30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs

Die Durchtrennung des Eisernen Vorhangs bei Laa an der Thaya durch Außenminister Dr. Alois Mock (vorne, Zweiter von links) und Jiří Dienstbier (Bildmitte, mit Zange) am Sonntag, 17. Dezember 1989 war ein imposantes Ereignis in der jüngeren Geschichte Österreichs. Zwischen den beiden Staatsmännern erfreut sich NÖ-Landeshauptmann Dr. Siegfried Ludwig an diesem geschichtsträchtigen Akt. Foto: NLK Schleich

Die Durchtrennung des Eisernen Vorhangs bei Laa an der Thaya durch Außenminister Dr. Alois Mock (vorne, Zweiter von links) und Jiří Dienstbier (Bildmitte, mit Zange) am Sonntag, 17. Dezember 1989 war ein imposantes Ereignis in der jüngeren Geschichte Österreichs. Zwischen den beiden
Staatsmännern erfreut sich NÖ-Landeshauptmann Dr. Siegfried Ludwig an diesem geschichtsträchtigen Akt. Foto: NLK Schleich

Seit September 2017 hat das Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich Schlüsselobjekte zum Fall des Eisernen Vorhangs ausgestellt:

Ein ehemaliger Wachturm von der Grenze, das Flucht-Flugzeug von Jiři Rada oder der Mantel und die Zange des damaligen Außenministers Dr. Alois Mock. Die Sonderausstellung „Spionage!“ ab 6. September 2019 soll auch die Tätigkeit der Informationsdienste auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs beleuchten. Der Verein zur Dokumentation der Zeitgeschichte startete seine Sonderausstellung „Schauplatz Eiserner Vorhang“ im Schloss Weitra am 1. Mai 2019 mit einer prominent besetzten Podiumsdiskussion.

„Der Fall des Eisernen Vorhangs 1989 war ein prägendes Erlebnis für Niederösterreich!“, erklärt Christian Rapp, wissenschaftlicher Leiter des Hauses der Geschichte im Museum Niederösterreich.

„Insofern ist es nur logisch, dass wir zu diesem Thema unter anderem mit einem Zeitzeugen-Forum am 19. November 2019 einen Schwerpunkt setzen. Die Erfahrung aus dem Gedenkjahr zeigt uns, dass Kooperationen mit anderen historischen Einrichtungen ein Gewinn für unsere Besucherinnen und Besucher sind. In diesem Sinne freuen wir uns, mit dem Verein zur Dokumentation der Zeitgeschichte und Kurator Christoph Benedikter, der bei uns die Ausstellung zur Ersten Republik gestaltet hat, kompetente Partner haben“, so Christian Rapp.

Blick auf Schloss Weitra. Foto: Sabine Preißl

Blick auf Schloss Weitra. Foto: Sabine Preißl

„Es ist besonders reizvoll, historische Ausstellungen an den Originalschauplätzen zu gestalten“, erklärt Christoph Benedikter, Kurator der Ausstellung „Schauplatz Eiserner Vorhang“ im Schloss Weitra, die seit 2. Mai 2019 zu sehen ist.

Dank der guten Kontakte zu den damaligen Akteurinnen und Akteuren erzählen wir unglaubliche Geschichten nicht nur mit authentischen Objekten. Wir freuen uns sehr, dass zur Eröffnung der Ausstellung auch der ehemalige Außenminister Ungarns, die Tochter des damaligen tschechoslowakischen Außenministers, sowie ein Journalist als Zeitzeugen teilnehmen, denn das ist lebendige Geschichtsvermittlung“, so Benedikter.

Der Verein zur Dokumentation der Zeitgeschichte und das Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich laden daher alle Interessierten ein, das Gedenkjahr zum Besuch von Schloss Weitra und dem Museum Niederösterreich zu nützen. Details zu Dauerpräsentation und Sonderausstellung im Museum Niederösterreich unter:

www.museumnoe.at

und zu Schloss Weitra unter:

Sämtliche Aktivitäten zum Gedenkjahr bitte unter:

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