Amerikaner abmelden, um sich am anderen Ende beim Russen umständlich via Pass und / oder gültigem Ausweisdokument anhand der Überfahrt mit der Tramway oder aber auch zu Fuß anzumelden. Bei der Rückfahrt natürlich das gleiche Procedere. Eile durfte man damals keine haben.

Tabak erwacht zu neuem Leben

So wurde am 15. Juni 1949 auch der S.V. Tabakfabrik Linz wieder etabliert. Mit den Sektionen Fußball, Tischtennis, Leichtathletik, Wintersport und Frauensport nahm man sogleich wieder am geregelten Sportbetrieb teil.

1952 wurden weitere Adaptierungsarbeiten vorgenommen. Ein neues Spielfeld wurde angelegt und das Sporthaus, welches bedingt durch die Kriegswirren unbrauchbar geworden war, musste ersetzt werden. An der Ostseite des Geländes wurde ein neues Holzhaus errichtet, bis das damalige Jahrhunderthochwasser der Donau des Jahres 1954 den Sportplatz komplett überflutete. Die zahlreiche Arbeit wurde mit einem Schlage zunichte gemacht. Nichtsdestotrotz konnte am 9. Juli 1955 das Sportplatzgelände im Rahmen eines Festaktes feierlich seiner weiteren Bestimmung übergeben werden.

Im Jahre 1997 waren noch gut 200 Mitarbeiter im Werk Linz beschäftigt. Zur Blütezeit im frühen 20. Jahrhundert werkten hier 1.500 Personen in der Zigaretten-Produktion. Foto: oepb

Im Jahre 1997 waren noch gut 200 Mitarbeiter im Werk Linz beschäftigt. Zur Blütezeit im frühen 20. Jahrhundert werkten hier 1.500 Personen in der Zigaretten-Produktion. Foto: oepb

Im Jahre 1977 entschied die Vereinsleitung, die Anlage von zwei Tennisplätzen und den Ausbau der Asphalt-Stockschützen-Bahnen, sowie den völligen Neubau des Sporthauses ins Auge zu fassen. Es dauerte bis zum 26. Februar 1980, als die Baugenehmigung erteilt wurde. Baubeginn war der 21. Juli 1980 und zu Weihnachten 1980 konnte das neue Sporthaus bereits bezogen werden. Nachdem alles fertig gestellt war, wurde am 3. Oktober 1981 das neue Areal abermals eingeweiht.

Endgültiger und lang gewünschter Aufschwung der Fußballer

Die Fußballer waren jahrelang in der Versenkung verschwunden. Hin und wieder gab es schöne Erfolge zu feiern, aber etwaige Meisterschaften und Aufstiege ließen lange auf sich warten. Dies änderte sich schlagartig, als der Ex-Internationale Franz Viehböck, selbst in früheren Zeiten für SV Stickstoff Linz und den LASK aktiv, in der Straßerau als Trainer anheuerte. Viehböck hatte beim Stickstoff-Verein, dem späteren SV Chemie Linz ganze Arbeit geleistet und wurde mit den Chemikern von 1974 bis 1979 fünfmal en suite Meister. Chemie marschierte von ganz unten bis in die 1. OÖ-Landesliga hinauf. Ähnliches erwartete man sich nun beim SV Austria Tabak Linz. Und Viehböck stand für Qualität und Erfolg. 1983/84 Meister in der Bezirksliga Nord, 1984/85 Champion in der 2. Landesliga Ost. Tabak war somit nach 1962 wieder in Oberösterreichs höchster Spielklasse angelangt.

Zum 60-jährigen Gründungsfest 1994 wurde nicht nur die neue überdachte Tribüne eingeweiht, der Verein legte auch eine kleine Din A5-Festschrift auf. Sammlung: oepb

Zum 60-jährigen Gründungsfest 1994 wurde nicht nur die neue überdachte Tribüne eingeweiht, der Verein legte auch eine kleine Din A5-Festschrift auf. Sammlung: oepb

Sogar Beppo Mauhart, seines Zeichens Zigarren rauchender Aufsichtsrat der Austria Tabakwerke AG und Präsident des ÖFB, ließ es sich am 29. Juni 1985 nicht nehmen, den Linzer Tabak-Fußballern zu zwei Titeln in Serie samt Aufstieg in der Straßerau zu gratulieren. Dem persönlichen Engagement des gebürtigen Ennsers hatten es die Linzer zu verdanken, dass aus Wien stromaufwärts entlang der Donau der eine oder andere Sponsor-Schilling in die kargen Vereinskassen der Linzer Tabak-Fußballer gespült wurde.

