Andy Marek als ÖFB-Sprecher von UEFA bestätigt

Andy Marek in bekannter Ausübung seiner Stadion-Sprecher-Tätigkeit beim SK RAPID. Foto: GEPA

Andy Marek in bekannter Ausübung seiner Stadion-Sprecher-Tätigkeit beim SK RAPID. Foto: GEPA

 

Andreas, den alle Welt lediglich „Andy“ ruft, Marek ist offizieller „Team Speaker des ÖFB-Nationalteams“ bei der Fussball UEFA EURO 2016 in Frankreich.

Er, der als Direktor von Klubservice & Events beim SK RAPID Wien und als Moderator tätig ist, wurde vom ÖFB als Wunschkandidat der UEFA genannt und nach einem Hearing von der UEFA offiziell bestätigt. Damit wird die bekannteste Stadionstimme Österreichs von den Fans in Frankreich bei allen Spielen des Nationalteams bei der EURO zu hören sein, und zwar während des Aufwärmens der Teams, bei der Bekanntgabe der Aufstellungen, oder auch bei diversen Durchsagen zu Themen wie Organisation oder Sicherheit.

Die UEFA stellt pro Spiel jeweils drei Sprecher, je einen Team-bezogenen, sowie einen neutralen von der UEFA. Der knapp 54jährige Niederösterreicher aus Groß-Siegharts im Waldviertel ist seit 1994 Stadion-Moderator bei den Länderspielen der Österreichischen Fußball-Nationalmannschaft in Wien und hat in dieser langen Zeit kein einziges Spiel versäumt. Marek hatte diese Rolle des „Team Speakers“ auch bei der Heim Euro im Jahr 2008 inne. Im Vorfeld der EURO 2008 hatte er auch einen Auslands-Einsatz: er moderierte in Basel das freundschaftliche Länderspiel zwischen der Schweiz und Österreich.

Marek, der seit 24 Jahren als emsige und umtriebige Stadion-Plaudertasche bei den Grün-Weißen aus Hütteldorf bekannt, beliebt und aktiv ist, bestand seine Feuertaufe zum Saisonstart am 25. Juli 1992. Wenngleich RAPID im Hanappi-Stadion gegen den Wiener Sport-Club mit 1 : 2 verlor und nach vier Spieltagen mit nur einem Punkt am Tabellenende rangierte, setzte sein „Siegeszug“ unaufhaltsam ein. Unglaublich – und doch wahr – wenn man bedenkt, dass diese seine Moderations-Art und Weise heute von unzähligen Stadion- und Platzsprechern österreichweit kopiert und vervielfältigt wurde und immer noch wird. Wurden in früheren Zeiten maximal „Klaus & Ferdl“-Musikstücke eingespielt, so plaudert und quasselt man heute bis in die letzte Spielklasse hinab munter darauf los, wenn des Österreichers liebstem Sport gefrönt wird, dem Fußball-Sport. Dieses Selbstvertrauen impfte Marek – bewusst oder unbewusst – sämtlichen Stadion-Sprechern hierzulande ein.

Andy Marek (Bildmitte) ist derzeit auch beim ÖFB nicht wegzudenken. Foto: oepb

Andy Marek (Bildmitte) ist derzeit auch beim ÖFB nicht wegzudenken. Foto: oepb

Nichts desto trotz bleibt ein fader Nachgeschmack haften. Nämlich dann, wenn „sein“ SK RAPID ein Heimspiel austrägt, der Gegner im Derby zufälligerweise die Wiener Austria (25. Oktober 2015) ist, und FAK-Torhüter Robert Almer, der sich zuvor im Luftzweikampf mit Philipp Prosenik einen Abriss des hinteren Kreuzbandes zuzog und mit Schmerzen am Boden liegen blieb, vom gesamten RAPID-Anhang wüst und derb beschimpft wird. Hier wäre Marek psychisch gefordert gewesen, denn a) handelte es sich dabei immerhin um Österreichs Teamtorhüter Nummer 1, also Mareks zweites Standbein wie man weiß und b) lässt durch solche dümmlichen und unnötigen Schimpf-Aktionen doch der ohnehin bereits sehr abhanden gekommene Sportsgeist zu wünschen übrig. Marek wäre hier gefordert gewesen, seine grünen „Schäfchen“ zur Räson zu rufen, seine Stimme versagte ihm jedoch wohl genau in diesem einen Moment. Eine Charakter-Eigenschaft?

Wenn ihm hier noch dereinst ein Umkehrschwung gelingen würde, wäre dies sicherlich nicht so unvorteilhaft für ihn, denn ansonsten müsste man klar sagen: „Lieber 12 Monate Wolfgang Bankowsky als 20 Jahre Andy Marek!“

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