Brasilianisches Rindfleisch trägt CO2-Rucksack

Entscheidend ist, dass der Konsument zum klimaschonenden heimischen Erzeugnis greift. Importiertes Fleisch bringt einen großen CO2-Rucksack mit sich. Foto: Martin Sohl

Entscheidend ist, dass der Konsument zum klimaschonenden heimischen Erzeugnis greift. Importiertes Fleisch bringt einen großen CO2-Rucksack mit sich. Foto: Martin Sohl

Die Klimakonferenz in Paris verlangt einen Totalausstieg aus den fossilen Energien. Auch in Marokko zeigen die meisten Teilnehmer aktiven politischen Umsetzungswillen. „Wir werden alles bündeln, verstärken und intensivieren müssen, was bisher in die Richtung der CO2-Reduktion erklärt und gemacht wurde, um die Klimaziele zu erreichen!“, so der Bauernbund-Präsident Jakob Auer.

Positive Klimabilanz für heimische Landwirtschaft
Laut EU-Studie kann sich die CO2-Bilanz der heimischen Landwirtschaft aber schon heute sehen lassen. Knapp 9 Prozent trägt die österreichische Landwirtschaft zu den Treibhausgasemissionen bei. Der EU-Schnitt liegt bei 9,6 Prozent. Besonders niedrig sind in Österreich die Emissionswerte bei Rindfleisch und Kuhmilch: „Rindfleisch, Kuhmilch, aber auch Schweinefleisch werden in Österreich weit klimaschonender produziert als anderswo in der EU.“, erklärt Auer. Laut Experten nützen die heimischen Bauern dem Klimaschutz, indem sie selbst Futter für die Tiere produzieren. „Statt von CO2-belastenden Futterimporten abhängig zu sein, bauen unsere Bauern vielfach selbst Futterpflanzen an und verfüttern überdurchschnittlich viel Gras und Heu. Allein der Heumilchanteil in Österreich liegt bei 15 Prozent, EU-weit bei dürren 3 Prozent.“, legt Jakob Auer eindrucksvolle Zahlen vor. Anders ist es bei den Methangasen, die Kühe emittieren, die auf der Weide stehen: „Die eher industrielle Tierhaltung in Ställen hat hier einen Vorteil gegenüber der Weidehaltung. Kühe auf der Weide haben bei uns Tradition, das wird vom Konsumenten gewünscht.“, informiert er.

Bauernbund-Präsident Jakob Auer. Foto: Österreichischer Bauernbund

Bauernbund-Präsident Jakob Auer. Foto: Österreichischer Bauernbund

Brasilianisches Rindfleisch hat fetten CO2-Rucksack umgeschnallt
In der Bilanz sind österreichische Bäuerinnen und Bauern aber sehr positiv unterwegs: „Wichtig ist, dass auch der Konsument zum klimaschonenden heimischen Erzeugnis greift. Importiertes Fleisch hat einen fetten CO2-Rucksack umgeschnallt!“, appelliert Jakob Auer, zum klimafreundlichen heimischen Nahrungsmittel zu greifen. „Was bei uns nicht Saison hat, muss klimafressend importiert werden. Heimische Nahrungsmittel tragen aber direkt zum Klimaschutz bei.“

Auch Reinhold Mitterlehner habe den Klimaschutz zum wichtigen Diskussionspunkt gemacht, unterstreicht Auer die Erklärung des Vizekanzlers, dass es eine intensive Arbeit an der österreichischen Klima- und Energiestrategie brauche. Wichtig sei eine Gesamtstrategie, die auch europäisch und international zu akkordieren ist. „Eine europäische CO2-Abgabe ist sinnvoll, Alleingänge beim Klimaschutz hingegen nicht“, so der Bauernbund-Präsident Jakob Auer abschließend.

www.bauernbund.at

 

comments are closed.