Coronavirus / Wir müssen mit ihm leben lernen

Unser aller öffentliches Leben kam zwar zum beinahe völligen Stillstand - so wie hier in Wien, aufgenommen Anfang April 2020 – dennoch greifen die verhängten Maßnahmen der Österreichischen Bundesregierung und die Gesamt-Situation sieht heute besser als noch zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen am 16. März 2020 aus. Daher bitte weiter Geduld und vor allen Dingen Zuversicht und positives Denken an den Tag legen. Die Menschheit meistere bereits so viele Krisen, folglich wird sie auch aus dieser weiland Phönix aus der Asche emporsteigen. Foto: © oepb

Unser aller öffentliches Leben kam zwar zum beinahe völligen Stillstand – so wie hier in Wien, aufgenommen “Innere Stadt”, 1. Bezirk, Kurrentgasse Anfang April 2020 – dennoch greifen die verhängten Maßnahmen der Österreichischen Bundesregierung und die Gesamt-Situation sieht heute besser als noch zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen am 16. März 2020 aus. Daher bitte weiter Geduld und vor allen Dingen Zuversicht und positives Denken an den Tag legen. Die Menschheit meistere bereits so viele Krisen, folglich wird sie auch aus dieser weiland Phönix aus der Asche emporsteigen. Foto: © oepb

Viele sehnen sich nach einem Ende der Corona-Krise und hoffen auf einen baldige Rückkehr zur Normalität. Verschwinden wird das neue Coronavirus jedoch nicht ohne weiteres und daher gilt es laut der Expertin Prof. Dr. Uli Beisel von der Universität Bayreuth, mit dem Virus leben zu lernen. Das Schlüsselwort laute Koexistenz.

Schutzmaßnahmen, Impfungen aber vor allem ein robustes Gesundheitssystem ermöglichen eine Koexistenz mit SARS-CoV-2.“, betont Prof. Beisel in einer aktuellen Mitteilung der Universität Bayreuth. Doch seien wir noch nicht gewohnt, mit diesem Virus zu koexistieren.

Die grundlegende Lektion sei, „dass uns allen der hohe gesellschaftliche Wert eines robusten, öffentlich finanzierten und breit aufgestellten Gesundheitssystems vor Augen geführt wird.“ Nur so könne eine möglichst schadenfreie Koexistenz mit gefährlichen Organismen wie Viren erreicht werden.

Das Virus wird nicht einfach verschwinden

Wir können nicht erwarten, dass die Pandemie nach sechs Wochen physischer Distanz verschwindet, sondern wir müssen als Gesellschaft nun lernen, mit einem solchen gefährlichen Virus zumindest für die absehbare Zukunft – zum Beispiel bis wir eine Impfung haben – zu koexistieren“, betont die Expertin.

Koexistenz eine Errungenschaft

So werde das Virus wohl unter uns bleiben, nur seine Existenz werde gegebenenfalls weniger sichtbar, „weil uns die biomedizinische Infrastruktur aus Krankenhäusern, Krankenpflegern, Krankenversicherungen usw. mit Hilfe einer Impfung schützt.“ Dass Koexistenz kein harmonischer Prozess sondern eine wortwörtliche Errungenschaft der Gesellschaft ist, könne man durch das SARS-CoV-2 Virus anschaulich beobachten.

Fragile Balance

Es ist vor allem eine bemerkenswerte Leistung der Biomedizin in der westlichen Moderne, dass die Koexistenz mit Viren, Bakterien und Parasiten normalerweise verhältnismäßig wenige Todesopfer fordert, betont Prof. Beisel. Dies sei jedoch auch „eine Balance, die fragil bleibt und – wie Ökologen zurecht warnen – mit schwindender Biodiversität wohl auch zunehmend anfälliger werden wird.“

Eine öffentliche, breit aufgestellte und finanziell gut ausgestattete Gesundheitsversorgung ist daher laut Aussage der Expertin ein entscheidender Faktor, um die Koexistenz mit Krankheitserregern wie dem Coronavirus Sars-CoV-2 zu ermöglichen.

Sozialleben neu erfinden

Aus sozialwissenschaftlicher Sicht kann ich hier nur hinzufügen, dass die Veränderungen im Sozialleben uns wohl länger begleiten und unsere Gesellschaften prägen werden.“, so Prof. Beisel weiter. Es gelte jetzt, soziale Nähe unter Bedingungen von physischer Distanz in der Gesellschaft neu zu erfinden, um mit dem Corona-Virus leben zu lernen.

Bezüglich der Mobilitätsbeschränkungen erklärte die Expertin, dass hier auch negative Auswirkungen auf den Verlauf einer Epidemie drohen, da beispielsweise wichtige Ressourcen aus anderen Bereichen abgezogen werden und hierdurch der Fluss von Medikamenten, Schutzkleidung und medizinischem Personal beeinträchtigt werden könne.

Quelle: Heilpraxisnet

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