Trotzdem das Geld stets knapp war, hielt sich der SV Austria Tabak von 1987 an immer in der 1. OÖ-Landesliga. 1987/88 und 1991/92 sprang beide Male sogar die Vize-Meisterschaft dabei heraus. Mit dem Abstieg hatte man nie etwas zu tun. Auch der ehemaige Profi des SK VÖEST, der spätere Deutschland- und Italien-Legionär Hans Dieter Mirnegg trainierte in jenen Jahren die Tabak-Kicker.

Gelebte Rivalität in Linz

Wenn beispielsweise in der 1. OÖ-Landesliga ASKÖ Donau Linz – beheimatet im Stadtteil Kleinmünchen und von der Donau meilenweit entfernt – auf den SV Austria Tabak traf, dann waren hier wie dort gut 4-500 Besucher anwesend. Ähnlich verhielt es sich bei Duellen mit dem SV Chemie Linz. Im Sommer 1997 sollte jedoch alles anders werden. Quasi über Nacht hatte Austria Tabak Zuschauer und fanatische Fans. Dort, wo in früheren Zeiten beim Heimspiel stets um die 200 Personen zugegen waren, kamen plötzlich über 1.000 zahlende Besucher. Der FC Blau-Weiß Linz verbuchte im ersten Halbjahr seiner Existenz im Herbst 1997 in der 4. Leistungsstufe 1.250 Zuschauer bei den Heimspielen und auch knapp durchschnittliche 800 Besucher anhand der Auswärtsspiele.

Diese massive Fan-Unterstützung allein veranlasste den Veranstalter LASK, den FC Blau-Weiß Linz im Jänner 1998 als Viertligist zum Linzer Hallenturnier einzuladen. Genau genommen war Blau-Weiß ohnehin der Titelverteidiger, denn im Jahr zuvor gewann der FC Linz diesen Bandenzauber. Der LASK-Anhang glaubte in der Halle den Vogel abzuschießen und entgegnete den „VÖEST´ler, VÖEST´ler“-Sprechchören lediglich kläglich, dass dieser Verein bereits lange tot sei. Da hatte der schwarz-weiße-Anhang aber – wie schon so oft in seiner Existenz – die Rechnung ohne den blau-weißen Wirt gemacht. Das nun aus hunderten von Kehlen, überaus lautstark skandierte und schier ewig anhaltende „BUDE, BUDE … TSCHICKBUDE!“ ließ die altehrwürdige und ausverkaufte Stadt- und Sporthalle auf der Linzer Gugl in ihren Grundmauern erschüttern. Man konnte dabei auf den bummvollen Rängen gestandene Tabak-Fußballer außer Dienst beobachten, wie diese zu Tränen gerührt waren. Solche Sympathie-Kundgebunden waren ihnen nie zuteil geworden.

Eine alte Eintrittskarte von 1997. Sammlung: oepb

Eine alte Eintrittskarte aus der Gründerzeit. Sammlung: oepb

Der SV Austria Tabak Linz lebt schon alleine aufgrund des Anhanges der ehemaligen SK VÖEST-Mannschaft in Würde weiter. Die damaligen FC Linz-Anhänger fanden 1997 ein neues Betätigungsfeld vor. Gewiss fehlen heute etwa zwei Fan-Generationen, denn der LASK konnte 2018/19 mit der Vize-Meisterschaft im Oberhaus den größten Erfolg seit seinem Double-Gewinn 1964/65 verzeichnen. Als junger Fußballfan geht man da wohl eher hin. Andererseits war es immer schon ein bisserl anders, gegen den Strom zu schwimmen, nicht mit der breiten Masse mitzugehen, die unteren Tabellenplätze eher zu kennen, denn jene Positionen über etwaigen ominösen sportlichen Strichen. Man wird geboren, um zu leiden. Aber wie heißt es im Rheinland zu Düsseldorf doch so schön: „Wer Fortuna überlebt, den kann im Leben nichts mehr erschüttern!“ Ähnlich verhält es sich beim SK VÖEST / FC Blau-Weiß Linz-Anhang. Man darf also weiterhin gespannt sein, wohin sich dieser Verein entwickeln wird. Die Politik der kleinen Schritte fruchtete seit 1997 immer wieder. Und das Ende der sportlichen Fahnenstange für den einstmaligen S.V. Tabakfabrik, auferstanden, um im FC Blau-Weiß Linz weiterzuleben, ist noch lange nicht erreicht.

