Erfolgreiche Linzer Open Commons Initiative

Anhand der erfolgreichen Linzer Open Commons Initiative steht die Förderung der digitalen Kompetenz im Vordergrund. Foto: Stadt Linz

Anhand der erfolgreichen Linzer Open Commons Initiative steht die Förderung der digitalen Kompetenz im Vordergrund. Foto: Stadt Linz

Seit fast zehn Jahren agiert die Open Commons Initiative erfolgreich in Linz, wobei bisher der Ausbau der Infrastruktur im Vordergrund stand. So wurden etwa 160 kostenlose W-LAN Hotspots errichtet. Das Angebot von zahlreichen städtischen Daten (Open Data) ermöglichte die Entwicklung neuer interaktiver, oft mobiler Anwendungen. Zu den erfolgreichenBeispielen zählen etwa die Online-Plattform „Linz pflückt“ oder der Echtzeit-Fahrplan „Linz fährt“, aber auch Software von Jugendlichen, wie die App „Ways+“, die nicht den schnellsten, sondern den schönsten Weg findet.

Bei der zukünftigen Ausrichtung von Open Commons Linz geht es nun darum, die digitale Kompetenz der Bürgerinnen und Bürger zu stärken.Nach einem erfolgreichen Programmjahr 2017 startet die Linzer Open Commons-Initiative heuer mit zahlreichen Veranstaltungen erneut durch. Begonnen wurde bereits mit den Coding- und Hardware-Workshops für Kinder und Jugendliche unter dem Titel „Hello World“im Linzer Wissensturm. Den Höhepunkt der Veranstaltungsserie stellt ein Symposium im Mai mit dem mittlerweile 7. Open Commons-Kongress dar.

Mit dem 2009 gestarteten Projekt „Open Commons Linz“ agiert die Stadt Linz als Vorreiterin in Europa. Im zehnten Jahr ihres Bestehens hält die Initiative erneut ein interessantes Programm für die Linzer Bevölkerung bereit“, freut sich Bürgermeister Klaus Luger über die Fortschritte der Initiative Open Commons Linz.

Open Commons Veranstaltungshighlights 2018

Bereits gestartet ist das Kooperationsprojekt der Open Commons Linz undder Stadtbibliothek Linz „Hello World Linz – Coding und Hardware für Anfängerinnenund Anfänger“ für die Zielgruppe Kinder & Jugendliche.

„Hello World“
Hello World“ richtet sich als Format von „Jugend hackt Österreich“ speziell an Anfängerinnen und Anfänger. Es ermöglicht Kindern zwischen 8 und 12 Jahren sowie Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren einen ersten Blick hinter die Kulissen ihrer liebsten Technik- und Onlinewelten.

In den Kursen erfahren Mädchen und Buben, was Soft- und Hardware zum Laufen bringt, wie sie Technik zum kreativen Problemlösen nutzen können und wie sie eigene Ideen umsetzen, um ihre Umwelt mitzugestalten. Zusammen mit Medienpädagoginnen und Medienpädagogen sowie technisch versierten Mentorinnen und Mentoren verbringen die jungen Gäste einenNachmittag mit Basteln, Bauen und Coden. Auf dem Programm steht etwa, wie man Roboter programmiert oder einen Lötkolben bedient, wie man einfacheAlgorithmen erstellt und sich Papier und anderes Material „hacken“ lässt.

Zudem lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Hacknachmittagen Möglichkeiten kennen, Technologie kritisch zu hinterfragen und nach eigener Vorstellung zu verbessern.

„Hello World“ lädt kostenlos jeden Freitag in die Stadtbibliothek im Wissensturm.

Für die Workshops von 14 bis 17.30 Uhr sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Alle Termine und Anmeldungen unter www.linz.at/wissensturm/vhs 

Gruppenanmeldungen sind mit Angabe der Kursnummer per E-Mail an wissensturm@mag.linz.at möglich.

Weitere Infos unter https://jugendhackt.org/events/helloworldlinz

Wikipedia – ich mach mit!
Jeden ersten Samstag im Monat können Interessierte vormittags im WissensturmLinz die grundlegenden Kenntnisse zum Schreiben in der Wikipedia erwerben. Dazu braucht es keinerlei Vorkenntnisse, denn vor Ort wird erklärt, worauf es beim Editieren ankommt. Der „Crashkurs“ vermittelt die wichtigsten Tipps und Tricks.

Neulinge haben am Nachmittag Gelegenheit, ihre frisch erworbenen Kenntnisse zu vertiefen und eigene Artikel anzulegen oder zu verbessern.Die Seminare in gemütlicher Atmosphäre stehen auch erfahrenen Wikipedia Autorinnenund Autoren offen, von denen sich die künftigen Autorinnen und Autoren der Online-Enzyklopädie noch den einen oder anderen Kniff abschauen.

Beim Start der Reihe am 3. März 2018 entstand unter anderem anlässlich des Welt-Frauentages am 8. März 2018 ein Artikel zu einer weiblichen Linzer Persönlichkeit.

Bei der Workshopreihe arbeiten Open Commons Linz, Wikimedia Österreich, die Volkshochschule und die Stadtbibliothek Linz zusammen.

