EU-Mercosur / NEIN zu Lebens- & Futtermittel quer über Atlantik

“Für Importe müssen die gleichen Standards gelten wie für heimische Erzeugnisse. Hier darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden, denn Lebens- und Futtermittel müssen nicht quer über den Atlantik fliegen!”, so die ÖVP-Agrarsprecherin und EU-Abgeordnete Simone Schmiedtbauer. Foto © Lahousse

“Für Importe müssen die gleichen Standards gelten wie für heimische Erzeugnisse. Hier darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden, denn Lebens- und Futtermittel müssen nicht quer über den Atlantik fliegen!”, so die ÖVP-Agrarsprecherin und EU-Abgeordnete Simone Schmiedtbauer. Foto © Lahousse

“Wenn wir den Green Deal ernst nehmen, müssen Importe aus Drittstaaten ebenso hohen Umwelt-, Klima- und Produktionsstandards entsprechen wie Erzeugnisse aus der heimischen Lebensmittelherstellung. Mit Blick auf das geplante EU-Mercosur-Abkommen bestehen da aber berechtigte Zweifel.“, so Simone Schmiedtbauer, Europaabgeordnete und Agrarsprecherin der ÖVP im Europaparlament, zur aktuellen Plenardebatte über die Vereinbarkeit des Green Deal mit einem allfälligen EU-Mercosur-Handelsabkommen.

Hier darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden. Eine moderne, klimafreundliche Landwirtschaft braucht Standards, die eine nachhaltige Lebensmittelproduktion in unseren Familienbetrieben in Europa ermöglichen und gewährleisten.“, fährt Schmiedtbauer fort. „Lebens- und Futtermittel müssen nicht quer über den Atlantik fliegen. Mir fehlt im Green Deal zum Beispiel noch ein realistischer Ansatz für eine tatsächlich umsetzbare Eiweißstrategie zur Eindämmung oder Einpreisung der massiven Sojaimporte. Und wir brauchen eine transparentere und genauere Lebensmittelkennzeichnung, damit sich der Konsument zuverlässig für heimische Produkte und damit den Klimaschutz entscheiden kann.“

“Wir Land- und Forstwirte legen größten Wert auf Umwelt- und Klimaschutz, das ist unsere Lebensgrundlage. Wir brauchen dafür die entsprechenden Rahmenbedingungen: Stabilität, Planbarkeit, praxistaugliche Maßnahmen und eine Abgeltung unserer Dienste für die Allgemeinheit. Dass geht von Ernährungssicherheit über die CO2-Speicherung bis hin zur Kulturlandschaftspflege im Sinne der Artenvielfalt!“, sagt Schmiedtbauer abschließend. „Es geht hier auch um den Willen, eine Berufsgruppe zu erhalten und um einen lebenswerten ländlichen Raum. Dazu muss sich die EU-Kommission im Rahmen des Green Deal bekennen.“

Quelle: Bauernbund

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