EU-Primärzutatenverordnung in Kraft

“Die strengere Lebensmittelkennzeichnung dämmt eine Irreführung à la „Hergestellt in Österreich“ ein und erleichtert so den Konsumenten die bewusste Entscheidung für regionale Produkte!“, so Simone Schmiedtbauer, Europaabgeordnete und Agrarsprecherin der ÖVP im Europaparlament zum nunmehrigen Inkrafttreten der EU-Primärzutatenverordnung. Foto: Teresa Rothwangl

Die strengere Lebensmittelkennzeichnung dämmt eine Irreführung à la „Hergestellt in Österreich“ ein und erleichtert so den Konsumenten die bewusste Entscheidung für regionale Produkte!“, so Simone Schmiedtbauer, Europaabgeordnete und Agrarsprecherin der ÖVP im Europaparlament zum nunmehrigen Inkrafttreten der EU-Primärzutatenverordnung. Foto: Teresa Rothwangl

Im Schatten der Coronakrise gibt es gute Nachrichten von der EU für die heimische Landwirtschaft: Seit 1. April 2020 müssen die Hauptzutaten von verarbeiteten Lebensmitteln gut sichtbar gekennzeichnet sein, damit die Konsumentinnen und Konsumenten wissen, was sie kaufen. Das ist ein wichtiger Schritt, der bewusste Kauf- und Konsumentscheidungen zu Gunsten heimischer und regionaler Produkte einfacher macht.“, sagt Simone Schmiedtbauer, Europaabgeordnete und Agrarsprecherin der ÖVP im Europaparlament zum gestrigen Inkrafttreten der sogenannten EU-Primärzutatenverordnung.

Die sieht vor, dass die Herkunft jenes Bestandteils, der mehr als 50 Prozent des Produkts ausmacht, verpflichtend und deutlich angegeben werden muss, wenn die Verpackung den Eindruck erweckt, das Produkt komme aus einem anderen Land. Beispiel aus der Praxis: Vogerlsalat „hergestellt in Österreich“, mit Salat aus Italien und Frankreich. Wenn mehr als eine Zutat ein Produkt ausmachen wie zum Beispiel bei Erdbeerjoghurt oder Käsewurst, dann muss die Herkunft von beiden Hauptzutaten angegeben werden.

„Das ist ein weiterer Erfolg für unsere Landwirtschaft und die heimischen Konsumenten, weil die oft bewusste Irreführung auf den Lebensmitteletiketten hinsichtlich der Herkunft der Produkte in Zukunft stark eingedämmt wird. Der Weg dorthin war lange, doch konsequente Überzeugungsarbeit hat schließlich gewirkt. Verbraucher können sich nun vermehrt gezielt für qualitativ hochwertige, frische, regionale Produkte mit kurzen Transportwegen entscheiden. Das ist gut für die Lebensqualität, unsere bäuerlichen Familienbetriebe und nicht zuletzt für das Klima. An diesen Erfolg gilt es nun weiter anzuknüpfen und die transparente Lebensmittelkennzeichnung weiter auszubauen. Es liegt noch ein deutliches Stück des Weges vor uns.“, schließt Schmiedtbauer.

Quelle: Bauernbund

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