Weitere Termine für 2018:

7. April, 5. Mai, 9. Juni, 15. September, 6. Oktober, 1. November und 1. Dezember.

Alle Workshops sind kostenlos. Anmeldungen für die Vormittage sind bei der VHS Linz www.linz.at/wissensturm/vhs möglich. Die Nachmittags-Aktivitäten können auch ohne Anmeldung besucht werden.

Vernetzungstreffen für Frauen in Technik, Technologie und Netzpolitik

Magdalena Reiter, Leiterin von Commons Linz, lädt zusammen mit Claudia Garád (Geschäftsführerin der Wikimedia Österreich) und Stefanie Wuschitz (Gründerin von Mz* Baltazar’s Lab) interessierte Frauen, die im Bereich Technik, Technologie und Netzpolitik arbeiten, oder sich darin engagieren möchten, zum gemeinsamen Vernetzen ein.Ein gemütliches Forum bietet im Rahmen des Business Riot Festivals die Gelegenheit, sich und die eigene Arbeit vorzustellen, sowie die anderen und deren Interessen und Organisationen kennenzulernen.

Die drei Chefinnen engagieren sich, um die aktuell unterrepräsentierte, weibliche Perspektive im Tech-Bereich zu stärken. Beim Treffen am 9. März 2018 im Donauforum Wien (ab 13.15 Uhr) sind auch Frauen, die (noch) nicht beruflich in diesem Kontext Fuß gefasst haben, herzlich willkommen.

Claudia Garáds Spezialität und Leidenschaft ist Freies Wissen in seiner ganzen Vielfalt. Als Geschäftsführerin des gemeinnützigen Vereins Wikimedia Österreich unterstützt sie seit 2012 die Menschen hinter Wikipedia und ihre Ideen. Dabei engagiert sie sich persönlich insbesondere für mehr Vielfalt und Inklusivität in der Wikimedia-Gemeinschaft und setzt sich dafür ein, dass Freies Wissen Teil unseres Alltags wird. Garád wirkt darüber hinaus in den Advisory Boards des Open Data Portals Österreich und der Open Knowledge Maps und ist Mitorganisatorin der Netzpolitischen Abende in Wien (#Netz-PAT).

Stefanie Wuschitz ist Künstlerin und forscht seit dem Abschluss ihres Doktorats an der TU Wien an der Schnittstelle zwischen intersektionellem Feminismus und Technologie. Sie ist Mitbegründerin von Mz* Baltazar’s Laboratory, eines Künstlerinnen- und Künstler-Kollektivs und feministischen Hackerspace in Wien. Derzeit unterrichtet sie an der Akademie der Bildenden Künste in Wien.

Magdalena Reiter leitet die städtischen Initiative OPEN COMMONS LINZ, in der sie sich für digitale Gemeingüter, transparente Strukturen in einer offenen, digitalen Gesellschaft und den gleichberechtigten Netz-Zugang für alle einsetzt. Dazu hat sie unter anderem das gemeinnützige Programm „Jugend hackt“ nach Österreich gebracht. Reiter organisiert das Format „Hello World“, das sich auch an jene Kinder und Jugendlichen richtet, die oftmals nicht mit Technik und Technologie assoziiert werden.

Das Vernetzungstreffen am 9. März 2018 (13.15 bis 15.15 Uhr) zählt zum Programm des Business Riot Festival http://riotfestival.at im Wiener Donauhof, Engerthstraße 141, 1020 Wien.

SYMPOSIUM zur Demokratie

Dieses Jahr schließen sich der Open Commons-Kongress und die Medienkonferenz #mediana18 zusammen und treten am 18.und 19. Mai als gemeinsames Symposium auf. An beiden Tagen steht die Frage im Mittelpunkt, wie man Demokratie unter den aktuellen medialen Bedingungen stärken kann. Während der Open Commons-Kongress die Rolle von historischen und zeitgenössischen Wissensarchiven in den Fokus nimmt, beschäftigt sich die#mediana18 mit dem Public Service-Auftrag öffentlich-rechtlicher und privater Medien.

18.Mai 2018

Open Commons Kongress 2018 im Wissensturm zum Thema „Unwissenheit frisst Demokratie“

19. Mai 2018

public open spaces – Vom demokratischen Auftrag medialen Diskurses#mediana18 – Kunstuniversität, Domgasse 1, 4020 Linz.

Der Kongress widmet sich der Frage, welche Rolle die Wissensarchive für die Stärkung von Demokratien haben. Welche Formen von kulturellem Gedächtnis brauchen wir in digitalisierten Demokratien? Wie muss Erinnerungskultur in unseren Archiven stattfinden? Wie schaffen wir es, Wissen mit möglichst hohem Wahrheitsgehalt zu generieren? Wie können unterschiedlichePerspektiven darin vertreten sein? Wie gehen wir gegen Fakes und falsche Fakten vor? Welche Aufgabe hat der Journalismus in Zukunft? Und welche Aufgabe muss der Staat darin wahrnehmen?

Der Eintritt zu den Talks und zur Podiumsdiskussionmit Expertinnen und Experten ist frei.

http://opencommons.linz.at/

www.linz.at

Lesen Sie mehr über die oberösterreichische Landeshauptstadt bitte hier;

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