Aufzucht der Tiger-Jungtiere in Schönbrunn

Tiger-Baby-Foto: Daniel Zupanc

Tiger-Baby-Foto: Daniel Zupanc

Vor einer Woche hat der Wiener Tiergarten Schönbrunn auf Wunsch der Behörden zwei Tiger-Jungtiere vorübergehend zur Aufzucht übernommen. Die beiden wenige Tage alten Tiere wurden in einer Privatwohnung in Hainburg (NÖ) abgenommen.

Im Backstagebereich des Tiergartens kümmern sich nun Tierpfleger und Tierärzte um die Kleinen. Die meiste Zeit schlafen die beiden. In einer Wanne, die kuschelig mit Heu ausgebettet ist, fühlen sie sich richtig wohl. Noch sind ihre Augen geschlossen. Sie beginnen sie aber langsam zu öffnen.

Tierpfleger Andreas Eder kümmert sich fürsorglich um die kleinen Raubkatzen. Foto: Daniel Zupanc

Tierpfleger Andreas Eder kümmert sich fürsorglich um die kleinen Raubkatzen. Foto: Daniel Zupanc

Thomas Voracek, Leiter der Tierärztlichen Ordination Tiergarten Schönbrunn, zeigt sich mit der Entwicklung der Jungtiere bis jetzt sehr zufrieden. „Sie trinken brav. Wir kontrollieren ihr Gewicht regelmäßig und sie nehmen ordentlich zu.“ 

Die Aufzucht liegt in den Händen des erfahrenen Tierpflegers Andreas Eder, seit vielen Jahren Revierleiter des Großkatzenreviers in Schönbrunn. Derzeit ist es für ihn ein 24-Stunden-Job. Eder: „Die Jungtiere werden alle zwei bis drei Stunden mit Aufzuchtmilch gefüttert. Danach würde ihre Mutter sie ablecken, um die Verdauung anzuregen. Wir simulieren diesen Vorgang durch eine Bauchmassage mit einem feuchten Tuch. Das klappt sehr gut.“

Tiger-Baby-Foto: Daniel Zupanc

Tiger-Baby-Foto: Daniel Zupanc

Die Jungtiere sind von der Nasen- bis Schwanzspitze derzeit rund 62 Zentimeter lang. Eder: „Wenn ihnen etwas nicht passt, können sie schon richtig laut werden. Das ist erstaunlich für so einen kleinen Körper, aber es sind eben Tiger.“ Wie lange sich der Zoo um die Tiger kümmern soll, werden die Behörden entscheiden.

Quelle: Wiener Tiergarten Schönbrunn

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