„Glück auf!“

Eingangsbereich des Tabak-Platzes, der seit 1997 Donauparkstadion heißt. Hier eine Schnappschuss vom Sommer 1997. Foto: oepb

Eingangsbereich des Tabak-Platzes, der seit 1997 Donauparkstadion heißt. Hier ein Schnappschuss vom Sommer 1997. Foto: oepb

Zeittafel – Kurz-Chronik

9. März 1934: Vereinsgründung des S.V. TABAKFABRIK LINZ

22. Juni 1934: Gründungs-Generalversammlung

1935: Sportplatz-Eröffnung

1936/37: Die Fußballer belegen in der Meisterschaft der 2. Klasse den 2. Tabellenplatz.

1937/38: Die Fußballer werden ohne Punkteverlust überlegener Herbstmeister und schlagen dabei in einem Freundschafsspiel den LASK mit 6 : 1!

1939: Der Verein wird kriegsbedingt aufgelöst. Die Sportanlage wird von der Kriegsmarine beschlagnahmt.

15. Juni 1949: Der Sportverein wird neu gegründet. Mit den Sektionen Fußball, Tischtennis, Leichtathletik, Wintersport, Frauensport wird der Sport- und Spielbetrieb wieder aufgenommen.

1951: Die Sektionen Leichtathletik und Tischtennis werden aufgelassen.

Zum Auferstehungs- und Gründungsfest am 1. August 1997 gesellten sich auch ehemalige SK VÖEST-Fußballer. Von links: Günther Zeller, Erwin Fuchsbichler, Jürgen “Joe” Kreuzer, Gerald Haider, Hans Dieter Mirnegg. Vorne sitzend: Alexander Sperr. Foto: oepb

Zum Auferstehungs- und Gründungsfest am 1. August 1997 gesellten sich auch ehemalige SK VÖEST-Fußballer. Von links: Günther Zeller, Erwin Fuchsbichler, Jürgen “Joe” Kreuzer, Gerald Haider, Hans Dieter Mirnegg. Vorne sitzend: Alexander Sperr. Foto: oepb

1953: Gründung der Sektion Stockschießen. Beginn des Baus der Sportanlage bei der Eisenbahnbrücke. Der Platz wird um 90 Grad gedreht und hat diese Position parallel zur Donau liegend heute noch inne.

1954: Die Sektion Frauensport wird eingestellt, dabei wird die Sektion Faustball wieder gegründet. Die Fußballer beginnen in der 3. Klasse die Meisterschaft. Der beinahe fertig gestellte Sportplatz wird durch das Katastrophen-Hochwasser völlig zerstört.

1955: Der Spielbetrieb auf adaptiertem und frisch hergestelltem „Grün“ wird wieder aufgenommen. Die Fußballer werden mit 43 – von 44 möglichen – Punkten Meister und steigen in die 2. Klasse auf. Die Tordifferenz von 147 : 26 ist beachtlich!

1955/56: Tabakfabrik avanciert weiter zur Torfabrik und marschiert durch. Meister und neuerlicher Aufstieg in die 1. Klasse, mit abermals 43 von 44 möglichen Punkten und einer Tordifferenz von 121 : 23!

1960/61: Meister der 1. Klasse Ost, somit Aufstieg ins oberösterreichische Oberhaus, der OÖ-Landesliga.

1961/62: Abstieg aus der Landesliga als Tabellenletzter. 4 Siege und 3 Remis bei 22 Runden sind einfach zu wenig.

1963: Die Sektionen Schach und Kegeln werden gegründet.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Egal, was der LASK-Anhang palavert, Blau Weiß besteht aus “Tschickbude” und VÖEST Linz. Foto: oepb

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Egal, was der LASK-Anhang palavert, Blau Weiß besteht aus “Tschickbude” und VÖEST Linz. Foto: oepb

1964: Die Sektion Betriebsfußball für Betriebsangehörige, die nicht Meisterschaft spielen, wird gegründet.

1965: Gründung der Sektion Sportfischen.

1969/70: Der Vereinsname wird 1970 auf SV AUSTRIA TABAK LINZ abgeändert. Gleichzeitig steigen die Fußballer in die neu gegründete 2. OÖ-Landesliga auf. Die Sektion Schach wird „matt“ gestellt.

