Charles Duhigg / Die Macht der Gewohnheit

DIE MACHT DER GEWOHNHEIT_von Charles Duhigg_Scan oepb.atAutor Charles Duhigg kennt die positive Macht der Routine, aber auch die dunklen Seiten der Gewohnheit. Er beleuchtet Forschung und Alltag und erklärt, warum einige Menschen es schaffen, über Nacht mit dem Rauchen aufzuhören, oder weshalb das Geheimnis sportlicher Höchstleistung in antrainierten Automatismen liegt. Nicht zuletzt schildert er, wie Konzerne Millionen ausgeben, um unsere Angewohnheiten für ihre Zwecke zu manipulieren.

Duhigg arbeitet als Wirtschaftsredakteur und investigativer Journalist für die New York Times und das Times Magazine. Er hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten und war 2009 Finalist für den Pulitzer Prize. Er tritt regelmäßig in TV und Radio auf und lebt mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn im Stadtteil Brooklyn / New York.

Warum gibt es (gute und schlechte) Angewohnheiten und weshalb existiert eine Komfort-Zone bei den meisten Menschen?

Dieses Buch behandelt diese Themen stichhaltig und in einer gut lesbaren Form, da wissenschaftliche und akademische Zusammenhänge (Neurowissenschaft, Marktanalysen, Firmenorganisation) auch in vielen Fallbeispielen näher erläutert werden.Besonders interessant beispielsweise der Fall eines Notfall-Patienten, dem eine Infektion Teile des Gehirns zerstört und der dennoch in der Lage ist, neue Gewohnheiten und neuronale Muster zu entwickeln. Oder die etablierten Strukturen in einem Hospital, die letztendlich katastrophale Kunstfehler verursachen.

Das Buch ist teilweise nicht nur „spannend“ zu lesen, sondern es regt den Leser auch geradezu dazu an, seine eigenen Angewohnheiten zu überdenken und in eine richtige Richtung zu lenken. Jedes Kapitel in diesem Buch erklärt einen anderen Aspekt der Frage, wieso Gewohnheiten existieren und wie sie funktionieren.

Die meisten Menschen glauben, dass die wissenschaftliche Erforschung von Gewohnheiten für sie eine magische Formel bereithält, mit der sie jegliche Gewohnheiten rasch verändern können. Wenn dies so einfach wäre. Nicht etwa, dass es keine Formeln gäbe. Die Schwierigkeit besteht darin, dass es eben nicht nur die eine Formel für Verhaltensänderungen gibt, es gibt tausende. Individuen (damit ist der Mensch gemeint) und Gewohnheiten sind verschieden, und entsprechend unterscheiden sich die Einzelheiten.

Dieses Werk basiert auf Hunderten von Interviews und Tausenden von Aufsätzen und Studien. Viele dieser Studien werden im Text selbst oder in den Anmerkungen – zusammen mit Verweisen auf zusätzliche Quellen für interessierte Leser – aufgeführt.Wenn man dieses Buch gelesen hat, nimmt man seine Gewohnheiten viel mehr wahr als vorher. Und noch eines ist auf jeden Fall klar: es gibt KEIN Patentrezept zur Änderung der eigenen (unguten) Gewohnheiten. Die wäre ja auch zu schön gewesen.

Dass es mitunter harte Arbeit, Zeit und Geduld erfordert, um an wirklich eingefahrenen Verhaltensweisen selbst etwas zu verändern, verändern zu wollen, das wird einem dann vor Augen geführt und bewusst. Gewohnheiten lassen sich nicht unbedingt leicht oder schnell ändern. Aber nach dem Buch wissen wir jetzt, wie wir es schaffen und damit auch umgehen könnten.

DIE MACHT DER GEWOHNHEIT / Warum wir tun, was wir tun
von Charles Duhigg / erschienen im Piper Verlag
www.piper.de
 
432 Seiten, Broschur, Taschenbuch
zum Preis von € 12,40 (Österreich), € 12,- (Deutschland)
ISBN: 978-3-492-30407-8
 
Direkt hier zu bestellen bitte:

 

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