Bauernbund / Jeder braucht drei Mal täglich einen Landwirt

Simone Schmiedtbauer und Georg Strasser. Foto: STVP / Fischer

Simone Schmiedtbauer und Georg Strasser. Foto: STVP / Fischer

Mit einem fulminanten Wahlkampfauftakt im Rahmen des Bundesbauernrates in Hitzendorf startete der Intensiv-Wahlkampf für die Europaparlaments-Wahl. Das erklärte Ziel dabei bis zum 26. Mai 2019: „Eine Bäuerin mit praktischer Erfahrung, Herz und Hausverstand ins Europaparlament nach Brüssel zu wählen!“, so Bauernbund-Präsident Abg. z. NR DI Georg Strasser.

Bäuerinnen und Bauern aus allen Bundesländern reisten an, um sich in der Heimatgemeinde von Simone Schmiedtbauer ein Bild von ihren Visionen und Zielen für ein besseres, praktikableres Europa zu machen. „Ein Europa, das wieder vom Reden ins Tun kommt. Dafür braucht es Menschen aus unserer politischen Mitte.“, so die Spitzenkandidatin des Österreichischen Bauernbundes und der Steirischen Volkspartei.

Müssen im Europaparlament wieder mitreden
„Es gibt keinen Politikbereich, wo die EU so viel mitredet wie in der Landwirtschaft. Ein Großteil unseres bäuerlichen Alltags wird in Brüssel ausgehandelt. Gerade deshalb braucht es starke Vertreter aus der Praxis, erfahrene Fürsprecher und zielstrebige Verhandler, denen unsere Bauernfamilien am Herzen liegen.“, verdeutlicht Strasser. „Unsere Spitzenkandidatin ist eine starke Frau, die sich durch Handschlagqualität, Fachwissen und dem nötigen politischen Gespür auszeichnet. Gerade, wenn es um wichtige Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik geht, braucht es Politiker, bei denen Sachlichkeit und überparteiliches Handeln oberste Priorität haben.“, unterstreicht Strasser und gibt zu bedenken: „In Europa müssen wir das Gemeinsame vor das Trennende stellen. Populismus allein genügt für eine nachhaltige Europäische Agrarpolitik eben nicht.“

5 Jahre ohne bäuerliche Vertretung in Brüssel können verdammt lang sein
Als Kandidatin der Steirischen Volkspartei, als Kandidatin der Bäuerinnen und Bauern Österreichs steige ich in einen EU-Wahlkampf. Mit ganzer Kraft, mit jeder Faser meines Körpers will ich für Euch da sein und gemeinsam mit euch gewinnen!“, zeigt sich die Steirerin ihrer Sache sicher.

Die Finanzierung der GAP in der bisherigen Höhe und eine praxisnahe Weiterentwicklung der GAP setzt sie sich zum Ziel. Wie? „Die neue GAP ab 2020 darf kein Bürokratiemonster werden. Die Kürzungsvorschläge der Kommission wollen und werden wir nicht hinnehmen. Mehr Leistungen für den Klimaschutz, für das Tierwohl und für den Erhalt der Biodiversität mit weniger Geld ist nicht machbar.“, so Schmiedtbauer. Eine ehrliche Einkommensperspektive und Planungssicherheit nennt sie als Grundvoraussetzungen. „Kein Unternehmer und kein Bauer wird Investitionen tätigen, seinen Betrieb modernisieren, wenn er keine Zukunft sieht.“, fährt sie fort. Abschließend appelliert sie an die anwesenden Bäuerinnen und Bauern: „Ich will die Partei der Mitte zur Nummer Eins in Europa machen. In Vielfalt geeint – für ein besseres Europa für uns Bäuerinnen und Bauern.“

Steuerreform ist ein Meilenstein für unsere Bäuerinnen und Bauern
Mit dem am 30. April 2019 verkündeten Steuer-Entlastungspaket präsentierte die Regierung eine der größten Entlastungsmaßnahmen in der Geschichte der bäuerlichen Berufsgruppe. Ziel der Steuerreform für den land- und forstwirtschaftlichen Bereich ist eine spürbare Entlastung für rund 160.000 bäuerliche Betriebe, auf denen rund 400.000 Menschen arbeiten und leben. Die Landwirtschaft ist Hauptbetroffene des Klimawandels und steht unter enormen Druck. „Keine andere Branche hat mit solchen Herausforderungen zu kämpfen. Darum hatte es für uns als Bundesregierung Priorität vor allem auch die Bäuerinnen und Bauern zu entlasten. Mit rund 120 Millionen Euro legen wir heute eine enorme Entlastung für die Landwirtschaft vor. Im vergangenen Jahrzehnt ging es bei Verhandlungen meistens nur darum möglichst viel Schaden abzuwenden. Heute dürfen wir mit Stolz ein großes Entlastungspaket für die Landwirtschaft präsentieren.“, erklärt Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger.

Bauernbund-Präsident Abg. z. NR DI Georg Strasser zeigt sich über die merkliche Entlastung von insgesamt rund 120 Mio. Euro an Entlastung sehr erfreut, vor allem die Maßnahmen im Bereich der Sozialversicherung machen 90 Mio. (Aktive und Pensionisten) aus: „Es ist ein sozial ausgewogenes Paket, welches die vielfältige Betriebsstruktur in der Land- und Forstwirtschaft bestmöglich berücksichtigt. Das im Rahmen der Steuerreform ausverhandelte Paket für die Landwirtschaft zeigt: Diese Regierung steht zu den Bäuerinnen und Bauern!“, so Strasser. Auch der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich Josef Moosbrugger begrüßt die neue Steuerreform: „Die Land- und Forstwirtschaft ist mit vielen Härten und Herausforderungen der Natur konfrontiert, insbesondere bedingt durch Klimaveränderungen. Die Steuerreform soll unseren Bäuerinnen und Bauern langfristig Sicherheit geben, spürbar und sofort entlastet aber vor allem unseren jungen Bäuerinnen und Bauern Perspektiven geben!“

Bauernbund-Direktor Mag. Norbert Totschnig weiß dieses umfangreiche Maßnahmenpaket zu schätzen. „Das Fortbestehen einer flächendeckenden Land- und Forstwirtschaft sowie die Versorgung aller Österreicherinnen und Österreicher mit hochqualitativen Lebensmitteln ist Bundeskanzler Sebastian Kurz ein wichtiges Anliegen. Das Paket ist ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber unseren Bäuerinnen und Bauern.“, bedankt sich Totschnig abschließend.

Quelle: Bauernbund

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www.bauernbund.at

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