Daniel Bierofka kein LÖWEN-Dompteur mehr

Sein aufopferungsvolle Arbeit für die Löwen ging gestern Abend zu Ende. Daniel Bierofka verlässt auf eigenen Wunsch die weiß-blauen Münchner. Foto: TSV 1860 München

Sein aufopferungsvolle Arbeit für die Löwen ging gestern Abend zu Ende. Daniel Bierofka verlässt auf eigenen Wunsch die weiß-blauen Münchner. Foto: TSV 1860 München

Auf den bereits seit langem anhaltenden Trommelwirbel folgte gestern Abend der Paukenschlag: Löwen-Trainer Daniel Bierofka hat die Geschäftsführung des TSV 1860 München aus, wie er selbst sagt, persönlichen Gründen um die sofortige Auflösung seines Vertrages gebeten. Diesem Wunsch kam der Verein nicht zuletzt auch aufgrund der großen Verdienste im und um den Verein in den letzten Jahren nach.

Dazu Michael Scharold, kaufmännischer Geschäftsführer von 1860 München: „Daniel war nach dem Abstieg in die Regionalliga 2017 der Anker für das taumelnde Schiff. In der schwierigsten Phase des Vereins ist er vorangeschritten und hat in kürzester Zeit eine Mannschaft aufgebaut, die am Ende den sofortigen Aufstieg in die 3. Liga schaffte. Im letzten Jahr hat er unter der Doppelbelastung mit der Ausbildung zum Fußballlehrer die Klasse gehalten. Die nun knapp 2,5 Jahre waren sehr ereignisreich und nur durch extremen persönlichen Einsatz von Daniel Bierofka zu stemmen. Der Dank für diesen Einsatz kann gar nicht groß genug sein.“

1860 München Geschäftsführer Sport Günther Gorenzel, am Foto 2017 noch in Diensten des FC Blau-Weiß Linz, ist ab sofort auf Trainersuche. Foto: Johann Schornsteiner

1860 München Geschäftsführer Sport Günther Gorenzel, am Foto 2017 noch in Diensten des FC Blau-Weiß Linz, ist ab sofort auf Trainersuche. Foto: Johann Schornsteiner

Und Günther Gorenzel, Geschäftsführer Sport, schlägt in die gleiche Kerbe: „Mit Daniel verbindet mich eine lange Vergangenheit. Ich schätzte ihn als Spieler, als Trainerkollege im NLZ und schätze ihn heute als unglaublichen Fachmann an der Linie. Mir fällt es sehr, sehr schwer die Entscheidung von Daniel Bierofka hinzunehmen, aber der Respekt für den Menschen und für das von ihm erreichte verlangen es, dem Wunsch des Trainers nachzukommen. Ich werde nie in meinem Leben den Aufstieg im Mai 2018 vergessen. Ich möchte mich an dieser Stelle von Herzen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit der letzten Jahre bedanken. Wir wünschen ihm viel Erfolg auf seinem weiteren sportlichen Werdegang.“

Auch die beiden Gesellschafter bedauern das Ausscheiden von Daniel Bierofka sehr. Hasan Ismaik, der sich am Dienstagabend persönlich vom Ex-Nationalspieler verabschiedete: „Für mich geht Daniel Bierofka als Held. Er steht wie kein Zweiter für 1860. Bereits in der 2. Bundesliga hat er zweimal als Interimstrainer Außergewöhnliches geleistet. Die Leistungen der letzten zwei Jahre sind gar nicht hoch genug zu bewerten. Leider konnte ich ihn nicht mehr umstimmen. Es wird schwer die Lücke, die Daniel hinterlässt, zu schließen.”

Und Präsident Robert Reisinger meint: „Für 1860 ist dies eine sehr traurige Nachricht. Daniel ist das Gesicht des Vereins. Sein Kampfgeist, sein Siegeswille verkörpern die Werte des Vereins. Vielen Dank für den unermesslichen Einsatz!“.

Ab sofort und bis auf weiteres wird Oliver Beer die Mannschaft betreuen und diese auch auf das schwere Auswärtsspiel in Halle vorbereiten. Geschäftsführer Sport Günther Gorenzel:Die Entscheidung des Trainers hat auch uns überraschend getroffen. Wir werden nun in den nächsten Tagen akribisch den Markt sondieren. Eine Lösung mit mir an der Seitenlinie wird es nicht geben, das gebührt der Respekt vor Daniel. Daher hoffen wir schon bald eine Lösung vorstellen zu können.“

Daniel Bierofka wird bis auf weiteres eine Pause einlegen. Daniel Bierofka: „Die letzten 2,5 Jahre waren sehr kräfteaufreibend. Für mich gilt es jetzt erst einmal die Tanks wieder aufzufüllen. Dazu will ich viel Zeit mit meiner Familie verbringen, die zuletzt viel zu kurz kam. Mit etwas Abstand werde ich mich dann aber sicher wieder dem Fußball zuwenden. Ich bedanke mich bei 1860 für das in mich gesetzte Vertrauen und auch das Verständnis für die nun getroffene Entscheidung, die sowohl für mich als auch den Verein die Beste ist. Ich werde diese intensive Zeit immer im Herzen behalten.“

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