Bauernbund / Glasfaser-Anschluss für jeden Bauernhof

Der Ländliche Raum darf nicht benachteiligt sein. Dort, wo die Gegend dünn besiedelt ist, auch dort haben die Menschen das Recht auf ein funktionstüchtiges Internet. Foto: oepb

Der Ländliche Raum darf nicht benachteiligt sein. Dort, wo die Gegend dünn besiedelt ist, auch dort haben die Menschen das Recht auf ein funktionstüchtiges Internet. Foto: oepb

Bauernbund-Präsident Abg. z. NR DI Georg Strasser nutzte die am 10. April 2019 in Graz stattgefundene Fachtagung „Energieeffizienz und Digitalisierung in der Landwirtschaft“, um beim Thema Glasfaserausbau in ländlichen Regionen aufs Gaspedal zu drücken. „Auf heimischen Höfen arbeiten Bäuerinnen und Bauern tagtäglich mit digitalen Geräten und Services. Die Bedeutung und Reichweite des digitalen Wandels in der Landwirtschaft ist für viele aber noch abstrakt. Dabei sehe ich hier große Chancen für unsere heimischen Betriebe. Etwa in der betriebswirtschaftlichen Planung, der automatischen Dokumentation oder der Nutzung bereits vorhandener Daten für die Betriebsoptimierung.“, erklärt Strasser und deutet die Herausforderung darin, die praktische Lebensrealität in die digitale Welt zu transferieren.

Ländlicher Raum bei Glasfaser-Ausbau stark benachteiligt
In schwach besiedelten Gebieten kommt es durch fehlende Infrastruktur immer wieder zum Ausfall des Mobilfunksignals. „Es gibt Regionen, da haben die Bauern-Familien nicht einmal Handyempfang. Sie sind also auf Wlan angewiesen, um mit der Außenwelt zu kommunizieren oder etwa Tiermeldungen online durchzuführen. Das kann‘s im 21. Jahrhundert nicht sein!“, verdeutlicht Strasser. Dasselbe gilt auch für die Arbeiten am Hof, bei denen es verlässliche Systeme zur Datenübertragung, Kommunikation oder Logistik braucht, um etwa eine präzise Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln oder auch Tierwohl zu garantieren. „Ich sehe es als positives Signal, dass in Österreich ein 5G-Ausbau kommen wird, wenngleich dieser nur ergänzend zum Glasfaserausbau funktionieren kann.“, so Strasser.

Die Jugend als Antriebsfaktor
„Was uns bei diesem Thema politisch antreibt ist der Wille zur weiteren Ökologisierung und einer Steigerung der Ressourceneffizienz, der starke Innovationsgeist unserer Jugend und eine Verbesserung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum. Mir ist es wichtig, dass wir in den ländlichen Regionen sprichwörtlich den Anschluss nicht verpassen, denn ansonsten schaffen wir eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Die Digital Roadmap der Bundesregierung ist ein gutes Fundament, auf das viele Maßnahmen, wie etwa das neue digitale Amt, aufbauen“, so Strasser. Als gutes Beispiel für praxisnahe Lösungen sieht er die Marktgemeinde Hitzendorf, wo die EU-Wahl Spitzenkandidatin des Bauernbundes, Simone Schmiedtbauer, als Bürgermeisterin tätig war.  Die ländlich geprägte Gemeinde bietet den Bürgerinnen und Bürgern seit vielen Jahren ein Online-Service und eine Hitzendorf-App, um die vielen Amtswege zu erleichtern.

Quelle: Bauernbund

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