1973/74: Abstieg der Fußballer aus der 2. Landesliga in die Bezirksliga Ost.

1976/77: Wechsel innerhalb der Bezirksliga. Die Fußballer sind ab sofort in der Bezirksliga Nord aktiv.

1977: Die Sektionen Foto und Wandern werden gegründet.

1980: Die Sektion Tennis wird gegründet. Beginn und Spatenstich der Neugestaltung der Sportanlage. Kostenpunkt – 4,5 Millionen Schilling (zirka € 327.000,00) Es werden ein neues Sportheim, zwei Tennisplätze und zwei zusätzliche Asphaltbahnen errichtet.

Wimpel-Unikat aus Anlass der Sportplatzeröffnung im Oktober 1981. Foto: oepb

Wimpel-Unikat aus Anlass der Sportplatzeröffnung im Oktober 1981. Foto: oepb

3. Oktober 1981: Die neu gestaltete Sportanlage wird feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

1983/84: Die Fußballer werden überlegen Meister der Bezirksliga Nord und wiederholen dieses Kunststück …

1984/85: … als Meister der 2. Landesliga Ost erneut. Man war nach 23 Jahren wieder in Oberösterreichs höchster Spielklasse angelangt.

1984: Auch die Reserve-Mannschaft der Fußballer wird Meister, ebenso am 3. Juni 1984 die Stockschützen-Damenmannschaft. Von 29. Juni bis 1. Juli wird das 50-jährige Gründungsjubiläum des Sportvereins im Rahmen eines Sportfestes begangen.

1985/86: Am Ende fehlt ein läppisches Tor! Austria Tabak muss als Tabellenletzter und aufgrund der schlechteren Tor-Differenz nach nur einem Jahr im OÖ-Oberhaus wieder absteigen.

1986/87: Eines Stehaufmännchens gleich kehrt man neuerlich als Champion der 2. Landesliga Ost in die 1. OÖ-Landesliga zurück.

1992: Der Verein bekommt vom Land Oberösterreich, der Stadt Linz, dem OÖ-Fußballverband und dem Dachverband ASVÖ die bindende Zusage für die Errichtung einer Tribüne, einer Erweiterung der Spielfeldbeleuchtung und eine Renovierung des Spielfeldes in den Jahren 1993, 1994 und 1995 eine Subvention in Höhe von insgesamt 3 Millionen Schilling (zirka € 218.000,00)

1993: Die Tribüne wird errichtet, sowie die Spielfeldbeleuchtung installiert.

1994: Just zum 60-jährigen Vereinsjubiläum wird die Sanierung des Fußballplatzes abgeschlossen, sowie die neue Tribüne ihrer Bestimmung übergeben. Das Jubiläumsspiel zum 60. Geburtstag gegen die Wiener Austria wird jedoch am Chemie-Platz ausgetragen.

22. Juli 1994: SV Austria Tabak Linz vs. FK Austria Memphis Wien, 200 Zuschauer, Chemie-Platz, 1 : 3 (1 : 1), wobei der später noch viele Jahre beim FC Blau Weiß Linz tätige Publikumsliebling Samir Hasanovic die Linzer Jubilare in der 20. Minute in Führung schoss.

Die Blau-Weiß-Fans waren 1998 Hallensieger, die Mannschaft – noch – nicht ganz. Foto: oepb

Die Blau-Weiß-Fans waren 1998 Hallensieger, die Mannschaft – noch – nicht ganz. Foto: oepb

Sommer 1997: Bastle aus zwei „Kranken“ einen „Gesunden“. Aus dem SV Austria Tabak und dem FC Linz entsteht wie weiland Phönix aus der Asche der FC Blau Weiß Linz. Als Gründungsfest steht der 1. August 1997 zu Buche. Die ersten Spiele am 19. Juli in Haid bei Ansfelden und am 26. Juli am Chemie-Platz gegen Union St. Florian im Rahmen des OÖ-Landescups, sowie am 2. August 1997 am VÖEST-Platz gegen den SV Bad Schallerbach im Zuge des ÖFB-Cups verliefen ansehnlich und teilweise auch erfolgreich. Lediglich gegen St. Florian ging in der Verlängerung mit 2 : 4 den Neo-Blau -Weißen die Luft und die auch Kraft aus.

Quelle: oepb

www.blauweiss-linz.at

www.bundesliga.at

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